Schlechte Gerüche in der Gewölbedecke

24.07.2010


Hallo!

Wir haben vor 4 Jahren ein Bauernhaus ( BJ 1800) saniert.

Die Decke über dem Gewölbe ( 1.OG Balkenlage, ca. 15 bis 30 cm Hohlraum) wurde erneuert. Alte Balken gewechselt, das Gewölbe vom Generationsmüll gereinigt, zwischen den Balken gedämmt und dann neu gedielt. In dem Gewölbeholhlraum wurden auch Rohre und Stromkabel verlegt.

Im EG waren früher mal Stallanlagen welche aber in den letzten 15 Jahren nicht mehr genutzt wurden. Teilweise wurden die alten Stallanlagen im EG entfernt und zu Garagen umgebaut. Auch unser Eingangsbereich wurde im ehemaligen Stallbereich angelegt.

Nun zum Problem:

In einem Bereich der Wohnung ( es betrifft ein Kinderzimmer und ein nicht ausfebautes Bad) riecht es seit diesem Jahr nach Abwasser. Meist bei Wetterwechsel, wenn auch auf der Strasse die Gullis riechen, haben wir schlechte Gerüche in den Wohnbereichen.

Ich habe zuerst eine defekte Abwasserleitung vermutet. Es wurde der Fussboden in dem unausgebautem Bad geöffnet um nachzusehen. Auch ein Abdrücken der KG Rohre zeigte keine Undichtigkeit. Somit kann die Abwasserleitung ausgeschlossen werden.

Wir wissen nun nicht wo dieser schlechte Geruch entsteht. Ich ah be ja nun die Decke wieder offen und kann ins Gewölbe schauen. Dort ist nichts zu sehen auch kann ich keine Feuchtigkeit spüren.

Ist es möglich das nach so langer Zeit die Gewölbe eine Geruch abgegen? Was könnte noch die Ursache sein? Wer kann uns bei der Beseitgung der Gerüche helfen, welches Gewerk ist dafür zuständig?



Kann es sein,



daß der Geruchsverschluß in einem Abfluß ausgetrocknet ist? Wenn man in einen Abfluß länger kein Wasser schüttet - und das gilt vom WC bis zum Handwaschbecken - trocknet das Wasser aus der S-Schleife des Geruchsverschlusses aus und die Kanalabgase können ungehindert zum Raum abdunsten.

Etwas Wasser reinschütten, wieder "dicht".





Das war Möglichkeit 1.
Möglichkeit 2: Ihr ganzes kanalsystem hat keine ordentliche Umluft. Das ist schon schlimmer.
Haben Sie eine Fallrohrbelüftung über Dach ?
Wie groß sind die Kanaldeckelabstände in der Straße ?

Grüße





Hallo!

Und Danke für die Antwort!

Wie schon geschrieben, die Abwasserablage kann ausgeschlossen werden. Wir haben alle Abgänge mit Blindstopfen verschlossen und dann die Anlage mit Wasser gefüllt, bis hoch zum Dach, alles Dicht.

Es gibt an jedem Strang eine Entlüftung auf dem Dach.

Der Geruch muss in der Gewölbedecke entstehen. Es reicht nicht im EG, im OG nur in zwei Räumen. ( Kinderzimmer und das unausgebaute Bad)

Es riecht nicht in den anderen Wohnräumen, obwohla das Gewölbe komplett durchgängig ist.

Der Geruch entsteht also lokal.

Die Kanaldeckelabstände auf der strasse sind recht dicht, so ca. 15 Meter.





Dann ist eventuell noch ein altes Abwasserrohr, das während der Sanierung nur im Gewölbe- oder Wandbereich gekappt wurde, das noch Verbindung zu Kanal hat vorhanden.


Grüße aus Schönebeck



nein,



wir haben komplett entkernt, da ist nichts geblieben. Die Entkernung haben wir selber gemacht. Es gibt nichts mehr Altes ...





Na gab es denn eine Abwasserleitung in dem Bereich?


Grüße aus Schönebeck





Nein in diesem Bereich waren früher nur Kammern, kein richtiger Wohnbereich. Es gab hier auch keinen Abwasseranschluss, denn haben wir erst gelegt.

Jetzt geht hier eine Abwasserleitung im Gewölbe lang, nur diese wurde abgedrückt und ist dicht.



Was Sie schreiben



deutet auf Kanalgeruch. Tipp: Videobefahrung/Leitungsinspektion.



Woher



soll der Kanalgeruch denn kommen, wenn wir ab Hausanschluss bis zum letzten Anschluss abgedrückt haben? Also der Klempner schliesst eindeutig die Rohrleitung aus!





