Versotteter Kamin- Gründe?

05.12.2010



Hallo zusammen,

Ich weiss es gibt schon viele Beiträge zu versotteten Kaminen, habe jedoch noch keine ausreichenden Infos für uns gefunden.
Folgendes:
Seit 3 Wintern wohnen wir in diesem Resthof mit 2 Schornsteinen. Ein Schornstein ist verrohrt und fast ok, der andere ist nicht verrohrt und sottet mal und mal nicht.
Er wurde im ersten Winter von uns nicht benutzt, nur von einer Mieterin und da dachten wir, die Versottung kommt deswegen, weil sie mit Kohlen heizt und den Ofen immer zu niedrig mit wenig Luft hat brennen lassen (bestätigte auch der Schornsteinfeger).
Dann kam ein Wechsel und jetzt hängen zwei Kaminöfen an dem Schornstein, die mit sehr gut abgelagertem Buchen- u.a. Hartholz befeuert werden. Meistens läuft nur der eine und der hat jetzt diesen Winter ein längeres Ofenrohr durch das Zimmer bekommen, die Luft kommt also kälter im Schornstein an, als letzten Winter.
Im zweiten Winter war dann kaum Versottspuren festzustellen und wir dachten schon das Problem wäre gelöst..
Heute (3. Winter) entdecken wir durch Zufall, dass der Schornstein auf dem Dachboden tropft wie blöd und richtig viel dicke zähe schwarze Brühe runterläuft. (Es hat heute getaut) und zwar an drei Seiten des Schronsteines.
Er ist im Dachboden nicht gedämmt und im oberen Dachboden auch nur z.T. vermörtelt.
1. Frage: Gründe???
2. Frage: Akute Nothilfe? Weil die Lehmdecke auf die das Zeug läuft sifft irgendwann nach unten durch...
3. Frage: wir haben im 1. Winter zwei verschiedene Infos bekommen (von 2 verschiedenen Schornsteinfegern): der eine sagte am Dachboden einpacken mit Mineralwolle. Der andere sagte Putz abschlagen und über den Sommer austrocknen lassen.
Da es lange nicht so schlimm war wie jetzt und wir dachten es erledigt sich evtl. mit einer anderen Befeuerung haben wir bisher beides nicht gemacht.

Hier im Forum habe ich irgendow gelesen, dass es auch am Schornsteinkopf liegen kann?

Wie alt der Schornstein ist kann ich leider nciht sagen.

Bin dankbar für Infos und Erfahrungen von euch.

Grüße, Katrin





Hallo
Hatten das Problem mit Glanzruß im Dachbodenbereich .
Habe dort eine Reinigungsklappe und dort mal die Temperatur gemessen . Unter 60° . Dadurch fing es an im Zug zu kondensieren . Habe den Zug ausschlagen lassen und dann mit etwas mehr Dampf geheizt . Ausserdem ein Lattengerüsst um den Zug im Dachbodenbereich gebaut , welcher keine Verbindung mit dem gemauerten Schornstein haben darf . Diese "Gefache" dann mit 200er Mineralwolle gedämmt . Danach habe ich im Dachbodenbereich eine Temperatur von ca 90° bekommen und es setzt sich nichts mehr ab .
Bei Ihnen scheint die Temperatur also auch zu niedrig sein . Ich würde den SF nochmals drauf ansprechen und auf die kostengünstige Dämmung des Schornteines ansprechen . Rohr einziehen usw kam bei uns wegen den extrem hohen Kosten nicht in Frage . Die genauen Gründe liegen eben an der Aussentemperatur , dem Brennmaterial und der Zuluft beim Heizen . Kleine Unterschiede koennen jeden Winter andere Symptome zeigen ....
Gruss



Ich glaube



einer der Gründe ist das früher die Kamine immer rauchten Sommer wie Winter.Zum heizen und kochen.Mit Koks oder Kohle.
Die Temp. waren auch viel höher und der Zug kühlte nie aus.
Bei mir war es genau so.Der Putz wurde abgeschlagen dann mit Sanierputz den Kamin wieder geputzt.
Mit Rücksprache ( schwarzer Mann ) hab ich den Kamin mit Fassadendämmung von Rockwoll eingepackt.
Letztes Jahr bei -18° hat er den Test bestanden.
Bis jetzt ist Ruhe.



