Neuerwerb

12.07.2010


Hallo Gemeinde, nun haben wir gekauft!
Ich wollte uns und unser Projekt kurz vorstellen, weil es vielleicht doch später die eine oder andere Frage gibt.

Dieses Haus wollen wir zu viert + 2 Hunde bewohnen. Es ist im Calenberger Land gelegen zwischen Hannover und Deister.
Das Haus ist von 1886 und durchgehend bewohnt, es ist 'in Schuss', die Bewohner waren über die Jahre handwerklich geschickt und aktiv, es war aber wohl nicht immer Geld für eine optimale Maßnahme da. Leider wurde so auch manches verschlimmbessert (z.B. Isotapete, an einer Wand wurde wohl wegen eines Schadens an dem Gefache kurzerhand das Standerwerk und die Schwelle abgesägt und das Loch ausgemauert bzw. mit Beton vergossen). Vor ein paar Jahren kam dann der Brief vom Denkmalamt, daher sind die neuesten Fenster wieder ok., das Dach ist top, die Ölheizung ist 20 Jahre alt, der Garten ist super und gegenüber stehen weitere geschützte Gebäude, unter anderem eine Kleine Kapelle von 1735.
ich werde einfach mal ein paar Imprssionen zeigen, aber zunächst überwiegend von außen, weil die Übergabe noch etwas dauern wird





Schön, nur die Schüssel an der Wand und die Werbung am Zaun müssen ganz schnell weg!





die Werbung ist beim Nachbarn, vielleich bekommt er dort Rabatt. Die Schüssel ist von den Vorbesitzern, die wohnen dort aber noch.
So ganz genau weiß ich noch nicht, wo ich die Schüssel lassen soll, Kabel gibt's da leider nicht und der Empfang ist eher mäßig. Vielleicht kommt in eine Gartenecke ganz hinten ein kurzer Mast.

Gruß Götz



wenn wir schon dabei sind



Hallo und herzlichen Glückwunsch vorneweg.
Aber wo wir grad mit Schüssel,etc dabei sind das Vordach ist auch nicht gerade der Hammer.:-))

Schönes Anwesen. Ich frage mich nur die ganze Zeit,wieso die Dachflächen ungleich sind. Welche Geschichte birgt dieses Haus?
So etwas finde ich immer sehr interessant.
Gruß
M.Bönneken



Vielen Dank für die Grüße..



@M.Bönneken:

das Vordach ist ein Drama, darunter ist aber eine sehr schöne und gut erhaltene Tür (in beinen Bildern), so gesehen hat es seine Aufgabe erfüllt und geht bald in Ruhestand.

Ich habe mal ein Paar Zeichnungen beigefügt. Dieser Haustyp ist in unseren Breiten sehr verbreitet. Er besteht immer aus einem Wirtschaftsteil (links im ersten Bild) und einem Wohnteil.
Im eingeschossigen Wirtschaftsteil hat in der Mitte eine Diele in der die Wagen hineinfahren konnten (etwa 4 m Höhe), an der Decke gibts eine Luke auf den (Heu-)Boden. Auf beiden Seiten der Diele waren Ställe und Wirschafträume, in unserem Falle ist unter den straßenseitigen Räumen ein Keller mit Kappendecke, die gartenseitigen Räume haben z.T. eine Zwischendecke (unten Stall, oben Futter).
Im zweigeschossigen Wohnteil waren die veschiedenen Kammern (zum Schlafen) und Stuben (zum Wohnen). DAs OG hat aber nur Knapp 2m unter den Deckenbalken.
Die Küche war ursprunglich bei diesem Haustyp in der Verlängerung der Diele aber im Wohnteil gelegen (eigentlich ganz zentral) später hat man das aber anders gemacht. Wie es hier ursprünglich war kann ich nicht sagen.
Ganz früher hatten die Küchen auch keinen Abzug (weil dann durch das undichte Fachwerk ständig Kaltluft nachgezogen wurde), daher kommt der Name "Schwarzküche".
Unter Dem Dach im Wohnteil war oft (wie auch hier eine Räucher und Trockenkammer. Davon sind bei uns aber nur noch Fragmente übrig.