>>>“Also der Klempner schliesst eindeutig die Rohrleitung aus!<<<

Ja, ja,
Seine neue Leitung schließt er aus, aber es gibt möglicherweise noch eine alte, tote Verbindung.
Denkbar auch zu einer alten Klärgrube.
Wände stinken nicht so, auch nicht die alter Ställe.

Grüße aus Schönebeck



Alte



Rohrleitungen sind mir nicht bekannt. Ich habe alle Baufotos durchgesehen. Es gibt eine alte Klärgrube, aber am anderen Ende vom Haus. Von da aus müsste dann eine Verbindung ins Gewölbe sein, die gibt es aber nicht mehr. Wie schon geschrieben, ich habe selber entkernt, auch das Gewölbe, ein offenes Rohr aus dem es stinkt wäre mir aufgefallen.

Es kann also nicht sein das dieser Uringeruch vom alten Stall her kommt? Es gibt ja auch noch im EG ein " Reststück" Stall noch nicht entkernt, dort riecht es aber nicht so. Es riecht dort eher alt, muffig... Ein Nachbar meinte es riecht so wie Salpeter.





Wie richt denn jetzt Salpeter?


Grüße aus Schönebeck





Das kann ich auch nicht sagen!

Des Nachbars Theorie:

Die Wände im EG sind noch von der Stallnutzung durchzogen mit den Aussscheidungen der Tiere. Das Gewölbe hat in dieser Zeit den Prasen der Tiere aufgenommen. Das neue Verputzen mit Kalkputz hat den Geruch eine Weile neutralisiert. Nun kommt es aber wieder zu den Ausdünstungen im Gewölbe. Der Nachbar kennt auch eine Räumlichkeit wo es auch Jahre nach der Sanierung immer noch nach Schweinestall, immer bei Wetterwechsel, riecht.

wir tippten aber immer auf einen Ablauf, weil wir den Geruch mit dem Geruch der Gullis auf der Strasse bei Wetterwechsel vergleichen. Nun eine Abwasserleitung ist es nicht ....





Ok,
dann verrate ich Ihnen das Salz (Salpeter) überhaupt nicht richt.


Grüße aus Schönebeck





Was riecht denn dann so? Sind es Amoniakverbindungen die in den Wänden sind, wenn ja was kann man dagegen tun?

Ich überlege mir schon die ganze Zeit ob es was bringt das Gewölbe zu unterlüften. Früher war das mal so, im Zuge der Baumassnahmen sind dieses Öffnungen nach aussen aber mit Dämmwolle verschlossen worden. Da im Gewölbekaltereich auch Rohre liegen, gab es Bedenken wegen einfrieren. Also die elüftungsöffneune sehe ich von aussen noch, die könnte ich, zumindest in der warmen Jahreszeit, wieder öffnen.



Da



fällt mir eine Erzählung eines Altgesellen aus meiner Lehrzeit ein: Geizige und stinkige Bauherren wurden belohnt, die ganze Kolonne pieselte immer in eine Ecke im Bau, bevorzugt im Schlafzimmer in Heizungsnähe;-)). Das hat noch nach Jahren schlimmer wie jedes Bahnhofspissoir gestunken und war nur durch Austausch des "befallenen" Mauerwerks zu beseitigen.
Wäre es möglich, dass ein defektes Abwasserrohr in früheren Zeiten hier für eine Kontaminierung gesorgt hat?
MfG
dasMaurer



Ja,



so eine ähnlich Möglichkeit besteht tatsächlich.

Unser Nachbar, (das Grunstück ist ca. 2 Meter höher) hat eine alte unbenutzte Klärgrube im Hof. Diese ist ca. 15 Meter von unserer Hauswand entfernt.
In dieses Grube läuft heute nur noch das Oberflächenwasser. Die Abwässer gehen sauber in den Kanal. Der Nachbar meinte aber das diese alte Grube nie so richtig voll wird.

Beim Ausschachten im EG ( wir haben die Bodenplatte neu gemacht) kamen wir auf eine Lehmschicht die eine Wasserader hatte. Nun mussten wir unter der WU Betonplatte auch noch eine Drinage einbauen. In diesen Rohren läuft ständig Wasser, vermutlich ist es das Wasser aus des Nachbarn seiner undichten Grube. Ich vermute auch das die Grube nie richtig geleert wurde.....

Am Dienstag kommt ein Baubiologe und will mal schnüffeln. Ich hoffe er erkennt das Problem.

Das Gewölbe ist ja nun wieder offen. Am Anfang war es unerträglich , nun aber ist es scheinbar wieder Abgelüftet, es richt nun nur noch muffig aus dem Gewölberaum.