Heizung / Schornstein grundlegende Entscheidungshilfe gesucht

07.05.2009



Hallo liebe Gemeinde ,....

die Schornsteinanlage in unserem Reetdachhof ist komplett
versottet und an einigen Stellen mit großen Löchern versehen.
Der Schornsteinfeger sagt: Abreißen (ohne wenn und aber )!
Nun stellen sich viele Fragen zu der Planung einer neuen Heizungsanlage,denn bisslang wurde nur mit Kachelöfen und Nachtspeicheröfen geheizt.
Darüber hinaus befinde ich mich noch im Rohbau,sodass alle möglichkeiten offen sind.

Mein Ziel wäre ein Grundofen,den ich mit Pellets und Stückgut heizen kann und der dann auch noch Wasser für die
Heizung,teilweise Fussboden/Wandheizung liefert.
Leider habe ich so etwas noch nicht finden können,denn
die gefundenen Grundöfen werden lediglich mit Stückgut
befeuert.
Kennt jemand einen Anbieter ?

Da diese Lösung aber zur Zeit den finanziellen Rahmen sprengt,soll Übergangsweise ein Feststoffkessel die Heizung betreiben.

So,wie ich es verstanden habe,benötige ich die gleiche Installation ( Speisung eines Pufferspeichers).

Nun muss aber noch ein neuer Schornstein gesetzt werden.

Die nächste Frage,die sich stellt,was für ein Zug muss ich nehmen ?
Kann ich den alten Zug in gleicher Form neu mauern lassen ?
Darf ich hierfür Ziegelsteine aus dem Abbruch nehmen ?

Wie weit kann/darf ein Kessel vom Zug entfernt stehen ?
( 3m vom Kessel zum Schornstein ? )

Danke für die Antworten.

Gruß Frankie



Hallo Frankie



wa den Schonstein angeht, ist es am einfachsten, di besprichst das mit dem BSM, der kann dir da eine fundierte Auskunft geben und auch eine Zugberechnung durchführen.

Was den Schornsteinzug angeht, so machen die Hersteller der Heizungen hier in Ihren Datenblättern genauere Angaben.
Vielleicht kann dir der BSM ja auch noch den ZUg deines alten Schornsteines ungefähr sagen.

Heizungen gibt es wie Sand am Meer, da musst du dich schon schlau machen, und vor allem entscheiden, was du willst.
Ich persönlich würde mir für einen Grundofen mit Wassertasche einige Angebote einholen und gleich einbauen.

Erst einen feststoffkessel würde ich nicht einbauen, der kostet ja auch genug. Denk dran, daß due einen gebläseunterstützten Holzkessel nicht an einen Schornstein mit einer anderen Feuerstätte anschließen darfst.

Also am besten gleich überlegen,was man endgültig installieren will. Grundöfen als Pelleter und Scheiter gleichzeitig kenne ich auch keinen. Ich würde Scheitholz nehmen, da billiger mit Heizstab im Puffer für Notfälle und ggf. noch solarer Unterstützung (Kostenfrage).

Gruß J. Simon



Die Frage



nach dem richtigen Schornstein ist nicht so einfach zu beantworten. Das richtet sich nach der beabsichtigten Nutzung und den anzuschliessenden Feuerstätten.
Diese Frage muss zuerst beantwortet werden.
Von einem traditionell gemauerten Schornstein kann ich nur abraten, insbesondere aus Abbruchsteinen. Für moderne Heizungen mit niedrigen Abgastemperaturen funktioniert das eh nicht.
Ich empfehle einen Fertigteilschornstein, die es in allen möglichen Varianten gibt und auch für den Selbstbau geeignet sind.
Und auf jeden Fall vorher vom Schornsteinfeger grünes Licht holen, damit es keine Probleme bei der Abnahme gibt.
MfG
dasMaurer



Bezüglich Ofenberatung



und Zugberechnung des Schornsteins können Sie wie schon geschrieben, Ihren Schornsteinfeger fragen, die können Ihnen in der Regel auch Hersteller der gewünschten Heizung nennen.

Grüsse Thomas



Einen Grundofen...



...der mit Pellets befeuert wird gibt es zur Zeit nicht, die Chancen dass es so etwas in Zukunft geben wird tendieren gegen Null (warum steht ja hier nicht zu Debatte).
Wenn sie nun also einen Grundofen einbauen wollen, so wäre dieser ab 2014 mit einem Feinstaubfilter zu versehen. Das setzt allerdings vorraus dass die neue BimschV nun denn endlich auch mal als Gesetz verabschiedet wird. Dann wäre ein Schornstein mit Edelstahlinnenrohr sinnvoll, da dieses dann die Abscheidefläche wäre.

Oder sie nehmen einen sogenannten Kombiofen mit Heizeinsatz, den können sie mit Stückholz oder auch mit Pellets, mit oder ohne Wasserwärmetauscher verwenden.
Da wäre dann ein 3-schaliger Schornstein mit Schamotteinnenrohr auch gut geeignet.
Der Ofen sollte möglichst nahe am Schornstein stehen (oder umgekehrt), das kommt aber auf den Ofentyp und die wirksame Schornsteinhöhe an.
Der Schornsteinquerschnitt muss berechnet werden, meistens wirds ein 18er. Bei einem Schamotteschornstein lässt sich nachträglich relativ einfach ein Feuerstättenanschluss erstellen/verändern.
Ein sehr guter Schornstein bildet aber die Basis für eine sauber funktionierende Heizung, deshalb ist es wichtig den Schornsteinfeger bei der Planung gleich miteinzubeziehen.
Wenn sie den Schornstein nicht selbst errichten, sollten sie mit Kosten von ca. 300,-€ pro lfm. inkl. aller Nebenarbeiten kalkulieren.