fussboden aufbau im DG aber wie?!

19.12.2003



hallo,
ich bin zur zeit am Dachgeschoss Ausbau und bin mittlerweile am Fußboden Aufbau angelangt. derzeit ist der fußboden mit Lehm ausgefacht. darüber habe ich kokosfaser streifen gelegt und darauf zum ausgleichen hölzer in der stärke 10x10cm auf die hölzer soll später Rauhspund rauf jedoch meine frage, was kann ich zwischen die hölzer füllen, es muss lediglich Schall schlucken. ich habe da an blähton gedacht, jedoch finde ich hier in meiner region keinen Anbieter der das verkauft kann mir einer nen anbieter im kreis Nienburg/weser empfehlen?! oder gar ne ganz andere nicht so kostpielige altwernative?! es darf allerdings nicht allzu viel wiegen
vielen dank im vorraus





Moin Herr Kevin,
das steht mir auch noch bevor. Ich werde Steinwolle nehmen.

MfG

U. Ehmke



Vielleicht Perlite



Hallo,
wir hatten letztes Jahr das gleiche Problem. Wir haben in den Zwischenraum eine Perliteschüttung eingebracht. Die Perliteschüttung gibt es im Baustoffhandel. Sie ist sehr leicht - ähnlich wie Styroporkügelchen. Wir haben so 2-3 Reihen Dielen auf die Lattung verlegt und dann die Schüttung daruntergestopft und verdichtet. Den Schall schluckt sie sehr gut. Hört sich zumindestens satt/dumpf an, wenn man über die Dielen geht. Einziger Nachteil - Es war leider nicht billig. Wir haben für 33 qm ca. 11 Säcke gebraucht und etwa 150 Euro bezahlt.
Viele Grüße
Inga





Obacht: Leichte Stoffe wie Blähton sind in der Regel gute Wärmedämmer, bringen aber schalltechnisch nicht viel. Schall dämmt man am besten mit Masse, dichten Stoffen. Andererseits darf so ein Aufbau im OG natürlich auch nicht bzu schwer werden (früher hat man oft Sand verwendet). Die diversen Dämmstoffhersteller bieten spezielle Schallschutzelemente an, für die es zum Teil auch Fördermittel gibt (nachwachsende Rohstoffe). Gucken Sie mal bei Pavatex oder Isover.





erstmal herzlichen dank für die mühe und die antworten!!

das blähton schalltechnisch nicht so sehr viel bringt war mir klar, ich habe ja aber jedoch darunter ja auch schn eine ca 10 cm starke lehmschicht von früher daher spielt das gewicht eine sehr große rolle..

an eine prelite schüttung habe ich auch schon nachgedacht, die ist jedoch leider zu teuer.

was ist eigentlich wenn ich 2-3 latten rauhspund raufmache und den zwischenraum dann einfch mit Stroh ausstopfe müsste das nicht auch gehen?!



Schalldämmung



Guten Tag,

das mit der Masse (Bergersches Massegesetz)ist nur eine der Möglichkeiten, den Schallschutz zu verbessern, andere sind Schallabsorption durch einen hohen Faktor der inneren Reibung (Beispiel Sandsack, der beides in sich vereinigt), man spricht hier volkstümlich und ganz richtig auch von "Schall schlucken" .Vernichtung der Schallenergie durch Phasenüberlagerung (beim Helmholtzschen Resonator) oder Anbringen ausreichend biegeweicher Schalen sind andere Möglichkeiten, baupraktisch aber nicht unbedingt tunlich. Im Fall Decke zum Boden geht also baupraktisch nur das Massegesetz und die Energieabsorption durch innere Reibung umzusetzen. Ihre Methode, Ausgleichshölzer entkoppelt aufzubringen, ist schon ganz gut. Ich würde wegen der Arbeitsersparnis jetzt den Hohlraum mit Steinfaser locker auslegen und noch einmal den Oberboden entkoppelt verlegen. Sand ist gut, wenn es das Gewicht hergibt, dann aber steril (Glühsand in Säcken). Die Lehmschicht sitzt leider an der falschen Stelle, um akustisch viel zu bringen; man könnte sie rauswerfen (vorbehaltlich Denkmalschutz), um an besserer Stelle 5 cm Sand aufzubringen, ist aber eine Schweinearbeit und wird auch so gehen.
Viel Erfolg !



Fußbodenschüttung



Hallo,
wir haben bei unserem Boden (Fachwerkhaus, Lehmdecke) Blähschiefer genommen. Das scheint ein "normaler" Baustoffhandel standardmäßig zu haben und es war preislich noch ok (hab den Preis jetzt nicht im Kopf). Weshalb ich eigendlich schreibe ist deine Bemerkung mit den Rauspundbrettern als Fußboden. Wir haben auch diese günstige Art des Fußbodenbelages gewählt, reißen diese jetzt allerdings doch wieder raus, weil sich die Bretter trotz guter Ablagerung dermaßen stark verziehen (ca. 6-8 % Feuchte bei Einbau) und es Spalte bis zu 2 cm auf einer Länge von 5 m gegeben hat. Daß Problem ist offensichtlich die Einwirkung der Heizung (verschiedene Raumtemperaturen) und die unterschiedliche Luftfeuchtigkeit (je nach Wetterlage. Die Rauspundbretter sind aus Fichte und dieses Holz arbeitet offensichtlich sehr stark da es relativ viel Feuchtigkeit aufnehmen kann. Also nicht zu "blauäugig" drangehen.

Tschau

Thomas