Bauschutt – Trittschalldämmung




Hallo Forum,

beim aufmerksamen lesen dieses wunderbaren Forums, bin ich über die Frage mit der Jauchegrube

---Forenreferenz-----------
Jauchegrube zuschütten -
Unser hochmodernes Haus verfügt natürlich über ein Plumpsklo.
Die eigentliche Grube befindet sich vor dem Stall, die Gülle usw. aus dem Stall wurd über einen "Tunnel" unterirdisch aus dem Stall in die Grube befördert (clerver!). Das heißt der Stall ist untertunnelt und die Grube muss zugemacht werden.

Da ja Teile des Stalls ausgebaut werden möchten würde ich gerne wissen ob ich beim Zuschütten was zu beachten habe z.B. mit was ich diese Löcher aus bautechnischer und gesundheitlicher Sicht am besten stopfe. Die Grube ist im übrigen mittlerweile trocken, es steht keine Gülle oder Sonstiges darin, ich traue mich jedoch bisher nicht da runter zu steigen wegen eventueller geruchloser Gase.

zu dem "mistigen" Gewölbe ein Foto:

vielen Dank für die Hinweise

Sabine Gottstein mehr ...
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gestolpert und dabei bin ich auf eine geniale oder aber absurde Idee gekommen: Als ich den Vorschlag von Herrn Puruckherr las, die Grube mit anfallenden Bauschutt zu befüllen, dachte ich unweigerlich an unseren schon teuer entsorgten und den in Zukunft noch anfallenden teuer zu entsorgenden Bauschutt nach. Nun ja, als praktisch veranlagte Frau, suchte ich gedanklich eine ähnliche Entsorgungsmöglichkeit. Die alten Sickergruben auf dem Grundstück kommen nicht in Frage, die sind schon zu.
Wie ist es aber, wenn man den Kram als Trittschalldämmung unter den Dielenboden im OG packt??? Eine Lehmschüttung oder gar Gehwegplatten werden ja auch genommen. Nun muss ich aber dazu sagen, dass es sich bei unserem Bauschutt um 170 Jahre alten Kalkputz und Lehmmörtel handelt, also gänzlich unbelastet. Das staubt natürlich wie S…, aber vielleicht fällt ja zu diesem Thema jemandem etwas ein.
Also mein Mann findet diese Idee absurd. Genial oder absurd?

Sonnige Grüße an alle



Warum denn nicht?



"bei unserem Bauschutt um 170 Jahre alten Kalkputz und Lehmmörtel"
den könenn Sie sicherlich hernehmen, etwas anfeuchten, damit er nicht so staubt und dann einbringen, Rieselschutz nicht vergessen.
Den Lehm und den Kalk kann man auch im Garten "entsorgen"!
Lehm mögen glaub ich die Rosen ganz gerne und Kalk ist ein guter Dünger ...

In dem Sinn ist das auch kein "Bauschutt" sondern hochwertiger Rohstoff - sogenenntes 1zu1 Recyclingmaterial ohne Firlefanz!
Das ist für die Jauchegrube eigentlich zu schade!

Und jeden Bauschutt würde ich auch nicht nehmen ... allerdings auch keine Gehwegplatten aus Beton!

frohes Recyclen!

FK



Danke,



Herr Kurz! Das wollte ich hören.
Und was ist das für ein Rieselschutz? Mein Mann hat immer noch so seine Bedenken. Er hat die Befürchtung, dass der Dreck, wie er sagt, ihm irgendwann auf den Kopf rieselt. Quatsch, oder?

