Schimmel durch Rotlicht oder Salzkristalllampe bekämpfen?

14.01.2010



Hallo, wir wohnen in einer gemieteten Altbau-Wohnung (ca. 1925 gebaut), im Erdgeschoss, es ist eine Eckwohnung und wahrscheinlich auch nicht optimal isoliert. Die Wohnung ist etwas feucht, die Wände werden immer wieder mit Schimmel befallen, obwohl wir es immer wieder mit Antischimmel-Lösungen behandeln, lüften, heizen u.s.w. Auch die Möbel (Sofa, Rückwände von Schränken) leiden darunten. Der Boden ist auch im Sommer ziemlich kalt, das Heizen im Winter hilf auch gar nicht. Habe jetzt gehört, das wohl Rotlicht oder Salzkristalllampe gegen Schimmel helfen könnten... Was meint ihr?





Über die Temperierung wird dem Schimmelpilz die notwendige Feuchtigkeit entzogen, wenn die Lampe wieder aus ist wird die Feuchte wieder steigen und sich der Schimmel wieder ausbreiten. Es ist also bestenfalls eine vorübergehende Linderung.


Grüße aus Schönebeck



Wenn ihr



die Salzlampen dann lange genug im Feuchten haltet, läuft euch die Salzlake runter.....also Reiskörner draufkleben...;-).

Der Schimmel dürfte sich über das Rotlicht freuen, solange die Temperatur nicht über 40' geht.......

Mit den alten "Höhensonnen" (UV-Licht) könnt ihr ein wenig "desinfizieren".
Von innen könntet ihr sonst noch alle Tapeten runtermachen und Kalkfarbe Streichen - da lebt sichs als Schimmelpilz schlecht drauf, weil zu alkalisch.

Ansonsten hilft nur Miete mindern bis die Schäden behoben sind bzw. umziehen - macht euch da nix vor. Es ist eure Gesundheit.......

Was sagt denn euer Vermieter dazu?

Gruss, Boris



Unter Umständen...



... wäre auch ein Gang zum Gesundheitsamt angesagt.

Mit Schimmel würde ich nicht locker umgehen. Rechtes Lüftungs- und Heizungsverhalten ist natürlich Voraussetzung, bevor man bauliche Mängel moniert.

http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/2227.pdf

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Das klingt wie:



Umziehen. Oder den Hausbesitzer zu größeren Baumaßnahmen motivieren. Aus eigener Kraft, werden Sie (richtiges Lüften vorausgesetzt), hier nichts richten können.

Das mit dem Lampen ist Humbug.

Grüße

Thomas



Veto!



Wenn Sie, wie bereits gesagt eine Rotlichtlampe vor einen Schimmelbefall stellen wird der Bereich der Wand, zumindest oberflächlich, warm und trocken womit dem Schimmel seine Lebensgrundlage entzogen wird.
(Profis machen so etwas mit Mikrowellentechnik)

Das dies keine Dauerlösung ist und Strom kostet ist klar.
Gehen Sie doch mal zum Mieterschutzbund wenn der Vermieter da nichts machen will. Die Rechtssprechung ist mittlerweile auf der Seite der Mieter.



Wogegen,



Herr Struve, legen Sie denn jetzt genau Ihr Veto ein? Soll die Frau ihre Wände (Mehrzahl) mit einem größeren Rudel Rotlichlampen illuminieren? In Ihrer Gegend ist wohl schon Karneval?

Natürlich kann man mit einer Lampe, oder einem Bügeleisen, ja selbst mit einem Lötkolben einen KLEINEN Wandbereich etwas wärmer machen, und dort die Kondensation verhindern und das Abtrocknen befördern. Da kondensiert es halt anderswo stärker. Es bleibt dennoch eine nicht in der Menge funktionierende und auch nicht praktikable Lösung, Humbug eben.

Erheitert

Thomas



Man weiß nichts genaues nicht



Hallo Frau Neurother, erst einmal nichts überstürzen.

