Schornsteinsanierung

12.05.2013 DerUnwissende



Hallo,

ich hätte eine Frage an die Bauexperten hier im Forum.
Ich habe vor kurzem unseren Schornstein, bei dem schon der Putz runtergekommen ist, mit Blech einkleiden lassen.
Als ich das Angebot von der Firma einholte, sagte mir der Unternehmer er müsse schauen, ob der Schornstein selbst noch in Ordnung ist. Wenn ja, dann werden sie die Stellen ausbessern, ansonsten müsse ein neuer Schornstein her. Nun gut das Angebot kam, leider ist es mir nicht aufgefallen das nichts vom Verputzen drin stand. Es stand lediglich drin, dass der Schornstein erneuert werden muss, falls er zu arg beschädigt ist. Habe den Unternehmer nach der Angebotsannahme dann nochmal angerufen und gefragt, ob sie die Stellen denn auch ausbessern werden, da meinte er nur davon sei nie die Rede gewesen, außerdem brauche man das nicht, da man bei neuen Schornsteinen nie verputze. Naja ich habs mal so stehen lassen, da davon leider nichts im Vertrag stand und ichs auch nicht bemerkt habe. Außerdem standen die Arbeiten noch an und ich wollte ihn jetzt auch nicht verärgern. Nun meine Frage, hätte man die Stellen an denen der Putz abgeplatzt ist ausbessern sollen oder macht das keinen Unterschied? Es ist halt ein komisches Gefühl, wenn man weiß das unter dem Blech der Schornstein so aussieht.
Ich wäre für jede Information dankbar.



Hallo Unwissende,



hört sich so an, als hätten Sie und der Unternehmer aneinander vorbeigeredet.
Dem Unternehmer ging es um die Grundsubstanz des Schornsteines (Steine,Fugen,Betonkranz)und Ihnen wohl ehr um den mehr oder weniger wegen der Optik aufgebrachten und geschädigten Putzes.
Man hätte den Putz ausbessern können, aber wofür?
Es wären dadurch nur Mehrkosten für den Auftraggeber(also Sie) entstanden.
Die Schutzfunktion des Putzes vor Wettereinflüssen übernimmt ja jetzt das neue Blech.

Ich hätte eventl. sogar den gesamten Putz vor der Neubekleidung abgenommen und die Fugen wenn nötig neu verfugt, so das der Schornstein abtrocknen kann bzw. später kein weiterer Putz hinter die Schalung /Blechverkleidung rieselt und die Hinterlüftungsebene zusetzt.

Mit Grüßen
Danilo





Da bin ich ja erleichtert. Ich war mir jetzt eben nicht sicher, ob er dies nur aus Kostengründen nicht macht oder eben weil es wirklich überflüssig ist.
Vielen Dank für die Antwort!



Schornsteinbekleidung



Wenn nur der Putz schlecht ist und der Schornstein selbst stabil, ist das in Ordnung.
Da die Blechbekleidung schon dran ist, kann man eigentlich davon ausgehen, denn die Unterkonstruktion muss ja am Kaminkopf befestigt werden.
Und wie Danilo schon schrieb, übernimmt die Blechbekleidung jetzt den Wetterschutz.





Vielen Dank für die Antworten.

Ich hätte da aber noch eine weitere Frage. Mir kommt es so vor, als ob der Unternehmer falsche Maße genommen hätte, da zum einen meine Verkleidung um einiges! größer und breiter ist als die meines Nachbarn, obwohl wie beide die selben Schornsteine hatten, zum anderen die Arbeiter den Kamin verdächtig lange hin und her geschoben haben damit er irgendwie passt und dann noch die Ziegel schneiden mussten. Da die Verkleidung aber ziemlich lang war, wurde noch etwas Gelbes hinten reingefüllt (Dämmmaterial oder so etwas??). Ist das normal?



Schornsteinbekleidung



Ein Bild wäre sicher hilfreich.





Ich habe ein paar Bilder hochgeladen, einmal im Zustand vorher, im Vergleich zum Nachbarn und einmal im Vergleich zum kleinen Schornstein der ebenfalls verkleidet wurde.

http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/img2262e87dwvxyfo.jpg
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Kaminbekleidung



Das Ergebnis sieht in der Tat nicht gut aus.
Ob und wie der Anschluss an die Dachhaut hergestellt ist, ist nicht zweifelsfrei erkennbar.
Die Deckbreite der Schare ist zumindest grenzwertig.
Die Befestigung im Fußbereich mit Niete am Unterblech ist nicht fachgerecht.
Ob eine UKo vorhanden ist scheint fraglich.
Die Lüftungshüte (Kaminbekleidung Nachbar(?)) sind übrigens überflüssig.
Fazit: Die Kaminbekleidung ist (nach den Fotos zu urteilen) nicht fachgerecht hergestellt.
Empfehlung: Mit dem Handwerker (war das ein Klempner oder Dachdecker?) sprechen. Ggfs. die Schlichtungstelle der Innung oder HwK ansprechen.



