Boden Aufbau

07.03.2011



Hallo Ihr Lieben,

leider hatten wir unsere zweite Frage in einem falschen Bereich gepostet, daher ist das nun schon die dritte Frage, die wir in diesem Forum stellen dürfen :-)

Es geht um einen Bodenaufbau:

wir haben ein ca. 90 Jahre altes Haus mit schiefen Böden, d.h. der Boden ist zur Wand hin höher als in der Raummitte, teilweise sehr extrem. Ich und meine Schwester haben uns schon mehrfach beraten lassen. Oft wurde eine Farmacell SchüttungsLösung angeboten. Nun die Frage:

Braucht man diese Schüttung? Mein Vater hat damals beim Verlegen eines Dielenbodens vorab eine Holzlatte gelegt, auf der dann quer dazu die Dielen verlegt worden sind. Dies könnte man doch als Gerüst nehmen und auf diesem die Holzplatten (Spahn oder ähliches) direkt aufschrauben. Die Holzlatten für ein Gerüst lassen sich doch prima (auch von Frauenhänden :-) ) mit einer Wasserwage ausgleichen, bevor man die Platten draufschraubt?

Denken wir da zu einfach und übersehen etwas? Kann man das so machen?

Statt Schüttung kann man ja zwischen die Latten ja ein dämmendes Material legen wie man es beim Dachschrägenbau macht?

Vielen Dank für eure Antworten

Patricia



... richtig!



... das mit der Balkenunterkonstruktion ist schon machbar, und vermutlich auch so bei der Lösung mit Schüttung vergesehen gewesen! ...

Unterschied bei Verwendung einer Schüttung zur Dämmung mit z.B. Glaswolle ist, daß Erstere ebenfalls "tragende" Aufgaben übernehmen kann, sprich das Schwingen bzw. Durchbiegen der Dielen oder eines anderen Fußbodenaufbaus mindert. Wenn anstatt Schüttung ein anderes Dämmaterial verwendet werden soll, sollte dieses druckstabiel sein. Dies kann z.B. Styropor oder ein anderer Kunststoffe, Holzfaser oder aber Schaumglas sein. Ganz nach belieben. Hier oft genannt z.B. auch die Schüttung von Liapor als Alternative zu den Produkten von Xella (Fermacell) oder Knauf. Auf der Internetseite von Liapor findet man auch ein PDF mit ein paar Beispielen für mögliche Bodenaufbauten ... jeh nach Unter- und gewünschtem Oberbau.

Viel Erfolg und Gruß aus Berlin.
Stephan





Wenn der vorhandene Boden noch trägt, kommt man mit einer Schüttung einfacher zum Ziel, weil der Unterbau mit Holzlatten sehr genau ausgerichtet werden muss, was einen ziemlichen Aufwand und einen pingeligen Charakter erfordert. Die Trockenschüttung dämmt auch noch, und die Last wird flächig auf den Untergrund abgetragen.
In beiden Fällen verliert man einige Zentimeter Raumhöhe, was im Altbau oft kritisch ist, da dort die Raumhöhen meist auch so schon recht knapp sind.



Fußbodenaufbau



Bei einem Haus Baujahr um 1920 sind so große Durchbiegungen der Decke nicht normal und deuten auf Schäden hin.
Wie groß ist denn die Durchbiegung in Raummitte?
Wie groß ist das Zimmer?
Wie groß ist die Spannweite der Balken, falls es eine Holzbalkendecke ist?
Was ist darunter für ein Raum?
Wie stark schwingt die Decke (Stellen Sie sich in Raummitte und federn Sie mit den Knien, bis Sie die Eigenfrequenz der Decke gefunden haben)?

Viele Grüße



Antwort Patricia



Hallo Ihr Lieben,

erst einmal vielen Dank für die zahlreichen ANtworten. Das Haus hat glücklicherweise in den ersten beiden Etagen (EG und 1 OG) eine übergroße Raumhöhe. Lediglich im 2 OG ist die Raumhöhe knapp bemessen, aber wir vermuten fürher oder später die Deck ohnehin öffnen zu wollen, d.h. da wäre auch noch Luft. Gemessen habe ich die Durchbiegung noch nicht. Ich vermute jedoch, es handelt sich um ca. 3cm Unterschied. Genaue Angaben kann ich heute abend machen.

Liebe Grüße aus Frankfurt



Die von Euch...



...angedachte Lösung halte ich für weniger fehleranfällig, als das Arbeiten mit Schüttungen.

Aber was soll den als Nutzfläche kommen, Dielung?

Grüße

Thomas



patricia antwort



Als nutzfläche wird aus kostengründen leider nur Laminat in frage kommen und im bad eben fliessen. Eine sschüttung wiegt doch auch viel mehr. Bekommen wir dann nicht probleme mit dem gewicht?



Laminat + OSB...



...kommt i.d.R. teuerer als die billigste 28er Diele. Warum wollt Ihr klebergebundene Holzreste mit Maserungsaufdruck in Euer Haus lassen?

Grüße

Thomas



Patricia Antwort



Genau das war unser zweite Gedanke. Die Dielen haben ja schon ein paar Generationen gehalten und auf Holz laeuft es sich schoener als auf Plastik. Wir sind von dieser Idee dann wieder abgewichen, weil unser Heizungsbauer eben die Rohre im Boden verlegen moechte, da eine Verlegung unter dem Putz die Statik zu sehr angreifen wuerde.



Oh je ...



Sie brauchen (im anderen Thema, das von Ihnen eröffnet wurde, wurde es schon gesagt)

e i n e n P l a n e r

Der soll mit Ihnen und Ihrem Geldbeutel entscheiden, was bleiben kann und was raus muss, und welche Arbeiten in welcher Reihenfolge vorzusehen sind.
Dann erst, entsprechend Ihrem Kostenrahmen, werden die Handwerker beauftragt.
Sonst wird das nichts.

Wegen 3 cm Durchhang im Altbau wird keiner den Boden herausnehmen oder neu verlegen, schon gar nicht, wenn das Geld knapp ist.

Bevor man Laminat gegen Aufputz-Heizungsrohre ausspielt: Ist bekannt, wo Bauschäden sind, warum diese aufgetreten sind und was man deshalb tun muss?
Gibt es einen Plan, welche Räume wie genutzt werden sollen, ob und wo Nasszellen neu gebaut oder geändert werden, und welche Leitungen wo durch und wo hin sollen? Wasser, Abwasser, Elektrisch, Heizung?
Angestrebter Dämmungs-Standard nachher? Heizungssystem, Energieträger? Schornstein in Ordnung?
Diese Fragen müssen Sie zuerst klären; der Planer kann Sie auch (hoffentlich!) über die Vor- und Nachteile von Heizsystemen und Bodenaufbauten beraten. Falls nicht und er auf ein System schwört, ohne die Vorteile und Nachteile "wertneutral" gegeneinander abwägen zu können, nehmen Sie sich einen anderen.