Gruß Götz



Bild vergrößern geht nicht



ich stelle nochmal die Zeichnungen einzeln bei meinen Bildern ein





"Ganz früher hatten die Küchen auch keinen Abzug (weil dann durch das undichte Fachwerk ständig Kaltluft nachgezogen wurde), daher kommt der Name Schwarzküche".

Glaub ich so nicht. Es gab die ganz primitiven Häuser ohne Kamin, aber da war eine offene Feuerstelle und der Rauch ging innen bis zum First hinauf.
Die Sache mit dem offenen Feuer unter dem Kamin ist so, dass es eben nur oft bis meistens den Rauch abzieht. Irgendwann ist es dann halt schwarz. Da es bei Dir offenbar eine Räucherkammer unter dem Dach hatte, war diese sicher an den Kamin angeschlossen. In einer Küche ohne Abzug kann man alles möglich machen, aber nicht mit Holz kochen.
Der Spruch kommt nicht von ungefähr:
"In einem Haus gibt es drei schlimme Dinge:
Ein Kamin, der nicht zieht, ein Dach, das nicht dicht ist, und eine böse Frau"
Guck mal in Freilichtmuseen, z.B. http://www.ballenberg.ch/ , wo Du all diese verschiedenen Heiz"systeme" anschauen kannst, oder bei http://forum.igbauernhaus.de/index.php, wo Du kompetente Leute findest, die Dir bezüglich Hausforschung weiterhelfen und auch Fachleute in Deiner Nähe nennen können.





ich hatte auch nicht sagen wollen das in einem Haus diesen Alters noch eine Schwarzküche war, in unserem ganz sicher nicht. Hier waren von Anfang an Züge eingebaut, wo die Küche ursprünglich einmal war kann ich nicht mehr sagen.

Gruß

Götz

(p.s. die IGB kenne ich)





Eine „Schwarze Küche“ war ein Raum - oft zwischen Wohnbereich und Stall gelegen - der als zentraler Kochplatz und Feuerstelle diente, häufig in Gebäuden, die von mehreren Familien bewohnt wurden. Die „Schwarzen Küchen“ finden (fanden) sich in Häusern zwischen dem 16. bis Anfang des 19. Jahrhunderts, in ärmeren Regionen auch noch später.

Bei den frühen Exemplaren wurde übrigens das Feuer auf dem Boden geschürt und die Speisen auf einem Dreibein oder im Kessel zubereitet. Oberhalb der Feuerstelle war die Decke offen (häufig gefasst von einer Lehmglocke) um den Rauch in einen darüber liegenden Raum (Räucherkammer) abziehen zu lassen. Hier hingen Rauchwaren an Stangen oder Haken an der Decke, wo er durch Ziegeln, Reet usw. entwich. Später wurden auch hier Rauchabzüge verbaut.
Bei späteren Ausführungen - etwa ab Mitte des 18. Jahrhunderts setzten sich Schornsteine durch, die in der Mitte des Hauses lagen und von mehreren der Küchen gleichzeitig benutzt wurden. Geräuchert wurde dann im Kamin. Durch die zentrale Lage im Haus waren die Räume meist fensterlos. Die Küchen - offen oder später geschlossen - waren die einzige Wärmequellen der Häuser.

Der Begriff „Schwarze Küche“ lässt sich entweder auf die Fensterlosigkeit des Raumes und/oder aber auf die Schwarzfärbung der Räume und Rauchabzüge zurückführen.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



In manchen



Haustypen wurde beispielsweise der Rauch aus der "schwarzen Kuchl" ins Vorhaus geleitet und entwich dort durch eine Öffnung in der Decke. So ist das beispielsweise in diesem westungarischen Bauernhaus aus dem 19. Jahrhundert (Freilichtmuseum Szombathely).

Übrigens gibt es hier ein Haus, in dessen Küche der zentrale Balken der Küche bei Unterkante ca. 1,50m liegt, die eigentliche Decke bei knapp 1,90m.





