neuer Schornstein

17.03.2004



Hallo Fachwerksliebhaber,

ich habe ( wie kann es anders sein?)folgendes Problem: Ich will mir einen schönen Kaminofen (11KW) in meine Diele stellen und muss dazu einen neuen Schornstein bauen ( die nächste Außenwand ist ungefähr 6m entfernt (lt. Schornsteinfeger kommt daher ein Edelstahlsch. nicht in Frage - wäre auch nicht mein Ding). Nun gibt es ja Elementschornsteine - wo ich aber Angst vor dem Gewicht habe ( Erdgeschoss bis Dach wäre ca. 1Tonne ). Hinzu käme noch das Problem der Sicherung in den Holzdecken - der Schorni mein Betonring - aber an Holz ???
Die Diele ist nicht unterkellert ( ca. 20-30cm Betonboden )
Gibt es noch andere Verfahren, außer Elementschornsteine ( sollte auch meinem Geldbeutel entsprechen :-)
Das Haus ist Bj. 1799



neuer Schornstein



Hallo Herr Bierwith,

ein massiver Schornstein, ob nun gemauert oder aus vorgefertigten Elementen kommt ohne weiteres auf die
von Ihnen benannte Gewichtsklasse. So ein Gewicht muß
sicher abgeführt werden. Ob die von Ihnen benannte
Betonstärke ausreicht bzw. der tatsächliche Zustand des
Betons geeignet ist, müßte man noch feststellen. Für unseren Elementschornstein wurde ein Punktfundament ausgeführt. Der alte gemauerte Schornstein war übrigens auf im Boden gestapelten Feldsteinen gegründet. Wenn der Schornstein vernünftig gegründet ist, brauchen Sie auch keine Angst vor dem Gewicht zu haben. Der Schornstein sollte nicht fest mit den Decken verbunden werden, da es an dieser Stelle "arbeitet". Die günstigsten Elementsätze lagen bei 8 lfd. Metern bei ca. 1200,00 € (rein Material). Darunter hab ich nichts gefunden.



Schornstein



Dag ok. Es gibt ja verschiedene Hersteller. "Schiedel", "Otavi" u.s.w. Im Internet sind sicherlich Broschuren und Kataloge. Ein Fertigteilschornstein wäre schon i.O, Sie haben doch eine konrete Vorstellung von der Heizleistung, danach legt der Schornsteinfeger den Rohrquerschnitt fest, also fragen. Ein Schornstein muß eine bestimmte Höhe haben, glaube so über 6,00 m, je nach den Druckverhältnissen im Schornstein. Stimmen diese nicht, ist der Unterdruck zu gering. Der Unterdruck im Schornstein wird durch den Dichteunterschied zwischen der Rauchgassäule im Schornstein und einer gleich großen Außenluftsäule bestimmt. Hierbei sind der Temperaturunterschied, die Schornsteinhöhe und der Schornsteinquerschnitt, das Baumaterial und der Aufbau entscheidende Faktoren für die Funktion des Schornsteins.
Um Ärger zu ersparen sollten sie erkundigen ob in Ihrer Region für den Schornstein einen Baugenehmigung erfoderlich ist. Auch sollten Sie prüfen, wo er stehen soll. Der Schornstein wird gekehrt und muß mal sauber gemacht werden.
Ideallerweise durchbricht der Schornstein die Dachhaut in der Firstlinie. Die Schornsteinöffnung soll mindesten 40 cm darüber sein, wenn nicht örtliche Bauvorschriften oder physikalische Gegebenheiten anderes verlangen. Der Schornstein muß von der Öffnung über Dach bis zur Gebäudesohle geführt werden und darf keine Verbindung zu anderen Gebäudeteilen haben, wenn also alles zusammenfällt, muß der Schornstein für sich alleine von unten bis oben stehenbleiben. Den Schornstein auf die Bodenplatte zu setzen, sehe ich nicht als Problem an. Das Gewicht muß die ab. Der Schornsteinfeger ist der entscheidende Mann. Nu denn man tau.





Hallo,

vielen Dank für die Antworten, dann werde ich unserem "Feger" mal mein Projekt vorstellen :-)
Das Der Schornstein in der jeweiligen Decke nicht verankert werden soll, ist mir neu ( käme mir aber sehr gelegen, da ich ungern Beton an Holz machen würde.
Werde mich im Herbst dann einmal melden ( dann soll er brennen)und von einer gemütlich warmen Herbstnacht am Kaminofen berichten.

Stefan Bierwirth