Sanierung von historischer Balkendecke

07.03.2013 gem.collector



Ich habe in meinem ca. 200 Jahre alten Haus die historische Holzbalkendecke freigelegt (sie war zuvor mit Heraklith verkleidet).
An der Decke, zwischen den Balken ist eine ca. 4cm - 6cm dicke Lehmputzschicht, die allerdings rissig ist und bröselt. Daher würde ich nun gerne den Lehmputz entfernen. Als neuen Putzträger würde ich Streckmetall an den Zwischenbrettern befestigen und einen Kalkputz von ca. 2cm Stärke anbringen, damit die Balken noch ein wenig hervorstehen.
Für den Fußboden oberhalb der Balkendecke dachte ich an eine Rieselsperre und dann wollte ich den abgeschlagenen Lehmputz zerkleinern und als Schüttung einfüllen.

Ursprünglich bestand die Schüttung aus Schlacke, aber die
hat mein Vater vor Jahren entfernt und Perlit ohne Rieselsperre als Schüttung eingefüllt.

Klingt es nach einem guten Plan, den zerkleinerten Lehmputz als Schüttung zu verwenden oder ist davon abzuraten?
Soll ich lieber wieder das Perlit einfüllen? Es fehlt dann jedoch an Masse zur Dämpfung der Schwingungen.

Oberhalb der Wohnzimmerdecke befindet sich im ersten Stock ein ausgebautes Zimmer, dessen Beheizung nicht immer garantiert werden kann.

Was muss ich beachten, um in dem ca. 200 Jahre alten Haus alles richtig zu machen?

Freu mich auf Eure Antworten :-)





Hallo,

habe selbst noch nichts mit Lehm gemacht, aber wenn bei dem Lehmputz die sichere Verbindung zur Unterkonstruktion noch gegeben ist, dann würde ich nur versuchen, die Oberläche zu sanieren.

Vielleicht funktioniert gut nass machen und eine dünne Schicht Lehmfeinputz aufziehen.

Decken in Kalkputz sind keine ganz einfache Angelegenheit. Die vielfältigen Übergänge von Deckenputz auf die herausstehenden Deckenbalken machen sich in Lehm sicher viel besser als mit Kalkputz.

Oben, wo die Schlacke war, könnte man eine Hanf-Lehm-Dämmschüttung machen. Das wäre ein Kompromiss aus Masse und Dämmung.