Fußboden im Bad

12.05.2013



Hallo in die Runde,

Derzeit bauen wir ein Fachwerkhaus in Thüringen um, das bislang kein Bad im Gebäude hatte. Daher wollen wir eines der Zimmer entsprechend umgestalten. Bislang diente es als Schlafzimmer.
Der Boden war gedielt, allerdings haben wir frisches Mehl gefunden, und der Wurm hatte sich schon gut ausgetobt- also kommen die 22mm starken Dielen raus.
Der Boden muss ziemlich schief gewesen sein, es ist ein Höhenausgleich vorgenommen worden. In der Mitte des etwa 3x3m grossen Raumes ist allerdings ein lichtes Mass zwischen den Auflagern von 980mm.
Das lustigste dabei ist die Schüttung; so was habe ich noch nie gesehen. Sand bis zur Balkenlage, dan der Ausgleich mit Kanthölzern, und dazwischen- Plastikschnipsel. Die müssen seit etwa 1971 drin liegen, scheinen aber keinen negativen Einfluss gehabt zu haben.

Mein Problem ist- was mache ich jetzt als Boden rein? Es muss was flexibles werden, denn der Boden wird sich immer bewegen, bei dem Abstand. Dielen? OSB und Aufbau (Bambusparkett, Kork, Linoleum, Vinyl [sieht klasse aus, aber Vinyl???]) Und es soll natürlich auch kein allzu dicker Aufbau werden.

Vielleicht hat jemand ne Idee?



Mein



Ratschlag, den ich hier immer wieder gebe: Ein Bad - noch dazu das einzige - gehört nicht unebdingt ins Obergeschoss.
Grund:
1. Abdichtung gegen Nässe und das Restrisiko
2. Treppen können irgendwann ein Hindernis darstellen (Knieprobleme, Rollstuhl - wer ist davor sicher ?) - und dann ???



Nicht das einzige Bad



Das ist vielleicht nicht deeutlich geworden, es wird nicht das einzige Bad, sondern ein Bad auf der Schlafebene



Eine...



...neue Dielung in 28mm Stärke, raumlang, geölt, entspräche wohl am besten dem Charakter des Hauses. Gleichzeitig ergibt sich die geringstmögliche Aufbauhöhe.

Zwischen die Balken würde ich statt Sand Blähton wie Maxit Clay geben, der bindet Wasser nur in geringem Maße.

Eine Alternative wäre OSB 25mm, auf den Balken gestoßen und in sich verklebt, und darauf Korklinoleum.

Grüße

Thomas



Hallo



ich habe TRockenestrichelemente schwimmend verlegt auf Ausgleichsschüttung verwendet. Da ist man in der Wahl des Bodenbelags recht ungebunden.

VG J. Simon



Wie wär's denn ...



... mit Thermoholz-Dielen, wasserdicht verlegt?

Einige Bilder hierzu:
http://www.thermoholz-deutschland.de/Bilder/Innenb%C3%B6den%20Massiv/Wellnessb%C3%B6den%20Feuchtraum%20Bad/index.html


i. V. Dirk Meisinger





ich empfehle auch schwimmend Trockenestrich.
Unebenheiten mit Schüttung ausgleichen und Platten schwimmend verlegt.
Im Bereich der Dusche habe ich dann natürlich noch mit Dichtgrund eine Wassersperre hergestellt.

Ist auch bereits dsas 2. Bad welches ich auf diese Weise "gebaut" habe. Das 1. Bad wird gerade vom Schwager grundsaniert und bisher sind nach 10 Jahren Nutzung keine Spätfolgen zu erkennen.

Im sonstigen Wohnbereich habe ich OSB Platten doppelt auf den Dielen verschraubt, aber Bad war mir das zu heikel :)

Übrigens auch im Obergeschosss ;)

Gruß aus Thüringen nach Thüringen!



Neu- jetzt auch mit Foto!



siehe Anhang ;o)





Scheint bis jetzt ja keine Schäden hinterlassen zu haben :)

ehrlich, ich hab als Schüttung schon viele verschiedene Dinge gesehen. Ist es nicht schädlich, lass es drin. Nur die Dämmung geht hier halt gen null.

Lass es drin und gleich mit Schüttung aus (ich nehm Fermacell oder dass billigere Äquivalent dazu) oder schaufel das Zeug komplett raus und füll auf. Aber das ist viel Arbeit und Dreck noch dazu.

Eine kleine Überraschung mehr... sieht auf jeden Fall lustig aus!

Gruß Nicole



Badfußboden



Wozu Dämmung?
Innerhalb der warmen Gebäudehülle nicht nötig.
Da das Zeug nicht stört und es wohl ein EFH ist, kann es auch drinbleiben.
Trockenestrich auf Ausgleichschüttung ist oft zu hoch und hier schon ungünstig, da die Dielen wohl rauskommen (Ausgleichsschüttung darf nur auf Dielung, OSB usw. aufgebracht werden und nicht den Einschub belasten). Fliesen heißt auf steifer OSB- Lage oder auf Trockenestrich erst eine Entkopplungsmatte, dann der Belag- wieder das Problem Bauhöhe.
Ein Alternative zu Dielen und zu PVC ist Kautschukbelag.

Viele Grüße



Fortschritt bzw. Update



was ich jetzt gemacht habe:

da die Dielung ja schon unten war, habe ich die Schüttung rausgeschippt und bin auf eine Lehmwickeldecke gestossen. Diese bestand z.T. aus Weichholzprügeln, die der Wurm recht lecker gefunden haben muss, das war eher ein Sieb...
Also auch diese rausgenommen und einen Zwischenbalken zur Spannweitenreduktion mit Balkenschuhen eingezogen. An das Holz seitlich eine Leiste geschraubt, darauf aus den noch zu verwendenden Dielen eine Schüttebene gesägt, den vorhandenen Lehm gesiebt und dann wieder als Schüttung eingebracht.
Darauf will ich dann OSB- Platten schwimmend verlegen. Dann sollte ein weiterer Aufbau kein Problem mehr sein.