Trockenbauwand auf Estrichplatten und Schüttung ohne Begrenzung?!




Hallo zusammen,

wir sanieren gerade unser altes Reihenmittelhaus, BJ irgendwann in den 30ern, Neuaufbau 50/60er Jahre.

Zur Zeit sind wir am Badezimmer im ersten OG. Nach vielem Lesen, Lernen und mit erfahrenen Leuten sprechen haben wir uns für folgenden Fußbodenaufbau im Badezimmer entschieden:

vorhandener Fußboden:
Metallträger, 12cm hoch in Abständen von etwa 80cm. Dazwischen 11cm dicker Mörtel/Beton oder sowas. Jedenfall bei weitem fest genug zum Begehen.

Neuer Aufbau:
6cm Schüttung aus Bituperl, als geblähte Lava mit Bitumen ummantelt.
Darauf 8mm Holzfaserplatte.
Darauf Knauf Estrichelement 25mm.

Massives Mauerwerk an drei Wänden, eine Trockenbauwand soll eingezogen werden.

Soweit so gut. Nun hat unser Trockebauer die Schüttung ausgebracht, glatt gezogen, Faserplatten drauf gelegt und die Estrichplatten.

An drei Seiten findet die Schüttung eine Begrenzung durchs Mauerwerk. Aber an einer langen Seite verläuft die Schüttung quasi einfach so aus, da ist keine Begrenzung, da die Trockenbauwand noch nicht steht.

Der Trockenbauer hat dann die Wand einfach wenige Zentimeter vor Ende der Estrichplatten und Schüttung aufgeschraubt und will die überstehenden Estrichplatten dann einfach abschneiden.
An die andere Seite der Trockenbauwand soll eine Dämmung mit druckbelastbaren Holzfasern von Pavatex erfolgen, dann OSB drauf und fertig.

Jetzt die Frage:
ist es in Ordnung, dass die Schüttung an einer Seite keine Begrenzung hat? Und man dann noch nur wenige Zentimeter vom Rand eine Trockenbauwand aufstellt? Ist die Schüttung dann stabil genug?

Intuitiv hätte ich erst die Tockenbauwand in den Raum gezogen und hätte dann die Schüttung, die Holzplatte und die Estrichplatten drauf gelegt.

Ist verständlich, wie ich es meine?

Danke und viele Grüße
Barbara



Bituperl ...



... ist eine gebundene Schüttung, die nach leichtem Verdichten auch "standfest" ist. Am offenen Rand kann sie dennoch ausweichen und zu einer Absenkung der aufgesetzten TRB-Wand führen,

Das Ablängen der Trockenestrichelemente nach der Montage der Trennwand direkt an der Aussenkante ist "Huddelei" und sauber auch nicht zu bewerkstelligen.

Was spricht den dagegen, die FuBo-Konstruktion im angrenzenden Raum erst fertigzustellen, um die offene Kante der Schüttung zu schließen?