Feuchte Kellerwand vormauern oder Alternative

21.01.2007



Hallo habe ein Sandsteinhaus das mit dem Keller zum Teil im Erdreich ist. Je nach Wetterlage sind die unteren Steinreihen feucht.
Habe den alten Putz abgeschlagen und die Steine freigelegt.
Wenn die Steine abtrocknen, befindet sich eine weiße Schicht auf den Steinen und Fugen die sich leicht weg wischen läßt.
Habe schon zuviel Horrorgeschichten über Schimmel gehört, und überlegt, vor die Steinwand mit Porenbeton eine Wand zumauern.
Nun zu meinen Fragen an die Fachleute
Ist die weiße Schicht Schimmel? Aber Schimmel auf der blanken Wand?
Zum Vormauern, welches wäre der richtige Abstand?
Vormauern mit Dampfsperre und Dämmung.
Und ich Isoliere gerade die Kellerdecke mit Steinwolle da ich immer kalte Füsse habe, gibt es da Probleme?
Ich hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen....
gruß jürgen



Kein Schimmel



Hallo Jürgen,

die weiße Schicht ist kein Schimmel sondern sind Ausblühungen von Salzen, Nitraten usw., allgemein genannt Salpeter.
Von einer Vormauerung würde ich abraten, da in diesem Fall eine Austrocknung schlecht möglich ist und die Feuchtigkeit in Richtung Kellerdecke transportiert werden kann.
Um welches Mauerwerk handelt es sich im Keller?

Keine Panik

MfG Zinke



Hallo Jürgen



hoffentlich machst du mit der MW aus der Kellerdecke kein Feuchtbiotop bei deinen regelmäßig feuchten Kellerwänden. Wenn i.O.ist kannst du ja mal nach einiger Zeit ein paar Zwischenberichte geben. Interessiert bestimmt Einige im Forum!

Marko



hallo marko und zinke



hatte probleme mit dem internet aber besser spät geantwortet als garnicht.
also zu der frage die Mauer ist aus sandsteinen ohne außenschutz oder sowas in der art.
bin also froh das es nur salpeter ist ich denke damit kann ich leben da es eigentlich nur 2 seiten des hause betrifft, da leichte hanglage.
zu meiner geplanten Isolierung und der befürchtung des
feuchtbiotop's hoffe ich doch wenn ich ca 10cm Abstand zum atmen zur wand lasse sollte es doch gehen oder ?
Zudem hatte ich noch vor die mw in sehr stabile plastiksäcke einzupacken und diese dann über die fläche zu verteilen.
Habe auch noch von der dachrenovierung dampfsperrfolie übrig.
Also ich kann ja so ziemlich alles brauchen aber kein feuchtbiotop und bis jetzt ist meine Decke trocken und soll sie auch bleiben.
Die feuchtigkeit ist eigentlich nur in der kälteren jahreszeit ein problem da im sommer man ja doch mehr die Fenster geöffnet lassen kann.
Aber wie lüftet man im Winter einen keller wenn dadurch die kälte mittels konvektion den fussboden im Wohnbereich kalt werden läßt?
Habe überlegt wenn der Keller mehr kälteisolierung hat auch dort einen heizkörper auf zustellen um den raum leicht zu überschlagen.
sollten meine gedankengänge richtig sein oder grundlegend falsch hoffe ich doch ihr könnt mir noch ein wennig weiterhelfen, denn ich wollte nichts umsonst oder 2 mal machen.
gerne informiere ich alle über ausgeführte erfolge :-)
dank euch schon mal
jürgen



Trocken legen



Hallo Herr Awerdutt?,

ich muss Hr. Zinke Recht geben, das Weiße an Ihrer Wand sind im Wasser gelöste und mit diesem aufsteigende Salze die sich in kristalliener Form beim Verdunsten des Wassers an der Wandoberfläche bilden. Wenn Sie eine Mauer vor die Wand setzen, ist das Problem nur kurze Zeit nicht sichtbar und die Ursache lange nicht abgestellt. Ihre kalten Füße haben Ihre Ursache im Verdunstungseffekt (Kühlschrank). Ein Teil Wasser aus der Kellerdecke und den Wänden verdunstet beim Heizen, dadurch haben Sie das Gefühl das es an den Füssen zieht - diese werden dann kalt. Abhilfe schafft hier eine Sperrschicht mit einem Entfeuchtungsputzsystem.

Mit freundlichen Grüssen

Andrea Cyba