Das mit den Lampen können Sie aber getrost vergessen. Ihre Beschreibung klingt als würden Sie zwar am Schimmel selbst bereits eine Weile herumdoktern, doch hinsichtlich der Ursache besteht noch überhaupt keine Klarheit. Ohne Ursachenbeseitigung bleibt der Schimmel vorhanden bzw. kommt wieder, egal mit was Sie rangehen. Wir können es aber einmal versuchen.

Erzählen Sie doch einmal etwas mehr zu den drei folgenden Komplexen:

Materialien:
01- Unterkellert ?
02- Material der Kellerdecke
03- Bodenaufbau: Lagerhölzer, Verbundestrich, etc.?
04- Bodenbeläge (auch unter dem Teppichboden)
05- Wie dick sind Ihre Wände und aus welchem Material?
06- einschalige Wände oder zweischalig, ggf mit Lüftungsöffnungen der Schalen?
07- Wandbekleidung: Verputzt, Gipskarton, tapeziert?
08- Fenster: 1, 2, 3-fach-Verglasung?
09- Heizung: Einzelöfen, Zentralheizung, Gas, Öl, etc ....

Wohnraum:
10- Raumtemperatur tagsüber/nachts? Automatische Absenkung?
11- Luftfeuchtigkeit tagsüber/nachts?
12- Oberflächentemperaturen der befallenen Flächen tagsüber/nachts?
13- Oberflächentemperaturen ausgewählter nicht befallener Flächen tagsüber/nachts?
14- Wie oft und wie lange wird gelüftet. In allen Zimmern

Schimmelbefall
15- Wo tritt der genau auf, welche Zimmer sind am meisten betroffen?
16- Nur Außenwände oder auch Innenwände?
17- Nur unten oder auch in den Raumecken oben?
18- in welchen Zimmern ist Schimmel zu finden und in welchen nicht?
19- Außen: Gibt es nasse Stellen an der Außenwand oder sichtbare Beschädigungen an Dachrinnen und Fallrohren?

Und am Besten: Können Sie Bilder einstellen?

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Veto bleibt...



gegen Ihre Aussage es sei “Humbug”
Lesen Sie doch meinen Kommentare Komplett.

Grüße aus Schönebeck



@ Herrn Struve



Wenn ich sollen lesen Ihren Kommentare Komplett, sie sollen lesen meinen. Dann sie wissen, was ich mit Humbug meine.

Damit sollte ja alles gesagt sein. Auf Ihrem Veto können Sie sich's gerne gemütlichmachen. Spielen Sie jetzt UN-Sicherheitsrat?

Grüße

Thomas



Veto bleibt trotzdem!



Fangen Sie oben an zu lesen Herr Böhme, so zu sagen Wort für Wort, Satz für Satz.
Der Schimmelbefall auf dem Foto wurde als Sofortmaßnahme mit einem gedimmten- und über Zeitschaltuhr geregelten Baustrahler über mehrer Wochen temperiert und getrocknet das der Schimmel kaum noch sichtbar war. Also durchaus effektiv.
Das mag für Sie zu einfach sein, iss aber so.
Später wurde als Dauerlösung eine Heizung installiert. Ursache war Kondensatausfall.
Der Putz Lehm, wurde in dem Bereich auch erneuert.

[pubimg 20130]

Grüße aus Schönebeck



Nachtrag



Die Stromkosten hat der Vermieter getragen, und der Schimmelbefall ist nicht erneut aufgetreten.

Grüße aus Schönebeck



Wenn Sie, Herr Struve,



Ihre eigenen Ratschläge auch selbst beherzigten, wäre diese Diskussion schon lange beendet.

"Oben lesen" Das Problem betrifft offenbar große Partien der Außenwände, vielleich sogar alle. Soll das alles angestrahlt werden? Und was dann? Jeden Winter wieder? Das ist eine Mietwohnung, bauliche Aktivitäten sind offenbar nicht geplant, weder eine Dämmung, noch Putzerneuerung, noch eine Heizungsveränderung.

