Sanierung und Dämmung einer Schindelfassade

08.01.2010


Liebe Fachwerkgemeinde,

ein frohes neues Jahr allen Fachwerklern. Ich plane dieses Jahr meine Fassade nachhaltig (auch für meine Nachfolger) zu sanieren/renovieren. Welches Verfahren in Frage kommt weiß ich noch nicht, weil ich nicht durch meine Schindeln hindurchschauen kann und ich daher nicht sehen kann, ob Balken morsch sind. Dazu werde ich in den nächsten Tagen aber an einigen Stellen die Schindeln entfernen und mit der Teleskopkamera darunter schauen.
Grundsätzlich möchte ich aber gerne die Fassade (gut) dämmen und anschließend wieder mit der Schindelfassade verkleiden. Dabei sind bei mir noch folgende Fragen offen:

1) Kann ich die Schindeln dazu abnehmen, oder ist das zu aufwendig? Und kann ich sie wieder verwenden?
2) Was kann ich selbst unternehmen, was sollte/muss der Fachmann machen?
3) Welches Dämmaterial ist bzw. bekommt dem Haus (ausgemauertes Fachwerk) am besten, hat jemand Erfahrungen?

Und natürlich frage ich mich, wieviel das wohl kosten wird, besonders die Schindeln. Hat dort jemand Erfahrungen oder Preisbeispiele? Die Abmessungen meiner Fassade (auf der die Schindeln sitzen) ist (BxH):
- 10x3 Meter (jeweils die beiden Seiten)
- 13x3 Meter (Front-und Rückseite)

Alle Abmessungen sind ohne Berücksichtigung der Fenster, von denen es insgesamt 11 Stück plus Eingangstür gibt.

Gibt es hier aus dem Schwarzwald jemand, der mit einem Anbieter gute Erfahrungen gemacht hat und mir einen Tipp geben kann.

Vielen Dank im Voraus und Grüße,

Ingo Ott





Meinst du mit Schindeln "Holzschindeln" oder "Naturschieferplatten"

Wenns Naturschiefer ist, könnte man versuchen ihn einzeln abzupiddeln und ihn wieder zu verwenden. Kommt darauf an wie alt er ist.
Bei Holzschindeln weiß ich es nicht.





Hallo,

ich habe mal eben ein Foto gemacht: http://www.imgbox.de/?img=z8824w233.jpg

Grüße und danke für die Antwort,

Ingo Ott





Und wenn du dich hier anmeldest kannst du das Foto sogar hier einstellen.
Ganz umsonst.





hab mal das Foto betrachtet, ohne zu nahe zu treten, das Zeugs kannste in die Tonne kloppen. Womit wurden die Schindeln denn "vollgeschmiert"?
Zur frage was man selber machen kann, du kannst mit einem Dachdecker sprechen, der dir die Fassade wieder herrichten soll, ob er mit Eigenleistung einverstanden ist. Dann könntest du sehr viel selber machen.
Was die kosten angehen, kann man etwa mit 100,- bis 130,-€ pro qm rechnen, für eine schmucke Schieferfassade, je nach Ausführung.





Also ich bezweifle, dass Sie alle gestrichenen Schindeln schadlos zur Wiederverwendung demontiert bringen und ob sich diese dazu noch eignen kann ich anhand vom Bild nicht beurteilen.

Eine Möglichkeit wäre
Schindelfassade bis auf Fachwerkkonstruktion entfernen
Rahmenkonstruktion oder Träger montieren
Unterkonstruktion für Schindel anbringen
Hohlraum mit Lehm-Hobelspan-Dämmung dämmen
Schindel wieder anbringen

Das wurde schon abgewandelter Form realisiert
Wenn Sie mehr Info's möchten einfach melden.

Grüsse Thomas



Recht hat er



runter und entsorgen.Aber warum nicht wieder neue Schindeln?
Passt doch in den Blackforest.
Ich denke die sind günstiger als Schiefer.
Einfach mal beides anbieten lassen und vergleichen.
Aber von einem Fachbetrieb bitte.





Hallo Herr Ott,
eine Wiederverwendung ist fast ausgeschlossen.
Jede Schindel ist einzeln genagelt.
Sie währen Tage mit der Demontage beschäftigt.
Bei uns im Nordschwarzwald wird noch viel geschindelt,
und es gibt auch diverse Hersteller.
Wie groß sind den die Schindeln ?
Unter der Schindelhaut sitzt in der Regel eine Sparschalung
mit 18mm.
Auch die können sie wahrscheinlich nicht mehr verwenden.
Als Dämmung würde ich Holzweichfaserplatten verwenden,
wenn möglich mit Steicoträgern.
Wegen der größeren Leibungstiefe müssen auch neue Fensterfutter hergestellt werden.
Sind Schlagläden vorhanden müssen die neu angeschlagen werden.

Viele Grüße
Hans-Peter Mast
Holz Pur Manufaktur



Danke



Hallo,

vielen Dank für die vielen Tipps. Ich werde jetzt zunächst einen Energiecheck machen und dann die nächsten Schritte einleiten und die Tipps dabei beherzigen.

Viele Grüße,

Ingo Ott




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