Alte Heizkoerperventile aus Messing gängig machen und reinigen

21.10.2010



Hallo,

wir haben in unserem Haus die alten (Baujahr 1905) HK Ventile gefunden (Ventile von Rietschel und Henneberg aus Messing mit Holzgriff zum Drehen) und wollen diese gegen die derzeit verbauten Thermostatventile austauschen.

Problem: Ventile sind innen so mit Ablagerungen zugesetzt, dass sie nicht mehr gängig sind.

Frage: Wie kriege ich den Schmutz und die Ablagerungen aus den Ventilen raus?
Bisherige Versuche mit Entkalker und Drahtschwamm waren nur maessig erfolgreich.

Danke Vorab
Kerstin





Das zweite Problem ist, das die Teile nicht regeln, entweder sind sie auf oder zu,
so schön sie auch aussehen.

Grüße aus Schönebeck

[pubimg 22698]



Für Dekorationszwecke



mögen die Teile wohl taugen, in einer modernen Heizungsanlage haben die nix verloren.
Kein Mensch würde auf die Idee kommen, in seinen Porsche Boxter die Bremsanlage eines Brezelkäfers einzubauen.
MfG
dasMaurer



Regeln



Ein blöder Spruch: In der Regel hatten die Germanen rote Bärte.

Wer ein bisschen im Internet schaut, wird feststellen, dass die Thermostat Ventile das auch nur bedingt und am Anfang machen - regeln

Danach ist meist die Membran starr und oder der kleine Metalstift ist leicht korrodiert und bewegt sich nicht mehr wie er soll. Da steht dann in der Anleitung, die man gleich nach dem Einbau weg geschmissen hat drin:
Das Ventil alle Nas lang öffnen und schliessen, damit das nicht passiert:
Ergo: Man soll es "manuell" machen weils "automatisch" nicht richtig funktioniert.
Jetzt soll man natürlich gleich die digital gesteuerten neuen nehmen - sind zwar ein bisschen teuer aber es rechnet sich (für die die den Schmonz verkaufen natürlich)

Auf und zu - per Hand!

Warum nicht!

FK





Man sollte seine Thermostatventile nicht auf belgischen Trödelmärkten erstehen.
Wie schon geschrieben: taugen nur für Dekozwecke. Aber als denkmaltümelnder Traditionalist würde ich überlegen, eine Auf-Zu-Schaltung dem Thermostatventil vorzuschalten: sinnlos, teuer, aber eben ein Erinnerungsstück in der ursprünglichen verwendung.

Grüße vom Niederrhein



Vielen Dank



Vielen Dank für Ihre Antworten und Ansichten - leider beantworten sie nicht so wirklich meine Frage wie ich die Ventile wieder gängig bekomme.

Nochmals Danke vorab für Ihre Antworten
Kerstin



Den Thermostat...



...können Sie mit etwas Aufwand auch zusätzlich unter dem Heizkörper verstecken. Ohne würde ich's nicht machen. Dann spräche auch nichts gegen die messingernen "Dinosaurier".

Leichtkriechende Öle wie WD40 in Verbindung mit Temperaturwechseln (Heißluftpistole) sollten Ihr Problem lösen können. Gedult statt Gewalt!

Grüße

Thomas



D a s Thermostatventil --



-- kann man prima "tarnen" - indem man Es unter der Dielung versteckt. Nur weiß das Teil dann wirklich nicht mehr
wofür es eigentlich da ist und stellt frustriert seine
Arbeit ein. - Übrigens schreibt man übrigens ohne "d" -
und das Wort Geduld am Ende nicht mit "t" - Jederzeit
lernbereit ! -





Nich so kleinkariert.

Grüße aus Schönebeck



Lieber Andreas:



DER Thermostat, aber DAS Thermostatventil.

Und ich finde es total schön, daß auch DU DICH JETZT mit der Rechtscheibung befasst, und danke DIR für Deine Hinweise. Ich schieb's salopp auf meine klemmende Tatstatur, die ich baldigst austauschen werde.

Grüße an Deine Pinscher

Thomas



Huch !! - gleich zwei --



-- Frierende, die fast zeitgleich eine passende Jacke gefunden haben und sich jetzt streiten, wer sie anziehen darf .
-
Getroffene Hunde bellen ! ( oder winseln )



Gww



(Gott wie witzig)

Bau lieber Fenster, Andreas.

Herzliche Grüße

Thomas



Also...............



schließen Sie die Ventile einfach entgegengesetzt an. Daher, Oben Rücklauf mit dem alten gereinigten Ventil mit der Funktion als Rücklaufverschraubung, Auf/ZU. Unten dann ein handelsübliches Thermostatventil, wobei man dort auch ein Unterteil mit Fernfühler verwenden kann. Dann sieht es optisch ok aus und jeder Besucher bewundert Ihre alten Messingventile. Diese Variante wird in vielen Museen so ausgeführt. Reinigung dieser nach Demontage mit Abbeizer bei Farbresten, Polierpaste und im Inneren nach dem Entkalken wiederum durch polieren. Etwas WD 40 auf die Spindel bei der Montage.



Na,



das ist doch mal ein gescheiter Ratschlag. ;-)).
Alle Probleme gelöst und `ne ordentliche Reinigungsanleitung. Diese alten Ventile wurden meist aus mehreren Bauteilen zusammengesetzt und sollten für eine gründliche Reinigung auseinandergebaut werden. Dabei kann dann auch die Funktion überprüft und eventuell wiederhergestellt werden.
MfG
dasMaurer



@ Böhme --



-- Du solltest lieber Hitschen flicken !



Hab' ich...



...noch nie gemacht. Wozu auch?

Beiß Dir Deinen Giftzahn besser aus - es lebt sich danach besser.

Grüße

Thomas



Danke



Hallo,

vielen Dank an Guido und alle anderen mit Ihren Reinigungsratschlaegen.
Ich habe die Ventile nun mit viel Kaffeemaschinen Entkalker wieder gängig bekommen. Nun werden sie noch mit Polierpaste behandelt und dann hoffentlich von unserem Heizungsfachmann eingebaut. Diesen werde ich auch nach den unten anzubringenden Thermostaten befragen.
Nachfrage bei unserem Schlossermeister hat ergeben dass WD 40 das Problem nicht loesen wird, da es nicht den Kalk loest.

Noch einen schoenen Restsonntag
Kerstin



Wenn's



nur der Kalk ist, kommt Ihr mit dem billigsten weißen Haushaltsessig 5% preiswerter. Ich würde die Teile zumindest demontieren, und eventuelle Dichtungen erneuern. Wenn's nach dem Befüllen allenthalben tropft, habt Ihr nix gewonnen, und der Monteur wird schon beim ersten Buchstben von "Gewährleistung" kichern wie irre.

Grüße

Thomas



Kerstin..



,das WD 40 ist nur für die Spindel nach der Montage gedacht, nicht für die Reinigung. Da ist Kalkreiniger die richtige Wahl. Aber ich sehe, du hast es ja hinbekommen und so die wunderschönen Ventile gerettet.

Beste Grüße
Guido



Ventile einlegen



in Sulfaminsäure ( auch Amidosulfonsäure genannt )
löst nicht nur Kalk sondern auch Magnesium und sonstige Ablagerungen. Greift das Metall nicht an.
Bekommst du hier:
http://www.omikron-online.de/lshop,showrub,18400,d,1288072878-18504,feinchemikalien.chemikalien_s_.sulfa,,,,.htm

Gruß Detlef



Interessant,



das war mir altem "Giftpanscher" neu.

Danke

Thomas