Guten Abend



habe ja gerade einen Schock bekommen als ich das Foto vom vorher-Zustand sah.

Bei diesem Schornstein ist nicht nur der Putz geschädigt sondern auch die Grundsubstanz. Die Schornsteinsteine/Elemente sind ja zumteil schon kaputt gefroren und zerbröseln.
Der Schornsteinkopf hätte komplett neu aufgemauert werden müssen bevor er verkleidet wurde.
Hat da der Schornsteinfeger nicht schonmal drauf hingewiesen????

Was die Blecharbeiten angeht hat Herr Esztermann schon einiges geschrieben. Keine Nieten und Blechzuschnitte sind zu groß, beides wird zu Beulen und Verwerfungen im Blech führen.

Schade das Sie das Bild bei der Anfangsfrage noch nicht dabei hatten!

Wie wird der Schornstein genutzt (Gas/Ölheizung?)und wieviele Züge hat er?

Mit Grüßen
Danilo





Der Schornsteinfeger hat zwar nichts gesagt, aber der Auftragnehmer meinte die Grundsubstanz sei noch in Ordnung. Er hatte mich auch vorher schon darauf hingewiesen und gemeint, dass der Schornstein eventuell ganz runter müsste.
Der große Schornstein wird für die Gasheizung genutzt und hat zwei Züge. Aber die Gasheizung ist nur an einem Zug angeschlossen.
Ich bin echt verzweifelt und habe eigentlich keine Nerven mehr mich mit dem Auftragnehmer auseinanderzusetzen.
Habe schon mit ihm telefoniert und er beharrt darauf das alles richtig gemacht sei. Als ich dann sagte, dass ich das mal überprüfen lasse, ist er dann mal kurz leise geworden. Ich hab so das Gefühl gehabt, dass er genau weiß was für einen Mist er da gemacht hat bzw. seine Arbeiter, aber das ist ihm irgendwie egal.
Wie würdet ihr in solch einem Fall vorgehen?


Nebenbei: Er hat ne Rechnung über ca. 2010 € ausgestellt.

Gruß



Schornsteinbekleidung



Der Preis ist schon im oberen Bereich.
Um das genauer zu sagen, müsste man die genauen Maße haben.
Ich sehe drei Möglichkeiten des weiteren Vorgehens:
1. entweder die Rechnung bezahlen und vergessen;
2. mit dem Handwerker sprechen und versuchen, den Preis zu drücken;
3. die Schlichtungsstelle der Innung oder HwK einschalten.

War das den ein Dachdecker- oder Klempnerbetrieb?



Hallo Unwissende,



habe mir gerade nochmal die Bilder vom fertigen Schornstein angeschaut und bin der Meinung das die Verkleidung, trotz Nietenbefestigung und breiten Blechzuschnitten ihren Zweck erfüllen und funktionieren wird. Ob es alles Wetter/Regentauglich ist, sieht man nicht auf den Fotos, dass zeigt die Praxis.
Zu irgendwelchen langwierigen Auseinadersetzungen mit dem Auftragnehmer möchte ich eigentlich nicht raten.
Kann man zwar machen, mit Gutachter und dem ganzen drumherum, aber das kostet nochmal einige Nerven. Ausschlaggebend währe auch erstmal was und wie es genau im Angebot stand und was Sie davon auch in Auftrag gegeben haben.
Die 2. Idee von Herrn Esztermann (2. mit dem Handwerker sprechen und versuchen, den Preis zu drücken;)gefällt mir noch am besten, sofern die Rechnung nicht schon beglichen ist.

Was die Grundsubstanz des Schornsteins angeht, die habe ich ja nur auf dem Foto gesehen, der Auftragnehmer aber in echt...ob die nun in Ordnung sei... lass ich mal so stehn.
Auf jedenfall haben die Steine /Elemente schon ganzschön gelitten und einige durchgehende Risse sind auf dem Foto auch zu sehen. Fraglich ist noch wie die Schornsteinzüge von innen aussehen.?

Halten Sie uns auf dem laufenden....

Es verbleibt mit Grüßen
Danilo