Hallo Götz,

herzlichen Glückwunsch zum schönen Objekt!
Mein Mann und ich haben uns am Samstag auch ein altes Fachwerkhaus angeschaut. Ich habe mich glatt verlibt in das Haus. Es ist 1887 erbaut wurden. Hat neue Fenster, eine neue Heizungsanlage, jedoch ist die Elektrizität noch auf den alten Stand. Wir wissen nicht ob wir dort die Katze im Sack kaufen. Neuer Strom ist schon klar, aber kann man sich auf das alte Mauerwerk verlassen. Wir haben da ja keine Ahnung.
Gibt es vielleicht ein Tipp, oder vielleicht etwas worauf wir genauer achten müssen?
Liebe Grüße Diana (dica911@web.de)





Hallo Diana,

ich glaube nicht, dass ich hier als guter Ratgeber auftreten kann.
Bei uns war's so, dass wir uns einige Häuser angeschaut hatten, ohne das wir speziell nach einem Fachwerkhaus gesucht hätten. Unser erster Plan war eigentlich ein 'Pfeffermühlenhhaus'.
Weil ich nicht weiß, ob der Begriff auch woanders geläufig ist, eine kurze Erklärung: Dabei handelt es sich um ein freistehendes, massives Haus mit etwa quadratischem Grundriss, in der Regel hat es ein Erdgeschoss ( anders geht's wohl auch nicht), ein Obergeschoss und ein wenigstens zum Teil ausgebautes Dachgeschoss mit Gauben. Die Dachform ist ein Zeltdach. Häufig sind dunkle Klinker ein stilbildendes Element z.B. an Rahmen, Stürzen, Treppen u.ä. Die Außenwände sind meistens verputzt. In unserer Gegend waren Pfeffermühlen häufig bessere Siedlungs- oder Stadthäuser, gebaut im ersten Drittel des 20. Jh., oder sogar noch etwas später. Deswegen gibt es auch Stilelemente, dien uns heute 'fragwürdig' erscheinen, was die Sache aber nicht trifft. Die schönsten Exemplare sind in der Jugendstil Zeit entstanden.

Ein neues Haus kam für uns eigentlich nie in Frage.
Obwohl wir seit vielen Jahren gerne mitten in der Stadt leben, hatten wir doch nach etwas mehr Ruhe gesucht.
(alle Freunde halten uns z.Zt. für blöd: "jetzt wo die Kinder groß sind wollt ihr so weit weg ziehen?". Ich hab aber noch nie Kinder kennen gelernt, die über Jahre nur im Garten spielen wollten, nicht auch ins Kino oder in die Disco oder -noch schlimmer- 'shoppen' wollen, die gleichzeitig einen Führerschein haben oder gerne morgens /mittags/abends/nachts 45 Minuten Öffis fahren. Wir habens eben anders herum gemacht.)
Nun gab's also den Tag an dem wir uns ein Haus mit viel Charme und Geschichte angesehen hatten, leider war der Keller mehr als feucht und wir waren etwas frustriert.
Das Haus, was wir jetzt gekauft haben, hatten wir am Abend 'noch mal schnell' angesehen, einmal war ich alleine aber schon dort gewesen.
Diese paar Minuten haben aber gereicht, dass wir uns einig waren. Unsere Familien stammen aus dem Emsland/Freiburg und aus dem Calenberger-Land, so dass ein gewisses Gefühl der Verbundenheit sicher eine wichtige Rolle gespielt hat.
Der erste Termin mit Makler war eine Pflichtübung, danach hatten wir zwei Sachverständige Architekten. Der eine war in der Kostenschätzung vage, aber m.E. unrealistisch (750 €/qm), der andere war sehr viel teurer (dafür hätte man das Haus abreißen und nebenan komplett neu aufbauen können)
Wir wollen aber dieses Haus an dieser Stelle erhalten und wollen aber auch nicht, dass nach 6 Monaten der Kreditrahmen halbfertig erschöpft ist.
Wir haben also den teureren gewählt und werden nun ein paar 'ergebnisoffene' Gespräche führen.
Für jemanden wie mich, der ein wenig Lokalpatriotismus hat, ist das alles mehr als spannend, zumal die Familie, die hier vorher gewohnt hat (über viele Jahre mit 4 Generationen), wohl alles gegeben hat, um das Anwesen zu erhalten.

