Fußbodenheizung auf gebundene Schüttung?

18.03.2008


Hallo an Alle. Fragen an die Erfahrenen:
Ich möchte auf einer geschlossenen Holzbalkendecke sowohl eine Hypokaustenheizung (Heizung mit warmer Luft) als auch als back-up (falls fehlende Funktionstüchtigkeit) eine FBH aufbringen. Ich hatte mir als "Unterlage" eine gebundene Schüttung vorgestellt, z. B, Blähton/Lehm oder eine Perlite Ausgleichsschüttung. FBH kommt dann oben drauf, die Rohre für die Hypokauste sollen in die SChüttung eingearbeitet werden. 1. Geht das? Macht das Sinn?
2. Brauche ich noch eine Heizestrichlage darüber oder kann ich die Holzdielen auf einer Lattenkonstruktion direkt auf die Schüttung bringen?
3. Hat jemand gute oder schlechte Erfahrung mit gebundenen SChüttungen gemacht?
Danke für Eure Antworten im Voraus.
obi



gebundene Schüttung



Hallo, ich persönlich halte die Lösung mit der gebundenen Schüttung für prima, wo es geht. Ich habe bei mir im Haus ein Blähtonschüttung (insges. 20 cm Höhe) eingebaut. Unten kam ca. 10 - 12 cm einfach die Schüttung rein, da sind dann alle Rohre , Kabel und sonstigen Unebenheiten verschwunden. Den restlichen Aufbau habe ich gebunden durchgeführt. Darauf eine Schrenzlage, die Fußbodenheizung und dann kam schon der Estrich. Funktioniert super, bisjetzt (3 Jahre) ist auch vom Aufwand her nicht so schlimm.Probleme bei ihnen sehe ich aber beim Übergang zum Oberbelag. Wenn sie dort Luft einbauen, dann ist die Gefahr, das die Fußbodenheizung nicht richtig funktioniert, da Fußbodenheizung vorrangig über die Wärmeleitung ihre Wärmeleitung abgibt. Auch sollte dann die Dielenstärke nicht zu groß sein, wegen der Wärmedämmung des Holzes. Sinnvollerweise sollte die Heizung direkt unter dem Fußbodenbelag angebracht werden, geht zum Beispiel auch mit Wärmeleitlamellen, die es zu jeder Fußbodenheizung dazugeben sollte. Aber sowas sollte dann besser vorort geklärt werden, wenn die Gegebenheiten in Augenschein genommen werden.



gebundene Schütttung



Danke für die Antwort und die Ermutigung, Herr Wolf!
Dass ich den Bodenbelag möglichst direkt auf die Heizrohre legen muss, ist mir klar, die Lattenkonstruktion würde entsprechend konzipiert.
Noch zusätzliche Fragen: Sie haben einen Estrich verwendet. Ist das vorteilhafter? Kann ich als Estrich auch zementgebunde Platten (quasi Trocken-Heiz-Estrich) hernehmen? Dann bräuchte ich auch die Shrenzlage nicht?
Haben Sie den Blähton mit Lehm gebunden und in welcehm Mischungsverhältnis? Ginge Perlite auch?
Für die Antworten herzlichen Dank im Voraus.
obi



gebundene Schüttung



Die Scüttung (Blähton) habe ich mit Zement gebunden. Ich hatte im Vorfeld einige Versuche gemacht, bezüglich der Festigkeit, weiß aber jetzt leider nicht mehr die Mischung. Gebundene Schüttungen werden von Maxit angeboten, aber ich habe da halt einfach Zement genommen und alles im Mischer angerühert. Lehm kann man sicher auch nehmen, ist halt aber eine Zeitfrage, mit dem Trocknen.Ob Perlite dazu geeignet ist, dazu fragen Sie am besten mal beim Hersteller nach.
So wie ich das ganze eingebaut habe, wurde es mit dem Abziehen der Fläche nicht so genau genommen, da der Estrich ja die kleinen Unebebnheiten dann geschluckt hat. Wenn dann natürlich aber Platten zum Einsatz kommen, muß die Fläche dann natürlich absolut Plan sein -> mehr Aufwand, aber sicherlich schon möglich.
Aber fragen Sie damit am besten mal den Schüttungshersteller die können Ihnen damit am besten weiterhelfen, da Sie damit auch gut Erfahrung haben.



FB-Heizung



Hallo,

gebundene Schüttung finde auch ich eine geeignete Lösung für Bodenausgleichsmaßnahmen, wenn es auf Gewichtseinsparung und Wärmedämmung gleichzeitig ankommt. Zahlreiche gelungene Vorbilder belegen das. Allerdings habe ich bisher immer einen Fließestrich genommen, in den die Heizung eingebettet war, weil so ein guter Wärmeübergang vom Rohr auf die Platte möglich ist. Bei Trocken-Fußbodenheizungen, die natürlich Vorteile hinsichtlich Bauzeit haben, sollte sichergestellt sein, daß sie nicht selbstgbastelt sind sondern von einem bewährten Systemanbieter stammen.
Das wichtigste ist hierbei der möglichst widerstandsarme Wärmeübergang vom Rohr in den Fußboden.
Von einem hybriden System, besser "redundantem" System halte ich allerdings nichts. Das ist sowas wie eine Versicherung gegen das Nichtfunktionieren. Dann lieber eine Sache, und die auch richtig.

Grüße vom Niederrhein



gebundene Schüttung - Danke



Ein herzliches Dankeschön an Herrn Wolf und Herrn Beckmann. Sie beide haben mir bedenkenswerte Anregungen gegeben. Ich werde es mal mit einer gebundenen Schüttung versuchen - ob mit Blähton/Zement, Maxit oder anderen ist aber noch offen.
@ Herrn Beckmann: das Hybridsystem ist eigentlich kein richtiges. Ich experimentiere nur, ob eine Hypokauste funtioniert, bzw brauche ich ein System, dass zuverlässig mit niedrigem VL Temperaturen heizt, bis die das Experiment (die Hypokauste) richtig läuft. Also nichts für ungut, ich tüftel halt manchmal gern; aber sonst ist alles vom Profi... ;-))
Schöne Ostergrüße
K.Oduah