Wasserschaden - Schüttung trocknen

02.05.2007



Hallo,

zunächst eine kurze Vorgeschichte:

Seit wir vor ca. 3 Jahren unseren Altbau kauften, fiel mir immer wieder ein modriger Geruch auf in einem Raum auf.
Leider konnte ich die Ursache (für lange Zeit) nicht klären.

Vor kurzem fielen mir zusätzlich Unebenheiten im Boden auf. Daraufhin habe ich den Boden geöffnet und hatte eine Wasserschaden
vor mir.

Bodenaufaufbau: Spanplatte, darunter kommt ein Dielenboden zum Vorschein. Die Schüttung scheint ein Sand-Lehmgemisch zu sein.


Vermutlicher Schadensverlauf: Offensichtlich war ein Fitting undicht, so dass minimale Wassermengen (aber dafür über 3 Jahre)
in den Boden gelaufen sind. Die Spanplatten haben aufgrund der Nähe zu dem Leck die größten Wassermengen aufgenommen und sind
dabei aufgequollen und verrottet. Interessanterweise ist der Dielenboden nicht aufgequollen. Natürlich ist auch Wasser in die Schüttung
eingedrungen. Nach Behebung des Lecks ist betroffenen Stelle der Schüttung nicht mehr nass, aber noch feucht.

Jetzt die Frage: Kann ich hoffen dass das selber austrocknet, oder sollte ich die Schüttung austauschen? Ich haben einen
kleinen Durchbruch in das darunterliegende Geschoss gemacht, um für ein wenig Zirkulation zu sorgen.
Zur Abschauung habe ich ein Bild beigefügt.

MfG

Andreas



Kurz und bündig



..raus mit der Schüttung, auch wenn's ein Windelboden ist!
In dem Zuge auch mal(kann)beigehen ob der Einschub und die angrenzenden Bauteile auch betroffen sind!

viel Erfolg

Micha



Wasserschaden



Hallo Micha,

erstmal vielen Dank für die prompte Antwort, auch wenn die mit ziemlich viel Arbeit verbunden ist.

MfG

Andreas



Recht hat Micha,



'raus damit. Der modrige Geruch würde Dich weiter begleiten, wenn da nicht gar Schlimmeres im Verborgenen blüht.

Bei ständiger Befeuchtung sind holzschädigende Pilze bis hin zum Hausschwamm zu befürchten. Also unbedingt alle Balken incl. Auflager genau anschauen, bei verdächtigen Stellen zumindest eine Holzprobe zur Untersuchung entnehmen, besser einen Sachverständigen hinzuziehen.

Wenn Du jetzt nicht sorgfältig arbeitest, kann das später teuer werden.

Grüße

Thomas



Vorgearbeitet



Hallo Micha,

folgsam wie ich bin, habe ich einige Dielen entfernt und einen Teil der Schüttung (s. Bild) . Sieht eigentlich nicht so dramatisch aus, oder?

Der Lehm war nirgends nass, aber teilweise feucht.

Gleich noch eine Frage: Ist etwas dagegen einzuwenden die Schüttung (Ton und Lehmbestandteile) nach Trocknung wiederzuverwenden oder muss ich eine Kontamination mit
Mikroorganismen befürchten?

MfG

Andreas