Auch 2006 vom Schornsteinfeger abkassiert.

11.03.2007



Auch 2006 vom Schornsteinfeger abkassiert.

Wieder habe ich eine Schornsteinfeger-Rechnung (70 Euro) bezahlt, ein Horror. Weder meine Erdgasheizung noch ich benötigen einen Schornsteinfeger.

Viele Ingenieure und Naturwissenschaftler schütteln nur mehr den Kopf, wenn sie an das mittelalterliche Handwerk mit dem Monopol aus dem Jahre 1935 denken.

Deutliche Worte spricht Herr Herfurth, Dipl.- Ing., Sachverständiger: "Wo keine Feuergefahr (die ein Schornsteinfeger verhindern könnte) besteht, wie z. B. bei modernen Öl- oder Gas- Feuerstätten, braucht ein Schornsteinfeger auch nicht für Feuersicherheit zu sorgen." Herr Dr. Luther, Dipl. Physiker, machte folgenden Vorschlag in der Verbandszeitung der Ingenieure: "Die Messungen nach 1.BImSchV werden aufgegeben oder zumindest stark zurückgefahren."

Dr. Dr. Horst Poller von Haus & Grund nennt die Schornsteinfeger ein Symbol für nutzlose Beschäftigung, ein Symbol für Monopolisten und ein Symbol für Lobbyisten.

Dem kann ich mich aus fachlicher Sicht nur anschließen.

Joachim Datko
Ingenieur, Physiker

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Passt dieser Artikel zu



- anderweitig inakzeptabel
- Unfug oder
- unsinnig

gemäß den Forumsregeln?



Ich denke mal



wir sollten das als Meinung hinnehmen! Mit deutschen Behörden wird er da sowieso nicht weiter kommen. Wenn dann hat er nur beim EuGH eine Chance. Ein Vorschrift bleibt für einen Beamten eine Vorschrift egal ob sinnvoll bzw. richtig oder nicht! Wenn dann kann da nur der Gesetzgeber etwas tun und nicht die Beamten. Die sind für die m.E. vollkommen richtig erkannten Probleme nicht die richtigen "Prügelknaben".

Gruß Marko



Ups,



wenn es etwas weniger polemisch geschrieben wäre, könnte man durchaus mal über Sinn und Unsinn einzelner Tätigkeitsbereiche und dem Zusammenhang zwischen einem "unabhängigen" Schornsteinfeger und dem Heizungsbauer - welcher subjektiv fair der sozialen Marktwirtschaft verpflichtet - meine Heizung eingebaut hat, diskutieren ;-). Aber da ist mir doch zuviel "Haut den Lukas" dabei.

Noch lieber würde ich mal über die Definition von "Eine faire, soziale Marktwirtschaft" diskutieren, aber sowohl das Schornsteinfegermonopol, wie auch verhaltens-, sozialpsychologische Aspekte (fair) der (sozialen) Marktwirtschaft sind auf Fachwerk.de nicht wirklich richtig einsortiert.


MfG
Hartmut Stöpler



es gab mal eine zeit,



da galt der schwarze mann als glücksbringer. ich muss ihn immer noch anfassen, wenn ich einen sehe. dafür finde ich 70 euro aller zwei jahre nicht zuviel, das spende ich gern.
schuhe machen auch glücklich, sind aber mittlerweile zum teil viel teurer, also stimmt das preis-leistungsverhältnis auch irgendwie. :-)))



Zwei Fliegen ...



Kauf dem Schornsteinfeger die Schuhe ab ;-).



Na ja 70 Euro alle 2 Jahre



wäre ja auch i.O.! Aber bei mir 2 Kamine und 2 Heizungen so ein Stundenlohn will ich auch. Und dafür kommt er auch 2-mal. Was heißt hier kommt; wenn er den Schornstein kehrt sehe ich ihn nie. Er geht gleich über die Dächer der Reihenhäuser und kehrt alle. Habe ich auch nichts dagegen. Aber den Ruß unten am Schornstein kann ich selbst raus machen! Soll angeblich mit seine Aufgabe sein und auch in der "Gebühr" inbegriffen sein??? Trotzdem ist er ein netter Kerl und ich fühl mich von ihm auch immer gut beraten wenn ich Fragen habe. Deshalb sei ihm der das Geld gegönnt.

Aber zur Ausdrucksweise von Herrn Datko; da solltet ihr erstmal seine Webseite sehen. Der Mensch muss ein Wut im Bauch haben! Das ist bestimmt nicht gut für den Blutdruck!

Und Hartmut hat wiedermal recht! In Fachwerk.de gehört sowas eigentlich nicht.

