Dielenboden zu dünn zum Schleifen?

06.04.2009



Hallo,
erstmal ein großes Lob an dieses ungemein informative Forum! Ich konnte mich schon gut vorinformieren. Nun zum Problem: Wir ziehen in eine Wohnung Bj 1906 mit Dielenboden. Der Zustand ist unterschiedlich: Im Flur war Ochsenblut, darüber graue Farbe, darüber stellenweise Ausgleichsmasse und dann geklebtes Linoluem. Das Linoleum ging leicht raus, nun wären die Dielen zu schleifen/ölen. Küche, Bad und ein Zimmer scheinen mir geölt/gewachst zu sein, Zustand ist sehr schön. Drei weitere Zimmer sind leider lackiert, der Lack ist in "Hauptlaufrichtung" schadhaft bzw. nicht mehr vorhanden. Nachdem die Wohnungsgesellschaft erst erklärt hat, sie werde den Boden machen lassen, heißt es nun, man könne nichts mehr tun, da er zu dünn sei. Ich glaube aber eher, daß die den Zeitplan nicht mehr einhalten konnten, weil noch andere Sachen gemacht werden mußten. Mir kommt das komisch vor, der Boden im Flur ist ja wohl noch ungeschliffen, die anderen Böden sind vermutlich nur einmal geschliffen (Vormieter wohnte seit 1956 dort). Woran erkenne ich nun, ob man da noch Schleifen kann? Muß ich die lackierten Flächen wirklich mit der "brutalen" 24er Körnung angehen? Es soll doch "nur" der Lack ab, um dann Öl verwenden zu können?
Dank und Gruß,
Rolf



Es geht noch brutaler



Zuweilen greift das 24er und auch das 16er Korn nicht (Wachs zwischen den Lackschichten, schmieriger Schelllack- bzw. Kolophoniumanteil). Dann fängt man mit Korn 12 an.

Um so welliger die Dielen sind, um so größer wird der Abtrag, mir einer Walzenschleifmaschine kann man halt nicht konturenfolgend arbeiten.

Alternative: Abbrennen, und mit kleineren Exzenterschleifern arbeiten. Auf kleineren Flächen vielleicht akzeptabel, auf größeren wird es zur Qüälerei.

Grüße

Thomas