"Leichtbeton" um Schornstein?

27.04.2006



Unser neuer Schornstein läuft jeweils bei den Geschossdecken zwischen der Balkenlage durch mit ca. 15 cm Abstand zum Holz. Der Schornstein sind solche eckigen grauen 1m Leichtbauteile, innen mit einem Edelstahlrohr, um das Rohr noch so gelbe "Glaswolle". Also m.E. somit nach aussen isoliert. Der Schornstein war auch diesen Winter schon in Betrieb und wird aussen nicht warm. Trotzdem soll lt. Bezirksschornsteinfeger um den Schornstein in der Geschossdecken ein Ring aus Beton gegossen werden als (Hitze-) Schutz für die Deckenbalkenlage. Aber wie soll das halten. Wenn ich das von unten einschale, dann geschätze 80 Kilo Estrichbeton reingisse und die Schalung weg nehme, rutscht dann nicht der schwere Ring einfach den Schornstein entlang runter? Armierung rein? Mit ist total unwohl mir solche Gewichte in die Decke bzw. Boden zu giessen. Gibt es da andere denkbare Lösungen? Ich habe überlegt den Beton mit Blähton zu mischen damits leichter wird. Was weiterhin unlogisch ist: Wenn ich dann Dielenboden verlege geht der doch auch wieder bis and an Schornstein ran, also doch wieder eine Verbindung Holz/Schornstein. Ist doch also unlogisch was der Schorni da will oder?



Holz am Schornstein



Hallo !


In der Feuerungsverordnung (FeuVo bei google eintippen, liefert Quellen) heißt es im §8:
"Schornsteine müssen von Holzbalken und Bauteilen entsprechender Abmessungen...einen Abstand von 2cm...und von sonstigen Bauteilen aus brennbaren Baustoffen einen Abstand von min 5cm einhalten...gilt nicht für Fußleisten..."
und weiter:
"Zwischenräume in Deckendurchführungen müssen mit nicht brennbaren Baustoffen mit geringer Wärmeleitfähigkeit ausgefüllt sein."
Beton würde ich eher weniger als Baustoff mit geringer Wärmeleitfähigkeit ansehen. Mein Schornsteinfeger wollte hier eine Stopfung aus Steinwolle haben.
Ansonsten gibt es als Sackware Leichtmauermörtel mit Perlite, das wäre vielleicht was.

Viele Grüße,
Karsten



Der Schornsteinfeger hat schon recht



um den Schornstein ist ein Betonkranz zu gießen. Dies hat weniger mit dem Brandschutz als mit der Statik des Schornsteins zu tun. Dieser muss in gewissen Abständen (Geschosshöhen) seitlich gehalten werden, damit er nicht ausknickt. Zwischen Beton und Schornstein ist eine Lage Steinwolle einzulegen, damit sich der Schornstein in seiner Länge ungehindert bewegen kann.
Das ganze könnte man auch durch einen Kranz aus Stahlprofilen herstellen, aber bitte alles nur in Absprache mit dem Schornsteinfeger.