Mit ein wenig Wärme wird der Schimmel ja auch nicht beseitigt, er geht allenfalls in den Ruhezustand über. Eine Schimmelbehandlung ist, wie sie ja selbst schreiben, weit umfangreicher.

@ Monika

Soweit hier geschildert, scheint eine Mietminderung im deutlich zweistelligen Bereich angemessen. Ob das den Vermieter zum Bauen bewegt? Im Zweifelsfall sollte Euch Euere Gesundheit wichtiger sein, als der Verbleib in den vertrauten 4 Wänden. Kommt es zu Streitigkeiten mit dem Vermieter, können sich diese leicht in die Länge ziehen.

Auch abgestorbene Schimmelpilzfragmente haben ein hohes gefährdendes Potential. Zudem heizt Ihr vermutlich deutlich mehr, als bei trocknen Wänden.

Grüße

Thomas





Herr Böhme,
Darum schrieb ich ja auch:

„Gehen Sie doch mal zum Mieterschutzbund wenn der Vermieter da nichts machen will. Die Rechtssprechung ist mittlerweile auf der Seite der Mieter.“

Grüße aus Schönebeck



@Struve und Böhme (um bei der mittlerweile üblichen Anredepraxis hier zu bleiben)



...bei euch beiden habe ich oft den Eindruck, ihr sprecht die selbe Sprache, nur verstehen tut ihr euch nicht ;-)

schmunzelnde Grüße
Martin



Und bis Du siech, statt prall und rund -



dann hilft dir prompt der Mieterbund.

Selten so gelacht. Was soll das denn bewirken? Und wenn das Wunder eintritt, wie lange soll's dauern?

Was die raten, weiß ich vorher: Die beraten zu Prozentsätzen möglicher Mietminderung. Feierabend. Mit welchen Mitteln soll denn ein Vermieter gezwungen werden zu bauen? Klar legt es das Interesse daran, die eigene Bausubstanz zu erhalten, nahe. Da der Vermieter aber hinterher keinen Groschen mehr Miete verlangen kann - es sei denn, er modernisiert - wird er bei klammer Kasse oder Unlust sagen, daß er nicht kann. In diesem Sinne wäre es wesentlich sinnvoller, daß Gespräch mit dem Vermieter zu suchen. Und wenn der nichts machen kann oder will - ausziehen. Trockne Wohnungen gibt es genug.

Da ich unter dieser Überschrift nicht auch noch über den Mieterbund debattieren werde, ist für mich hier Schicht im Schacht.

Grüße

Thomas





Mit einer Verfügung kann ein Vermieter gezwungen werden Herr Böhme.

Und das geht bis dahin, das der auch noch die Umzugskosten und dergleichen tragen darf.


P.S.
Das Sie alles wissen, wissen ja alle bereits.

Grüße aus Schönebeck



Meine Empfehlung



http://www.nanodaten.de/uploads/data_sheets/d0bf86221f8f5064d0e7c273b911729f.pdf



Schimmel



@ Marco


da kann ich auch einen draufsetzen, hab ich selbst verwendet, nachdem die Kinder die Schränke so dicht an die Wand geschoben haben, daß der Luftaustausch zu erliegen kam.
Funktionierte tadellos und muß nur augesprüht werden...

Inhaltsstoffe Wasserstoffperoxid und Silber...



http://www.biomess.eu/bioshop/product_info.php?info=p1_SANOSIL-Schimmelstop--5-Liter-Kanister-.html&XTCsid=hcfog1vhc1cb6131og96slja71


nur, damit es keine einseitige Werbung gibt *sfg*


Andreas



@Martin Wittwar



Die Sprache ist die gleiche das ist richtig, das ist es dann aber auch schon gewesen.
Ist halt wie mit Zeitungen, die Taz und die Bild, gleiche Sprache ja, …


Grüße aus Schönebeck



Vielen Dank



vielen Dank für alle Beiträge! Mit dem Vermieter lässt es sich nicht reden, wir sind auf der Suche nach einer neuen Wohnung. Hoffentlich werden wir keine gesundheitlichen Schäden davon tragen.