Gruß Marko



Schornsteinfeger



Ich sehe immermal wieder gern in dieses Forum, da es sachlich informativ ist.
Habe auch hin und wieder selbst Antworten auf Fragen gegeben.
Doch dieser Beitrag ist weiter nichts, als eie Platform nutzen für unsachliche Aufwiegelei.
Ob eine neutrale Kontrolle Sinn macht, sieht man schon an einen Beispiel: CO-Vergiftungen
Deutschland: 5 Tote bei 80 Mio. Einwohnern
Luxemburg : 4 Tote bei 0,4 Mio. Einwohnern.
Im übrigen beführworten selbst die Heizgerätehersteller die Überprüfung durch das Schornsteinfegerhandwerk.
Nur weil Schornsteinfeger in festgelegten Kehrbezirken arbeiten, sie als Monopolisten zu bezeichnen ist schlichtweg falsch. Die Kehrbezirke machen eine Flächendeckende Überprüfung erst möglich. Und Monopolisten bestimmen selber ihren Preiß. Die Schornsteinfeger bekommen die Gebühren von der jeweiligen Landesregierung vorgegeben.
Ist jemand mal mit einer Arbeit seines Schornsteinfegers nicht zufrieden, dann spechen Sie Ihn doch sachlich darauf an. (z.B. Ruß raus nehmen) Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieser nicht darauf eingeht. Anderenfalls kümmert sich die Innung darum.



Ich hatte mich auch schon öfters mal gefragt...



Der Beitrag ist natürlich polemisch, was nicht heißt, dass man über das ein oder andere diskutieren kann.

Ich frage mich natürlich, warum ich bei abgeschlossenem Wartungsvertrag für mein Brennwertgerät (der viel mehr beinhaltet, als der Schwarze Mann so kontrolliert) noch den schwarzen Mann noch ranlassen muss. Früher gab's auch nur TÜV, heute gibt's auch Dekra (was auch noch zu wenig Wettbewerb ist) - beim Tüv wird man dafür heute zuvorkommender behandelt als früher - mir wäre es schon recht, wenn ich mir meinen Schornsteinfeger aussuchen könnte, die wären dann garantiert nicht so grantig, wie ich es mehrfach erleben mußte.

Innerhalb von 4 Jahren hatte man es mit 4 unterschiedlichen zu tun. Der aktuelle hat erst mal eine Mängelbericht über 3 Positionen geschrieben (fehlende Lüftungsklappe, die Anlage wurde nach Buderusschema ohne Klappe aufgebaut, mein Installateur weiss auch nicht warum die jetzt rein soll). Wohl gemerkt: ein Vorgänger hatte die Anlage abgenommen. Entweder waren das vorher alle Taugenichtse oder er nimmt zu genau - ich weiss es nicht.



Tobias, da hast du recht.



Man muss sich ihn aussuchen können. Es gibt überall gute und schlechte Fachmänner. Wenn man der Logik von Herrn Simon folgt müsste schleunigst der Gebietszahnarzt, der Gebietselektriker(wie viel Menschen sind den schon an einem Stromschlag gestorben) oder die Gebietsfachwerkstätten der verschiedenen Automarken usw.eingeführt werden.

Ich bin mit meinem zufrieden. Und wenn es dann neue Kehrbezirke gibt kommt ein anderer. Warum - mein alter kennt doch mein Haus/Heizung am besten. Gegen eine Überprüfungs-/Kehrpflicht bin ich überhaupt nicht sogar dafür. Ich möchte nur mir einen guten Schornsteinfeger selbst aussuchen und nicht einen mir zuteilen lassen. Denn auch die weniger guten bekommen doch wohl Kehrbezirke. Und nur weil man mal eine Meisterprüfung bestanden hat muss man noch lange nicht gut sein! Ich kenne z.B. einen Kfz-Meister der hat mir(selbst gelernter Kfz-Mechaniker, wusste er aber nicht) mal so einen Unsinn erzählt. Also den würde ich an mein Auto nicht ran lassen.

Ich denke mal, um den Monolog langsam zu beenden, dass ohne Kehrbezirke die guten und fleißigen Schornsteinfeger sogar besser verdienen könnten. Die anderen halt dann weniger. Ist halt Markt- und nicht Planwirtschaft.

Gruß Marko



Hatten vor kurzem ähnliche Debatte..



und habe da nun auch noch folgenede weitere Anmerkungen.
Was gehört eigentlich alles in die Aufgabenbereiche des jeweils amtierenden (aktiven) Schornsteinfegers, wenn er z.B. wie in meinem Fall, eine Ölheizungsanlage mit Abgasrohr in die Jahresprüfung und Abrechnungsgrundlage nimmt?
Also Messen, Kehren des Schornsteines, Abgasrohrreinigung vom Kessel in den Schornstein, Kondensatschalenreinigung und die Mitnahme der Rußabfälle?
Oder sehe ich dies falsch, denn bei mir muß er angeblich nicht einmal mehr in die Nähe des Kessels, er mißt angleich gleich auf dem Dach die Werte aus!!
Ist dies eigentlich fachlich so okay?
Mir erscheint dies so, als ob Rauchgas auch einfach von der Grundstücksgrenze begutachtet werden könnte.
Über fachliche Komplettinfo's wäre ich dazu sehr erfreut, um meinem "Schwarzen Mann" einfach einmal den Beitrag zu kürzen, wenn er nicht komplett seine Leistung erfüllt.

Grüße zum Thema
Udo