Schimmelbekämpfung




Hallo!

Hier wurde ja schon so einiges über Feuchtigkeit gesprochen, trotzdem muss ich leider noch dieses Thema aufmachen, da ich ein etwas größeres Problem mit den Schimmel habe und zwar folgendes, ich will ein Souturenlokal zum Musikstudio umbauen und auf der Rigips Decke und in ein paar Ecken sind Schwarze Punkte zu sehen (Schimmel), wie kann ich eine Fläche (60m²) am besten gegen Schimmel bekämpfen, habe schon in einem Baumarkt & Privat gehört, dass das billigste und efektivste " normaler SPIRITUS" sein sollte, also man soll den Schimmel in diesem Fall meine Decke mit Spiritus einsprühen, dadurch soll der Schimmel Tot gemacht werden und soll sich nicht mehr verbreiten, kann mir dazu evtl. jemand nähres sagen oder ob jemand evtl. schon Schimmel mit Spiritus behandelt hat?

Danke!

Gruß Marko



Ich



habe mit Hypochlorit-Schimmelentferner (Baumarkt) ganz gute Erfahrung, nur hast du ein ganz anderes Problem: Schimmelentferner beseitigt nur den aktuellen Befall. Ohne Trocknungsmaßnahmen wird es immer wieder schimmeln. Das Problem liegt also an der Feuchtigkeit, entweder hohe Luftfeuchtigkeit oder in den Wänden aufsteigende Feuchte (was durchaus zusammenhängen kann, die Mauerfeuchte verdunstet an der Oberfläche und die Luft wird feucht).

So richtige Abhilfsmaßnahme habe ich noch nicht gefunden. Meine Eltern haben ein Souterrainlokal das in den 80ern nach allen Regeln der Kunst gedämmt und saniert wurde, aber sobald nicht dauernd geheizt wird gibt es Schimmelgefahr.



Schimmel



Hallo,

70%iger Alkohol (oder Spiritus), ich bevorzuge Isopropanol wegen des besserern Geruchs zur Desinfizierung.
Das entspricht den Empfehlungen des Umweltbundesamtes.
Kalkfarbe zur Prohylaxe.
Eine Kombination davon, die in einem Arbeitsgang aufgetragen wir, gibt es bei
www.alpenkalk.de
"Schimmelentferner".

Grüße vom Niederrhein



Verschimmeltes



Lieber Marko

Den Schimmelpilz kannst du mit vielen Methoden und Mitteln "totmachen", es bleiben danach nur zwei gravierende Probleme:

+ Auch ein "toter Schimmel" ist ein "böser Schimmel". Denn die Kontaktallergene sowie die Pilzgifte bleiben auch in den nun toten Zellsubstanzen erhalten.

+ Die Ursache des Schimmelpilzbefalls ist durch das behandeln mit Spiritus, Isoprobanol, Essigsäure, Wasserstoffperoxid etc. nicht beseitigt.
Dies heißt: er kann jederzeit wieder entstehen.

Gruß

Lutz



Schimmel



Wie Lutz schon geschrieben hat dürfte der Schimmel nicht weg sein.So wie du schreibst sind bereits schwarze Punkte zu sehen.Hier könnte es sich um 2 Arten von Schimmel handeln.Entweder um Stachybotrys chartarum oder um Chaetomium globosum.
Aufgrund ihres hohen
Feuchtebedarfs gelten beiden Pilzarten als Anzeiger einer längeren
Durchfeuchtung. Die Stoffwechselprodukte
von /Stachybotrys chartarum/ gelten als toxisch. Es sollte eine
Bestandsaufnahme der Pilzbelastung im Objekt
vorgenommen werden.

LG.P.Schneider



Moin Marko,



die "kleine Lösung" könnte sein die schimmeligen Ecken etwas großzügiger rauszukloppen und diese Ecken mit Kalkputz neu aufzubauen (können dann ja gleich akustisch optimiert werden).

Kannst du den Raum ausreichend heizen & lüften?

Gruss, Boris



@Dieter Beckmann



Eine der schlimmsten Empfehlungen die ich hier bisher las ist, RIGIPS-Platten mit "KALK" zu Streichen !!!!!!

Das geht ja wohl gar nicht .

Außerdem hat in enem sowieso dauerfeuchten Souterrain Gipskarton schon gar nichts verloren .



