Untergrund für Pflaster im Innenbereich




Hallo liebes Forum,
momentan habe ich in unserem 200 Jahre alten Bauernhaus die alten Dielenböden entfernt ( da durch Feuchtigkeit schadhaft) und ausgekoffert.
Fundamente bestehen aus Sandstein, dann Ziegelmauern.
Unter dem Haus befinden sich ein Gewölbekeller mit Quelle sowie noch eine weitere, mit Sandstein eingefasste, enorm starke Quelle ( ca. 2000 Liter pro Stunde ).
Da in diesem Teil des Hauses ein Gästebad, sowie Küche und Eingangsbereich liegen, würden wir diesen Teil nur mit Sandstein oder Granitplatten pflastern. In der anderen Erdgeschosshälfte habe ich 30cm Kalkschotter unter Dielenboden.
Hat schon jemand Erfahrung mit Pflastern im Innenbereich ohne Beton bei feuchtem Untergrund?
Ich bin mir nicht sicher, ob ich Schotter oder Kies verwenden soll, unter dem Splitt.
Ginge evtl. auch Naturstein im Kalkbettmörtel?
Ein normales Pflasterbett mit Sandanteil kommt hier wohl nicht in Frage, da mit permanter aufsteigender Feuchtigkeit zu rechnen ist.
Vielen Dank im voraus und Grüsse sendet Thomas Steiner



Schotter



Hallo Thomas,

Sie verwenden am besten Schotter als kapillarbrechende Schicht, also Natursteinbruch nicht kleiner als 32mm.

Keinen Kies, da der rundere Kies mehr Wasser hält als der eckige Schotter.

Den dann gut verdichten und ein Geotextil-Vlies drauf, damit Ihnen der Splitt nicht wegrieselt.

Die Granitplatten können Sie auch in feinen Splitt legen und falls gewünscht, oben verfugen.

Alles Gute



Schaumglasschotter...



ist hier eine Überlegung wert, wenn auch die Wärmedämmung eine Rolle spielt. Denn dieser dient zum einem als kappilarbrechende Schicht, hat aber eine bessere Wärmedämmung als z.B. Basaltschotter. Wie schon beschrieben, das ganze verdichten, Geotextilvlies, Feinplanum und gewünschter Belag.
Viele Grüße vom Edersee



kann man sagen, woher ..



... die Feuchtebelastung kommt?
Wie schauen die Wände und Fundamente aus
evtl sollte man da geeignete Massnahmen ergreifen bevor man den Fussboden in Angriff nimmt ...
m.E. ist Geotevtil nicht notwendig, wenn man die Schotter, Spltt und Rieselschicht sorgfältig ausführt .. das gleiche würde mit einem Kalkestrich oder Kalkmörtelbett auch funktionieren - Luftkalk - kein Trasskalk etc.
Meine Meinung über Fußbodendämmung kann man in meinen Beiträgen lesen ...

viel Erfolg

FK



Hallo liebes Forum,



vielen Dank für die schnellen und sehr hilfreichen Antworten. Die Feuchtigkeit kam nur durch den aufgebrachten Gipsputz der inzwischen entfernt wurde, sowie durch unsachgemässe betoniererei bis zu den Fundamenten. Trocknet inzwischen alles gut ab. Nochmals Danke und Grüsse an Alle sendet Thomas Steiner



Hallo Thomas



entschuldige die Zwischenfrage! Hast du mal einen Fachmann gefragt ob bei 2000 l/h die Quelle als "Wärmelieferant" für eine Wärmepumpe geht? Dann könntest du jetzt vielleicht schon die Rohre und Kabel durch die Kellerdecke mit vorbereiten! Bevor du dich dann später ärgerst.

Gruß Marko



Hallo Marko,



vielen Dank für den Hinweis. Unser Haus ist fast 400qm gross. ( hätten wir gerne ein bisschen kleiner! ) Wir bräuchten etwa 6-8cbm Wasser pro Stunde um es komplett zu heizen. Momentan bauen wir eine Scheitholzkessel Heizung ein mit Pufferspeicher für Solar und Wärmepumpe. Eine Wärmepumpe ist noch teuerer als der ganze Heizkessel. (über 10000 Euro). Mal schauen vielleicht rüsten wir später mal eine Pumpe nach, da wir eh die Waschmaschine, WC usw. an den Brunnen anschliessen. Viele Grüsse sendet Thomas