So, jetzt hab ich ganz viel geschwafelt.
Also mein Rat:
Ohne die Liebe zum Gebäude geht es gar nicht, ohne die Knete geht es aber auch nicht. Ob die Liebe dann auch erwiedert werden könnte, muss man sich wohl in einem sehr nüchternen Moment fragen (man könnte sich z.B. auf die Bordsteinkante gegenüber der Hausbank setzen).
Eigenleistung ist eine tolle Sache, wenn man über eine lange Periode sehr viel Zeit hat. Ich glaube aber mir geht es wie vielen: Ich könnte sicher einiges, in meinem Beruf kann ich aber mehr.
Ich bin heute sicher, dass ein denkmalgeschütztes Gebäude wohl zumeist zu den teuersten Möglichkeiten gehört, Wohnraum zu erwerben, wenn man mal von den Herren Ackermann und Berlusconi absieht, trotzdem werden wir es machen.
Wenn man die Kosten drücken kann mit sachgerechter Eigenleistung oder vielen Freunden, ist das eine super Sache.

ob Dir das hilft? Liebe Grüße

Götz





Noch was zum Gebäudekauf.

Ich finde, die Tatsache, dass man nicht im Standard-Neubau-Einheitsindividualismus im Standard-Neubauquartier wohnt (Carport, Beton-Verbundstein Typ 21, Böschungsstein Typ 16, Zierrasen, Thuja, ... na ihr wisst schon), ist schon viel wert ... wenn man es will.
Was man will (in groben Zügen), sollte man vorher wissen.
Wenn man sich mit der alten Substanz nicht abfinden kann (Wände raus, Räume höher, Fenster grösser usw.), dann lohnt sich die Sache in der Regel auch finanziell nicht.
Viele Architekten haben, wie wir alle, eine konkrete Vorstellung von Mindest-Wohnkomfort, was dann auf Tips wie 'Diese Wand MUSS raus' oder 'Das Bad MUSS neu' hinausläuft.
Das entscheiden aber die Besitzer.

In der Regel sind aber nur Elektro-Installation, Wasser- und Abwasserleitungen, Heizung, Dämmung und Fenster kritisch, und mit einem alten Bad und weniger Schulden lebt es sich meiner Meinung nach auch ganz gut. Aber, wie gesagt, man sollte sich hierin grundsätzlich einig sein. Wenn Frau eine programmierbare Wellness-Zone wünscht und drei Wochen Malediven braucht, Mann aber erst ans Bad und an Urlaub denken will, wenn der Garten fertig ist, dann leidet die Partnerschaft, und das ist kein Altbau-Schnäppchen wert.

Eigenleistung sollte nicht etwas sein, was man nicht mag, aber aus Kostengründen muss.
In Sachen Eigenleistung können auch Laien viel, und zwar hauptsächlich dort, wo heikle Handarbeit anfällt, also z.B. beim Verlegen von Elektro-Leerrohren in zu erhaltender Altbausubstanz. Das sind auch Dinge, an welchen die Handwerker nicht so sehr interessiert sind. Wenn es hingegen darum geht, 70 Quadratmeter Unterboden zu verlegen, dann dürfte eine Akkord-Truppe, die das seit 20 Jahren macht und alle Tricks kennt, die bessere Wahl sein.

Woraus folgt, dass man nach dem Ankauf des alten Hauses noch nicht pleite sein sollte.





das ist sicher richtig.

