warmer Hobbyraum im Schuppen oder Dachboden




Hallo,

wir möchten unseren Fachwerkschuppen ganz oder teilweise als Hobbyraum nutzen.

Ausgangssituation:
Alter Fachwerkschuppen ca. 7x3m mit Fenster und zwei Holztüren. Boden liegt unterhalb des eigentlichen Grundstücks. Die Wände und Zwischendecke sind mit Rigips verkleidet. Satteldach mit Wellplatten. Strom vorhanden.

Ob sich zwischen der Außenwand und den Platten noch Dämmung befindet, habe ich noch nicht getestet, aber ein leichtes Feuchtigkeitsproblem ist nicht zu leugnen. Durch die frühere Nutzung als Stall feiern da vermutlich auch diverse Salze eine Party. Auch der Betonboden ist klamm. Mäuse sind unsere Gäste (selbst Schuld wenn man Rasensaat lagert ;-) )
Als Schuppen für Gartengeräte kein Problem.

Was wir möchten:
Wir brauchen Platz für eine Hobbyecke (Nutzung ca. 4x / Woche für jeweils 2 Std.). Rechteckiger Raum ohne Schrägen. Maße ca. 5x3 Meter. Das ganze irgendwie beheizt, denn Fleecejacken nach dem Zwiebelprinzip gehen nicht.
Wir suchen keine Lösung für die nächsten 15 Jahre, sondern vorerst einen Raum für ein Projekt (1-3 Jahre)!

Unsere Ideen:
Wir dachten da an den Schuppen, wobei dieser ja kalt und zu feucht ist. Geld ist quasi nicht übrig… Wie das immer so ist…
Wir könnten gegen die Feuchtigkeit auf den Boden Paletten oder Kanthölzer hinlegen und mit OSB bedecken. Alternativ einen „Raum im Raum“ mittels Holzrahmen & OSB bauen und entsprechend dämmen. In jedem Fall müssten wir den Raum zumindest in den Wintermonaten irgendwie beheizen ohne dabei arm zu werden.
Der Bau an sich sollte aus handwerklicher Sicht kein Problem sein – nur bin ich mir unsicher, was überhaupt Sinn macht.

Alternativ könnten wir den Dachboden des Wohnhauses nutzen – hier aber die Frage nach der Statik, Ausbau und ebenfalls nach der Dämmung. Der Dachboden (Rohzustand) hat ca. 100cm Grundfläche (abzüglich Schrägen) und ebenfalls verschiedene Hindernisse („Stufe“ durch eine halbe Etage, Dachbalken sind im Weg).

Fragen:
Wie könnte man den Schuppen / Dachboden kostengünstig umbauen?
Macht es überhaupt Sinn, den Raum (Raum im Raum) zu dämmen? Die Dämmung schützt den Raum ja nicht vorm dauerhaften Auskühlen und er muss jedes Mal wieder aufs Neue aufgeheizt werden. Es würde bloß das Feuchtigkeitsproblem verdecken und die Wärme würde sich etwas länger halten.

Wer hat eine Idee, wie wir kostengünstig einen halbwegs warmen Raum bauen können?

Viele Grüße
Tanja



Warmer Raum?



Hallo Tanja,

Wenn ich wüßte , wie man einen "warmen Raum" baut,würde ich diese Erkenntniss verkaufen und bräuchte nicht mehr zu arbeiten;-)).

Egal wie gut Sie dämmen, Sie müßen immer HEIZEN.

viele Grüße



wie



Robert schreibt, ist das Heizen ohnehin Euer Problem. Mit 450 Euro bekommt Ihr 100 Bündel Kohlen a 25 kg, damit sollte man gut einen Hobbyraum beheizen können. Wenns für nur für ein Jahr ist - gibt es keine billige Bauweise, es sei denn, Ihr bekommt irgendwoher preisgünstig Abbruchbaustoffe, z.B. OSB für eine Innenwand. Nur was passiert danach mit dem Schuppen. Wäre denn eine geplante Sanierung nicht viel sinnvoler oder soll er hinterher abgerissen werden ?



genau das wollte ich wissen...



Klar, heizen muss ich immer...
Wenn ich für Betrag X ohne Dämmung 365 Tage heizen kann und mit Dämmung 368 Tage, dann lohnt sich der Umbau ja nicht. Daher habe ich auf eure Erfahrungswerte gehofft (keine Zahlen, sondern "lohnt sich" oder "lohnt sich nicht")...

Der Schuppen soll schon dauerhaft bestehen bleiben, allerdings keine großen Funktionen (Abstellraum für Gartengeräte / Hühnerstall...) erfüllen. Eine dauerhafte Sanierung macht aus unserer Sicht keinen Sinn, zudem wäre eine Baugenehmigung wohl eher schwierig.

Womit könnte ich so einen Schuppen sinnvoll (sparsam) beheizen?



Am besten wäre



die Lösung Raum im Raum.
Bei der Heizung an Elektro denken, da bestimmt kein Kamin vorhanden.

Viele Grüße



Moin Tanja,



aus meiner Zeit im Bauwagen (2,20 x 5,50m, Wände/Dach mit 5cm Kork/Hanfdämmung gedämmt, Boden m. 10cm Styro), beheizt mit einer aus einem ollen Wohnwagen gerupften Truma-Gasheizung ist mir noch ein Verbrauch von ca. 11kg/Woche im Winter in Erinnerung.

Da ihr nicht drin wohnt, solltet ihr bei einer "Raum in Raum"-Lösung also mit einer grossen 33KG-Flasche/Monat auskommen. Druckminderer, Schläuche und Anschlussleitungen max. 100€, Heizung am Wegesrand oder gebraucht im Netz.


Je nach Gegebenheiten, kann es auch reichen nur Decke und Boden zu dämmen und die Wände zu lassen.

Hättet ihr Fotos?

Gruss, Boris



Alternativen



Am billigsten wäre wohl Abbruchholz und Holz aus dem Wald (Leseholz) sowie Garten ....
Roblem wäre Kamin, lässt sich aber auch mittels Ofenrohr provisorisch lösen, müßt aber mit Kaminkehrer drüber reden.
Boden neu wäre gut wegn Fußkälte und Unfallgefahr, Wände würde ich wegen Nässe frei lassen. Frage wäre Hobby "Sport" oder Feinmechanik (Kalte Finger??).....