Fußbodenaufbau Badezimmer auf Holzbalkendecke?

02.01.2011



Hallo!
Ich möchte eines meiner Zimmer zum Badezimmer ausbauen. Der Raum ist ca. 2,5m x 3,5m groß und verfügt über eine Holzbalkendecke, die relativ gleichmäßig zu einer Raumecke hin geneigt ist (maximaler Höhenunterschied etwa 7 cm). Die abgenutzten Dielen wurden bereits entfernt. Zwischen den Balken sind kurze Bretter auf seitlich an den Balken angenagelten Latten verlegt. Darauf befindet sich eine etwa 5 cm starke intakte Lehmschicht, die den Balkenzwischenraum jeweils bis knapp an dessen Oberkante ausfüllt.

Um einen gleichmäßig tragfähigen und ebenen Untergrund für den geplanten Fliesenbelag herzustellen, habe ich heute eine Nivoperl-Schüttung direkt auf die genannte Unterkonstruktion aufgebracht (max. 8cm).
Auf einen Rieselschutz habe ich verzichtet, da der Lehm zwischen den Balken wirklich vollflächig intakt ist und keine Lücken aufweist.
Auf die Schüttung habe ich 8mm starke Weichfaserplatten ausgelegt, welche nun mit Fermacell Trockenestrich (25mm) belegt werden sollen.
Zum Verdichten habe ich eine etwa 50x100cm große Gipskarton-Platte verwendet, die ich nach und nach an allen Stellen im Raum auf den Weichfaserplatten abgelegt habe und dann ausgiebig darauf herumgelaufen bin.

So weit so gut, leider ist die Oberfläche aber etwas wellig geworden. Im unbelasteten Zustand sind zum Teil Höhenunterschiede bis etwa 5mm vorhanden...

Ich habe nun etwas Sorge, dass die Fermacell-Platten trotz Ihres Gewichts an der einen oder anderen Stelle hohl liegen werden und dann die Fliesen reißen. Schließlich werden die Platten ja nur untereinander verschraubt und daher nur durch ihr Eigengewicht auf den Boden gepresst.

Was würdet Ihr tun?
Die Schüttung nochmal penibelst abziehen?
Davon ausgehen, dass die Platten ausreichend tragfähig sind und kleine Hohlstellen überbrücken?
Verteilt sich die Schüttung vielleicht durch die Last noch etwas?
Oder soll ich lieber einen ganz anderen Aufbau wählen? Immerhin ist mir die Haltbarkeit der Fliesen letztendlich doch wichtiger als eine wirkungsvolle Trittschaldämmung.

Für ein paar Tipps und Erfahrungsberichte wäre ich sehr dankbar!

Gruß
Kilian



Besser



gleich richtig machen. Guckst du hier:
http://www.fermacell.de/de/docs/VA_Estrich_Elemente_D.pdf
MfG
dasMaurer





Genau, und hierin steht bezüglich Holzbalkendecken mit oberer Beplankung oder Einschüben:

Der Untergrund darf nicht nachgeben oder federn.

Bei tiefer gesetzten Einschüben ist der Balken mind. mit einer 10 mm dicken FERMACELL Ausgleichsschüttung zu überschütten oder das Gefach bündig bis Balkenoberkante mit FERMACELL Gebundene Schüttung zu füllen. Die Tragfähigkeit des Einschubbereiches ist statisch auf die Aufnahme der Lasten zu überprüfen.

Auf einer welligen Oberfläche mit hohlliegenden Platten hätte ich auch Bedenken. Theoretisch können Sie das so machen wie beschrieben, im Untergrund darf natürlich keine Bewegung entstehen und die Belastung des Bodens sollte nicht höher ausfallen als vom Hersteller angegeben.
Bewegungen, Federn kann durch zu gering dimensionierte Balken oder zu großen Balkenabstand entstehen, auch Auswirkungen darauf kann aus den Auflagerwänden des darunter liegenden Geschosses abgeleitet werden: Liegen die Deckenbalken auf gemauerten Wänden als Einfeldträger auf, dürfte bei 2,50 Stützweite nicht viel passieren. Handelt es sich bei den Deckenbalken um Durchlaufträger können beispielsweise Schwingungen aus einem Nachbarraum übertragen werden, was zu Hohlräumen in der Schüttung führen kann. Weil es so viele Einflussfaktoren gibt, die nicht pauschal beantwortet werden können schreibt der Hersteller auch: Der Untergrund darf nicht nachgeben oder federn.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



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