Überstreichen mit Kalk



Ein überstreichen mit Kalk ,Chemipampen aus dem Baumarkt bring gar nichts.
Sollte es sich wie oben schon beschrieben um einen der beiden Pilze handeln sollte das belastete Material großflächig entfernt werden.

zur Verdeutlichung für Nicht-Schimmelfachleute, was Ihre Befunde bedeuten:
Bei einer Schimmelpilzsanierung bzw. -beseitigung ist im Rahmen des Arbeitsschutzes (Sanierer) und des Personenschutzes (Gebäudenutzer), neben dem Arbeitsschutzgesetz, die Biostoffverordnung und Gefahrstoffverordnung mit den zugehörigen TRBA und TRGS (u.a. die kombinierte TRGS/TRBA 406) zu beachten. Die Sanierungsleitfäden des UBA und des LGA Baden-Würtemberg gelten zudem als Stand der Technik bei solchen Arbeiten.
Die BG Bau hat unter Berücksichtigung obiger Leitfäden und gesetzlichen Vorschriften die BGI 858 herausgegeben. Dort heißt es: "Bei begründetem Verdacht, dass toxinproduzierende Schimmelpilze, wie z.B. Stachybotrys chartarum, vorhanden sind, ist zumindest von der Gefährdungsklasse 1 auszugehen."

Mit der Einstufung der Gefährdungsklasse sind bestimmte Schutzmaßnahmen erforderlich (Staubminimierung, Abschottung usw.).
LG.P:Schneider





Hallo,

nun machen Sie den Leuten nicht gleich soviel Angst, als müßte ein Atomkraftwerk entsorgt werden.
Regel 1: Ruhe bewahren.
Danach kann man mal den UBA-Leitfaden studieren, er läßt sich beim Umweltbundesamt per Internet herunterladen. Und dann sieht die Welt schon wieder halb so gefährlich aus.
Staubminimierung und Abschottung sind bei Altbauarbeiten ohnehin selbstverständlich, genauso wie die Stubschutzmaske, die auch mal durch einen Atemluftfilter ersetzt werden kann.

Im Übrigen bin ich aus eigener Erfahrung von der doppelten Wirkung einer Desinfektion mit Alkohol und nachfolgender prophylaktischer Kalkbehandlung überzeugt.
Wenn die Gipspappe aber eh schon durch ist, dann weg damit.
Und ich habe nicht gesagt, dass Gips in Feuchträume gehören würde. In anderen Beiträgen habe ich stets für unverrottbare
Materialien plädiert: fermazell z.B. oder CaSi-Platte.

Grüße



Schimmel



Hallo Herr Beckmann hier geht es nicht um Angst oder Panikmache sondern um einfache Informationen.

Sie schreiben Staubminimierung und Abschottung sind bei Altbauarbeiten ohnehin selbstverständlich, genauso wie die Staubschutzmaske. Schön wärs wenn sich die Leute dran halten würden.

LG.P.Schneider



Schimmel!!!



Sie wollen den Schimmel dauerhaft los werden?

Dann nehmen Sie ihm die Nahrung.

Wie?

Gewöhnen Sie der Wand das aufsaugen von Wasser ab.

Gruß Ralf



Also…



wenn meine Wände mit dem Strohalm rum rennen nehme ich ihnen den weg.
Wo kommen wir da hin wenn jede Wand saugt?
Das geht doch nicht.

Grüße aus Schönebeck

[pubimg 22414]



Danke!



Danke an alle Forummitglieder!

Bin sicher das die Wände trocken sind/waren...das Problem besteht seit ich alte Ausgangstreppen mit neuen gesetzt habe....damals wurde viel erde und alte nasse Ziegeln ausgegraben (vor ca. 2 Wochen) und seitdem fängt die ganze Geschichte mit Schimmel an.

Zuerst wurde ich ein paar Trockener und Heizkörper einschalten, bis bestehende Feuchtigkeit weg ist...

dann melde ich nocheinmal bei euch, hoffentlich mit gute Neuigkeiten ;-))

Danke noch einmal!!

Grüß aus Wien

Marko





Vorsicht vor der feuchten Warmluft !


Grüße



Und Vorsicht vor dem Fäkalsalz,



das gerne in Kellerlöchern die Wand bewimmelt und dort ständig hygroskopisch Feuchte aus der Raumluft aufnimmt. Auch mit Mauersalpeter ist ja nicht zu spaßen. Und Lüften ist in Kellerlöchern auch sone Sache. Außerhalb der Heizperiode fängt man sich da viel Kondensat ein. Und wenn noch außen Wasser ansteht und bei jedem Regenereignis in die Wand drückt- na Danke!

Also: Ursachenanalyse total und dann kann's losgehen mit einer sicheren Sanierung.

Ach so: Auch Vorsicht vor der reinen Symptombekämpfung!

Viel Glück

wünscht

Konrad Fischer
Vorherseher