Schönes Wochenende



damit "ER" keine



... Angst zu haben braucht, dass ihm der Dreck mal auf den Kopf "rieselt" ...
deshalb gibt es den "Rieselschutz"
Das kann ein dickeres Papier sein (das gibts Rollenweise), man kann auch, wenn man den Recycling Gedanken nochmals aufnehmen will: alte Zeitungen nehmen und auf die Fehlbodenschalung legen - vor allem die Ecken und Übergänge "abdichten ...
wenn Sie allerdings mehr Lehm für die erste Lage nehmen und darauf den anderen Schutt packen ... dann rieselts sowieso weniger ... Sie können auch, wenn das Zeug zu staubig ist noch Lehm oder Lehmpulver druntermischen ...

es kommt halts darauf an, was man gerade da hat und wie der ganze Aufbau so aussehen soll! Gewicht Schallschutz, Nutzung Schalung und und und

Wie gesagt: Es soll ja kein Uhrwerk werden!

frohes Schaffen

FK



damit es nicht so staubt



würde ich als erste Lage eine Rieselschutzpappe und darauf Hanf-Trittschallmatte Stärke 3mm vollflächig auslegen.
Dann den guten alten Bauschutt TROCKEN einbringen. Um evtl. Schimmelpilzbidlung vorzubeuegn,das ganze mir normalem Weißkalkhydrat abstreuen. Darüber kann als Abschlußschicht z.B. eine ca 2-3 cm dicke Lehmschüttung (auch Baugrubenlehm),die man auch gerne kurz anwässern kann, aufbringen. Bitte unbedingt ca 1,5 -2cm cm Luft unter dem Dielenboden belassen.
Übrigens eignen sich als Schalldämmasse die alten Tondachziegelasplitter sehr gut bei Zwischenfüllungen mit Kalkputz-oder Strohlehmresten. Falls in Ihrem Haus früher mal ein Hausschwamm festgestellt wurde,entsorgen Sie Bitte die Strohlehmreste im Garten.



Die Hanf-Trittschallmatte



… würde auch sehr gut zu unserer Hanfdämmung passen, die noch unters Reet kommen soll.
Danke, für die Tipps.
Was würde das denn für ca. 70qm inetwa kosten? Weiß das jemand?



3mm Hanftrittschallmatten kosten



netto 2,40 Euro/qm zzgl. Mwst. + ca 25 Euros Frachtkosten.



noch zwei schwachverstaendige anregungen



feine oeko-tips in diesem thread! Bookmark gesetzt!

ich moechte diesen noch zwei hinzufuegen:

hatte bei der Sanierung einen berg von kalk- und lehmputzschutt. wollte den zuerst entsorgen, dann fiel mir noch rechtzeitig auf, dass der Garten fuer meinen geschmack viel zu Plan ist. so habe ich die erde abgegraben und dann einen huegel dort aufgeschuettet. aus ofenrohrresten, alten ziegelsteinen und einer alten Wanne habe ich mir darin eine kombination ofen/untergrundbeheizte open-air Badewanne gemacht. in diesem Ofen wird das anfallende abfallholz kostenguenstig entsorgt. und das baden mitten im gruenen ist fantastisch.

die beiseitegeraeumte erde nach dem verdichten dieser plattform wieder drauf und bewaessert, bei diesem wetter keimt gleich alles moegliche neu aus :-)

also, ich stimme zu, dass kalk- und lehmschutt, wenn er sauber ist, viel zu schade zum entsorgen ist.

und dann noch eine andere anregung:

(auf eigene verantwortung, wie immer, da nicht DIN-gerecht)
bei der entfernung der unter pvc/spanplattenbedeckung verschwammten erdgeschossdielen und -balken fiel reichlich Holz an, das nicht mehr weit weg vom zustand "humus" entfernt war. laut din etc. soll sowas gleich verbrannt oder weggefahren werden. ich habe mir da lieber gedacht, angesichts der unvermeidlichen ubiquitaet der sporen, dass das holz doch viel eher auf den komposthaufen gehoert.
bei einer ordentlichen schichtung des haufens gehe ich davon aus, dass das holz in diesem zustand bald wertvolle erde ist. und mir vor allem keine entsorgungskosten bereitet.

aber wie gesagt auf eigene verantwortung.

gruesse
paulchen



lieber Moderholz in eigener Verantwortung kompostieren,



als der Müllmafia die vielen Entsorgungs-Euros hinwerfen.
Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer klugen Entscheidung.Das gleiche hat mein Opa mit verrotettem Holz schon vor 45 Jahren auch so gemacht.