Lüftungsschlitze schließen bei Dielenboden??

16.08.2007



Hallo Leute!
Ich habe folgendes Problem: unsere Baustelle ist von ca. 1920,zweischaliges Mauerwerk mit Lüftungssgchlitzen.Im Erdgeschoss liegt Dielenfußboden, der erhaltenswert ist. Unter den Dielen sind 50 cm Luft, dann Sand (trocken).Ich beabsichtige jetzt, die Giebelwand=Wetterseite mit Wärmedämmverbundsystem außen bis ca.30 cm ins Erdreich zu dämmen, die anderen Wände werden innen mit Vorsatzschale gedämmt und innen ebenfalls bis ca 50 cm unter dem Dielenboden an den Wänden entlang gedämmt. Mein Architekt und mein Zimmermann rät mir, die Lüftungsschlitze in den Außenwänden zu Verschließen, die Dielen zu versiegeln oder zu wachsen und nichts weiter zu unternehmen. Die meisten anderen Handwerker raten mir davon ab, weil sie befürchten, dass sich unter den Dielen Feuchtigkeit bildet, die Folgen wären verheerend!?
Wer kann mir ernsthafte Ratschläge dazu geben, hat vielleicht schon Erfahrungen damit gemacht?
Gruß Wolf



Wie schauts denn mit



Kerndämmung, Perlite?
Gru



lassen



Hallo

in meinem Haus (Baujahr 1850) sind diese Lüftungsöffnungen auch. Ich habe sie jetzt im Sommer verschlossen, jetzt kommt eh nur feuchtwarme Luft rein. Wenn's im Winter ganz kalt wird, mach ich sie auch zu (einfach ein gedämmtes Brett), um grosse Energieverluste zu vermeiden. Aber eine gewisse Lüftung muss sein: es ist ja die warme (geheizte) Zimmerluft, die Wasserdampf einbringt, der dann am kalten Fussboden kondensiert. Die Kälte kommt von unten, da ändert sich durch die Dämmung gar nichts.

Grüsse
stt



Versiegeln



sollten Sie den Boden gar nicht: Wachs und Lacke verhindern den Feuchteaustausch des Holzes. Greifen Sie zu einem guten Bodenöl, ggf. auch im Heißverfahren aufgetragen, mit der Poliermaschine und weißem Pad eingearbeitet.

Zu den Schlitzen: Ich würde die Schlitze so schließen, daß sie ohne Schäden an der Fassade wieder zu öffnen sind (Brett o.ä.). Mit einer gelegentlichen Holzfeuchtemessung der Dielen können Sie feststellen, ob die Unterlüftung der Dielung in Ihrem Fall erforderlich ist.

Grüße

Thomas



Zweischaliges Mauerwer...



...hört sich so nach Hohlwand an bzw. Mauerwerk mit zwischenliegender Luftschicht.
Oder?
Sollte voranbenanntes der Fall sein, so könnte u.U. eine Außendämmung bzw. auch angedachte Inndämmung sicherlich zu nachfolgenden Bauschädigungen führen, da sicherlich im Innenwandbereich des Hohlmauerwerkes sich eine Kondesierungebene bilden wird, wo eben sogenanntes Tauwasser ausfällt.
Im sogennten Fußpunktbereich wird es dann sicherlich zu Bauwerksschäden kommen.
Eine sinnvollere Lösung wurde bereits mit der 1. Wortmeldung angesprochen.
Sinnvoll erscheint eine sogennte Homogenisierung der Gesamtwandkonstruktion.
Dies könnte durch ein Einblasverfahren mit mineralischen Werkstoffen möglich sein und auch erfolgen.
Sprechen Sie dies doch mit Ihrem betreuenden Architekten einmal präziser durch oder fragen Sie dazu hier einmal weitere Fachplaner aus dieser Plattform dazu an.

Fachgrüße

Udo Mühle