Ursache



der Versottung ist immer Kondensatanfall aus den Rauchgasen. Für die Ursache des Kondensatanfalls wurden schon einige Gründe genannt.
Jetzt sollte überprüft werden, welche Massnahmen sinnvoll sind. Bei alten Schornsteinen wurde Kalkmörtel eingesetzt, der durch die Einwirkung des Kondensats zerstört wird, damit ist die Standsicherheit nicht mehr gegeben. Hier hilft nur abtragen des geschädigten Mauerwerks und ersetzen. Und dann erst dämmen, um den Kondensatanfall drastisch zu reduzieren. Der Schornsteinkopf ist nur die Verlängerung des Schornsteins im Aussenbereich. Da ist es noch etwas kälter und somit ergibt sich hier ein verstärkter Kondensatanfall. Als alleinige Ursache ist das aber nicht ausreichend.
MfG
dasMaurer



Danke-2.Versuch



Hallo zusammen,
Habe heute mittag schon mal geschrieben, aber irgendwie ist der Beitrag nicht erschienen...
Erst einmal Danke für eure schnellen Antworten!
Das mit der Temperatur messen oben auf dem Dachboden werden wir auch machen-heisst das eine "Nicht-Versott-Temperatur" wäre ab 90 Grad oder geht auch weniger, oder ist das je nach Kamin und Höhe etc. anders?
Gut zu wissen, dass das Einpacken auf dem Dachboden bei euch geholfen hat. Die Mineralwolle darf aber schon direkt an den Schornstein dran oder, eigentlich ist die doch nicht brennbar..?
Morgen kommt jetzt der Schornsteinfeger und schaut es sich an, bin gespannt was er sagt.
Wann macht es denn keinen Sinn mehr und der Schornstein muss abgerissen werden? (das mit den Mauerfugen und der Stabilität schauen wir uns morgen mit dem Schorni genauer an).
Wir haben echt Sorge, dass der Schornstein zu stark versottet ist, um ihn zu erhalten, aber vielleicht ist es auch nur unwissende Panik.
Manchmal können einem die Baustellen echt über den Kopf wachsen...gerade denkste jetzt ist mal Ruhe über den Winter und dann das nächste Dilemma.
nun denn...
schönen Abend noch und Danke nochmal!
Ich schreibe noch mal was der Schorni gesagt hat.



Antwort Bezirksschornsteinfeger



Hallo,
So der Schroni war mittlerweile da und hat nachdem er den Schornstein von aussen gesehen hat erst gesagt der muss zum Teil abgerissen und neu aufgemauert werden. Dann hat er reingeschaut und meinte so nass ist er nicht, wir sollen im Sommer Putz abschlagen und unten die Reinigungsklapp auf und durchziehen lassen. In dem jetzigen Zusatnd auf dem Dachboden einpacken nützt nichts, weil dann die Feuchtigkeit, die jetzt drin ist nicht abtrocknen kann. Erst duchtrocknen lassen im Sommer und dann einpacken auf dem Dachboden.
Mal sehen, ob´s hilft.
Leider sottet es so lange weiter.

LG Katrin



Einen



Schornstein wiederherzustellen, ist vom finanziellen Aufwand nicht so ein Riesenproblem, viel wichtiger ist es, einen Maurer zu finden, der sowas noch kann.
MfG
dasMaurer



Neuen Kamin mauern



Hallo,
Das ist eine neue Information, der Schorni meinte das kostet 10 000 €, und die haben wir definitiv nicht übrig...

LG Katrin



Naja,



mit ein bisschen Anstrengung kann man das durchaus ausgeben;-)).
Einzügiger Schornstein im DG, zusammenführen mit vorhandenem Schornstein und Schornsteinkopf zweizügig, ohne Material und mit tatkräftiger Unterstützung des Bauherrn keine 1500,00 €.
MfG
dasMaurer