Über die Wellness Oase müssen wir gar nicht reden.
Die Ziele über die man verhandeln muss, sind häufig viel kleiner. Sollen die Kabel 'raus, die vor 14 Jahren neu gemacht worden sind ("das macht man eigentlich immer"), soll ins Bad im OG ein Betonfußboden, oder kann man sich einen Holzfußboden im Bad vorstellen (Hauptsache die Balken unter dem 70er Jahre Fliesenboden noch da!), soll's mehr ein Museum werden, soll's ein moderner Kern in einer historischen Schale werden, oder will man die Vita des Gebäudes fortsetzen. Was kann ich für die ganze Mühe bzw. das ganze Geld erwarten. Bekomme ich vielleicht mehr, wenn ich neu baue, das ist gar nicht so unwahrscheinlich.
Wenn ich die Summe sehe, die in der vorläufigen Kostenschätzung steht, wäre ich vielleicht gar nicht auf die Idee gekommen, nach einem solchen Haus zu suchen. Jetzt, wo die Sache festgeklopft ist, kann mich mir aber auch nichts anderes mehr vorstellen.
Ich glaube, da gibt's keine festen Regeln und keine DIN, Gott sei Dank. Dafür gibt's aber auch den Denkmalschutz. Bei uns ist der Denkmaschutz aber kein Hemmnis. Ich glaube, wenn man sich ohne Mühe vorstellen kann, das man dort wohnen kann, ohne dass die Bude ganz anders ausssieht, ist viel gewonnen. Wenn nicht, muss man gut überlegen.





Bei der Elektro-Installation ist es halt so, dass man deinstallieren muss, wenn sich irgend etwas ändert (Steckdose versetzen reicht schon). Deswegen lohnt es sich in der Regel nicht, auf bestehende Leitungen Rücksicht zu nehmen. Zudem sind im Altbau die Installationen oft "gewachsen", d.h. unübersichtlich, ganz verschieden alt und oft auch unlogisch.
Es lohnt sich, sich hier ausführlichst Gedanken über die nachherige Nutzung der Räume zu machen und genug Leerdosen für Steckdosen vorzusehen. Dazu muss man aber die Nutzung und Einrichtung des fertigen Wohnraums schon ziemlich genau kennen.
Vor Beginn der Arbeiten sollte bis ins Detail bekannt sein, wo die Hausverteilzentrale ist, wie der Strom da hinkommt, wo die Hauptleitungen durchgehen (ein Steigkanal bis hinauf in den Dachboden wäre sehr gut), welche Räume und Geräte am gleichen Stromkreis hängen sollen, wo Wechselschalter und geschaltete Dosen notwendig sind, ob und wo man eine Drehstromsteckdose benötigt und so weiter. Dann kann man selbst je nach Fortschritt der Arbeiten Lerrohre verlegen und das Ganze zum Schluss vom Elektriker verdrahten lassen.
Wenn man vor Beginn der Umbauarbeiten die Elektroplanung fertig hat und einige Umwege der Kabelführung in Kauf nimmt, kann man so manche Leitung verschwinden lassen, die sonst aufputz wäre, z.B. bei der Ausmauerung von Fachwerk.



Tja



14 Jahre ist für eine Elektroinstallation kein Alter, nur bräuchte man i.A. einen Röntgenblick, um zu beurteilen ob die Leitungen ordentlich verlegt sind. Wenn einem aber nicht gerade aus den Dosen schon der ärgste Murks entgegenquillt kann man einiges hoffen.

Eine gute Bekannte von mir hat letztens eine Eigentumswohnung aus den späten 1950ern erworben, da ist es im Endeffekt auf eine komplette Erneuerung der Installation unter teilweiser Weiternutzung der alten Rohre hinausgelaufen. Prinzipiell war die alte Anlage noch ok, es gab aber nirgends Schutzleiter, und man hätte sehr gründlich nach zweifelhaften Erweiterungen suchen müssen, es gab regelmäßig Leitungen, die im Rohr oder gar mittn in der Wand einfach russisch gestückelt waren.

Alarmzeichen sind: Leitungen die unterwegs Typ und/oder Farbe wechseln (bei Adern im Rohr z.B. wenn auf der einen Seite braun und blau im Rohr verschwindet und am anderen kommt zweimal schwarz raus, oder am einen Ende geht Stegleitung weg, am anderen kommen Einzeladern in Rohr an), Anlagenteile ohne Schutzleiter, gelbgrüne Adern (Ader = einzelner Draht, Summe ergibt eine Leitung oder ein Kabel) die für andere Zwecke mißbraucht werden, angeschmorte Leitungen, etc.