Dachbodendämmung aber wie?

08.01.2012



Hallo!
Bin gerade dabei die oberste Geschossdecke meines alten Hauses zu Sanieren.Der Aufbau ist ein bisschen blöd, zwei drittel sind noch mit Lem-Strohwickel-decke und das andere Drittel(1967 angebaut)sind mit Holzfaser-platten, 5 cm luft und dann Bretter zwischen den Deckenbalken.Vorher war zwischen den Deckenbalken Lava und darauf Estrich, was aber nicht mehr existiert.Des weiteren ist die Balkenhöhe zwischen alt und neu unteerschiedlich, was ich durch aufschrauben von Dachlatten ausgleichen will.Jetzt würde ich gerne zwischen den Balken Dämmen, und zwar mit Dämmschüttung von Pavatex und dann nochmal Holzfaserdämmplatten oben drüber.Sollte ich eine Dampfbremse unter die Schüttung machen oder hat jemand eine bessere Idee?



Dampfbremse ist bei diesem....



... Aufbau nicht nötig. Wie willst Du denn den Dachboden zukünftig nutzen? - Sind die Holzdämmplatten tatsächlich die letzte Schicht nach oben hin?

Wenn auf der Bretterschalung Teerpappe oder andere, dampfdichte Schalungen liegen, dann würde ich für eine gute Querlüftung im Dachboden sorgen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Masse und Dämmstoff



Wenn die Masse ausreichend ist, reicht eine Zellulosedämmung oder eine geschüttete andere nachhaltige Naturdämmstofflösung.
Soll der Boder nachher begehbar sein?
Davon hängen dann die entsprechenden Herangehensweisen ab.

Stehe ihnen gern mit Antworten zur Verfügung.

Handwerklicher Gruß,
Udo



Hallo Daniel85



Als Hohlraumschüttung kombiniert sie Wärmedämmung und Schalldämpfung insbesondere in Geschoßdecken. kann ich immer wieder eine Hanf-Lehmschüttung empfehlen, Kein großer aufwand und keine Folien. Einfach mal anrufen ich kann dir auch gerne mehr Infos schicken
MfG die Lehmschwalbe
Ralf



Schüttung



Auf einen Rieselschutz zwischen den Gefachen würde ich nicht verzichenten, hier reicht ein Windkraftpapier aus.
Als Schüttung würde sich alternativ ThermoFill S40 (Perlite) anbieten.
Mit einer Wärmeleitgruppe von 040 bringt sie nicht nur einen vernünftigen Wärmeschutz, sondern auch (durch Materialbeschaffenheit) einen guten Schallschutz.
Als Belag einen Dielenboden oder Rauhspund.

Grüsse





Erstmal danke für die vielen und schnellen Antworten.Der Dachboden sollte später begehbar sein und als Abstellraum fungieren.Ausbau als Wohnraum ist nicht vorgesehen.Schallschutz ist mir erstmal egal.Hanf-Lehmschüttung ist ganz interessant, aber welche WLG hat die Schüttung und welche begehbaren Belag sollte man nehmen?



Materialien hin oder her



Begehbarkeit wird am besten durch eine preiswerte Rauspunddielung erreicht.
wenn masse bereits vorhanden ist, egal was es auch ist, kann nachträglich dann eine entsprechende Wärmedämmung (Zellulose, Holzfaser, Späne oder auch Hanfschäben untergeblasen werden.
Preiswerteste Lösung und schnell und ohne großen Aufwand.
Günstig wäre dann aber, dass entweder an beiden Dachseiten ein Bereich zum einblasen offen gehalten wird oder halt im Mittelbereich, der dann nachher geschlossen wird.



hallo



http://www.lehmschwalbe.de/Laden/media/docs/db_lls_200-4.pdf
vieleicht hilfreich auch zu sehen wie man mit einem von mir erwähntes Material umgeht. Einfach und schnell.
Lg
Die Lehmschwalbe



Sie sollten



nicht vergessen, dass bei dieser Massnahme die EnEv greift, also können nicht alle Dämmmaterialien verwendet werden.



????



...immer dieses Schreckgespenst "EnEV"!
Wenn es innenliegende Modernisierungsmaßnahmen sind, würde ich es außen vorlassen und nach gut dünken im Bauchgefühle zur Verbesserung bringen.



Schreckgespenst?????



Aber nur für den der nicht mit ihr umgehen kann.

Und nach gutdünken ist nich....

Fachunternehmererklärung nach §26a EnEV muss seit die EnEV 2009 gültig ist vorliegen.
ansonsten steht alles in der EnEV



Bitte nicht, er will nur dämmen



"Jetzt würde ich gerne zwischen den Balken Dämmen"
und nicht dämmen lassen, wurde geschrieben.
140 Schüttung und Holz drauf sollte reichen. Kostet aber Geld, und ob es die erwartete Heizkostenreduzierung in der Höhe der Investition ergibt, kann bei den steigenden Energiekosten keiner versprechen. Oder?
also nicht weiter streiten, bitte
einen schönen Sonntag noch
Lg die Lehmschwalbe



nochmal....



musste mich erstmal mit anderen Sachen beschäftigen.....wie würde es denn mit Steinwolle zwischen den Balken aussehen und dann osb?Reicht eine Luftschicht von 5cm zwischen Dämmung und OSB aus?Würde gerne auf eine Dampfbremse von unten Verzichten!



Kannst du ruhig tun....



....und dann nachher hier in ein paar Jahren nachfragen, warum es plötzlich schimmelt darunter oder gar noch mehr gammelt!
OSB zählt als dampfdicht!
Und Steinwolle ist kaum sorptionsfähig!
Bleib bei den Materialien, die Du in deiner jetzigen Konstruktion vorfindest und Du hast lange und ewig Sorgenfreiheit und Freude.
Holzfaserdämmstoffe und Dielung.
Oder Schüttungen aus solchen .........

Handwerklicher Gruß,
Udo



Die genannte Schimmelgefahr durch OSB



durch Udo Mühle kann ich nur bestätigen. Die OSB ist zwar nicht völlig dampfdicht, aber an dieser Stelle hat sie nichts zu suchen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de