Schornstein sanieren

03.07.2014 Anna



Hallo, wir haben eine Hofreite von etwa 1620. gerade wird alles saniert und modernisiert. Unter anderem soll auch ein besonderer Schornstein saniert werden. Man muss ihn sich so vorstellen : es gibt zwei Züge beide gehen durchs Haus, ein Zug ist schon im Gebrauch für einen Kachelofen, der andere soll nun auch einen Kachelofen bekommen. Die beiden Züge Treffen im Dachgeschoss aufeinander, vereinigen sich und sind die letzten drei Meter eins. Sieht im Prinzip aus wie Beine, mit leicht auseinander gedrückten Knien. Nun muss der Schornstein saniert werden, d.h. Wir müssen die Biegungen irgendwie überwinden. Wir heizen mit Holz und haben einen Holzvergaserkessel. Ist Schiedel Dreh Fix eine Lösung ?



Schornsteinsanierung



Ich glaube nicht, dass es irgendwie technisch wie finanziell eine vertretbare Lösung gibt, die bei dieser „Hosensituation“ ein metallisches Innenrohr als Sanierungsoption erlaubt, egal ob da gesteckt oder geschraubt wird, egal ob Schiedel oder sonstwer. Ohne mehrfachen Öffnens des und auch der bestehenden Schachts/Schächte wird da nix gehen, Sonderanfertigungen auf vorhandene Neigungen sind zwar prinzipiell machbar, aber teuer.

Sinnvoller erscheint mir das Ändern auf zwei komplett getrennte Züge, dann beide senkrecht, ohne die „Hose“ also... möglicherweise auch der Verzicht auf einen Zug, Abgasführung dann im Haus. Natürlich gibt es dann Änderungen bei der Dachdeckung.
„Ausschleudern“ ist bei den baulichen Voraussetzungen wohl keine Option.

Erster Ansprechpartner ist der Man-In-Black, der Schornsteinfeger...





Bei einem Gebäude aus dem Jahr 1620 stellt sich mir zunächst die Frage nach dem Denkmalschutz?

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer





warum muss der alte Zug denn saniert werden?

Wenn man tatsächlich heizt (und nicht nur kokelt) produziert ein Kachelofen doch ausreichend heisse Abgase, so dass Kondensat (wie bei einer NT-Heizung) eigentlich kein Problem sein sollte.

Der Frage ist allerdings nicht eindeutig zu entnehmen, ob es sich neben dem Kachelofen, der bereits in Betrieb ist, um einen zweiten Kachelofen (ohne "Brennwert") oder einen Holzvergaserkessel (ggf. mit "Brennwert") handelt.

Im zweiten Falle würde ich einen weiteren Zug bauen. Bei den modernen Brennwert Kesseln (zumindest bei Gas) reicht dafür sogar ein Plasikrohr.

Entscheidend dürfte die Angabe des Herstellers sein.

gruß GE



Sind



oben zwei Züge parallel in einer gemeinsamen Ummauerung oder vereinigen sich die wirklich? Eventuell herrscht hier nur eine Begriffsverwirrung.