Dämmung von Etagenzwischendecke

20.01.2006



Hallo,
nachdem ich nun seit Juli unser neues Heim entkerne, komme ich nun langsam dahin, nach und nach wieder Baustellen zu schließen. So habe ich nun bereits im Schlafzimmen die Dielen auf Holzbalkendecke (9/22) entfernt (waren leider nicht zu retten), habe die Sandschüttung aus der Zwischenlage entfernt, habe die Zwischenlage mit Isover Dämmatten ausgelegt und den restlichen Freiraum mit Isoself-Dämmstoffschüttung aufgefüllt. Darüber, auf den Holzbalken habe ich 22mm-Spanplatten verschraubt und darüber Laminat verlegt. Nun habe ich hier mehrfach gelesen, daß der Aufbau entweder mit einer Dampfbremse versiegelt (wäre ja nur an der Decke in dem unteren Zimmer möglich) oder mit einem gewissen Freiraum für die Hinterlüftung versehen sein sollte.
Da ich beides nicht bedacht habe nun meine Frage - Kann es da ein Problem geben? Ist es bei Zwischendecken (kein Keller, kein Dach, beide Räume beheizt) überhaupt kritisch?
Da ich noch 2 weitere Zimmer in der Art bestücken muß - wie mache ich es besser?

Schönen Dank
dk



keine Dampfbremse



nein, zwischen beheizten Räumen braucht man in der Regel keine Dampfbremse.

Aber bei der Lektüre Deiner Modernisierung tuts einem schon ziemlich weh: Alter Dielenboden raus, Sandschüttung raus, dafür Isover, Spanplatten und Laminat rein...
das mag alles fachgerecht gemacht sein, aber es tut doch ziemlich weh, wenn auf diese Weise der Charakter eines alten Hauses kaputtsaniert wird.
Ganz zu schweigen von möglichen, nicht einschätzbaren Langzeitfolgen der bauphysikalischen Veränderungen...

Besser kann man es auf unterschiedliche Weise machen, z.B. mit neuen Hobeldielen (wenn die alten wirklich nicht zu retten sind. warum eigentlich nicht?) auf der alten Balkenlage (incl. alter Schüttung, die vermutlich auch für die Schalldämmung viel geeigneter ist als jegliche Isoverdämmung)
kostenparender, ökologisch besser und gesünder.

schade, findet
jh



Diffussionsoffen


Rieselschutzvlies mit Leichtlehmschüttung (BV Battin)

Konstruktionen stets diffussionsoffen ausbilden und bei Holzbalkendecken immer eine Kombination aus Masseanteil und Dämmstoff.
Wichtig ist, daß die bestehenden oder entstehenden Zwischenräume hohlraumfrei ausgebildet werden.

fachliche Grüße
Udo Mühle



mmpfh.



Sorry, aber die Sanierungsausführung bei Dir gefällt mir auch nicht.
Wozu ist die Dämmung eigentlich darein gekommen? Wärmeschutz?
Sagt Jan schon richtig, ist innerhalb des Hauses eigentlich nicht notwendig.
Warum ist die Schüttung rausgeflogen? Das war das Gewicht, welches den Schallschutz brachte. Hoffentlich fliegen Dir unten jetzt nicht die Ohren vom Stamm, wenn oben einer drüber läuft..
Dampfbremse macht, wenn überhaupt über Feuchträumen Sinn und auf der warmen Seite, wenn auf der gegenüberliegenden ein kalter Raum liegt.
Grüße aus Leipzig
Martin Malangeri



ja ich weiß..... (jetzt)



Guten Abend,
habe ja schon meine Bedenken geäußert. Hatte mir von der Dämmung eigentlich den Schallschutz erhofft. Hatte die Schüttung nicht als Masseausgleich, sondern eher als Resteentsorgung betrachtet (außer dem Sand war noch ein relativ hoher Dachziegelanteil). Kann mich aber wenn dann erst langfristig daran machen, das wieder zu richten.

@Jan
Die alten Dielen waren hin - teilweise Morsch, teilweise so aus der Waage, daß es einen relativ großen Höhenunterschied gab. Wir sind aber dabei, die restlichen Dielen (ca. 100qm) aufzuarbeiten.
Neue Dielen wären auch mein Favorit, aber der Preisvergleich hinkt ein wenig - mußte da leider meine Prioritäten setzen.

@Jannasch
Vielen Dank für das aufschlußreiche Gespräch.

Schönen Abend
dk