Schimmel im Keller (Bj. 1908) nach Teilverputzung

13.09.2020 Ellen

Schimmel im Keller (Bj. 1908) nach Teilverputzung

Hallo,
in unserem Keller (2 Räume strassenseitig mit Lehmboden, 2 Räume gartenseitig mit Vollziegelboden) war der über 100 Jahre alte Putz zu mind. 2/3 abgefallen. Die Kellermauern sind aus Ziegelsteinen, mal mehr mal weniger feucht, zum Teil salzbelastet. Der Keller wird als Lagerraum für Getränke und Putzmittel benutzt, außerdem stehen eine Waschmaschine, ein Kühlschrank und 1 Gefriertruhe drin. Die beiden strassenseitigen Räume waren Kohlekeller; der Lehmboden, auf dem vor der Renovierung noch uraltes brüchiges Linoleum lag, war und ist noch schwarz. Der Restputz auf den Mauern war ebenfalls mit Kohlestaub überzogen.

Haben also den Keller komplett ausgeräumt, auch viel unbehandeltes Altholz, und den Restputz abgeklopft. Wir haben hinter einem Schrank eine Schimmelstelle (ca. 1,5 qm) gefunden, die wir abgekrazt und 2 x mit Chlor behandelt haben. Das ist etwa 8 Wochen her, seitdem ist in dieser Ecke Ruhe. Danach haben wir im Juni/Juli die beiden strassenseitigen Räume (Lehmboden) verputzt (als Vorspritz Kalkklebe- und Armierungsmörtel, dann verputzt mit Kalkhaftputz, alles zementfrei). Hierbei wurde sehr viel Wasser in den Keller eingebracht.
Diese beiden Räume haben je 2 Kellerfenster zur Straßenseite. Die alten Kellerfenster, Eisengitter ohne Scheibe, haben wir ersetzt durch Gitterfenster mit Scheibe. Außerdem haben wir in einem Raum Metallregale mit Holz/Pappböden aufgestellt und die Getränke dort eingeräumt. Dann waren wir 2 Wochen in Urlaub. Die Kellerfenster von allen 4 Räumen waren in dieser Zeit nur zum Teil geöffnet. In den beiden verputzten Kellern war jeweils 1 Fenster geöffnet.

Aus dem Urlaub zurück, haben wir eine böse Überraschung gehabt. Die Regalbögen und teilweise die Papiere auf den Flaschen waren verschimmelt. Wir haben alles sofort aus dem Keller entfernt. Wir wohnen seit über 30 Jahren in dem Haus und hatten keine Schimmelprobleme. Ich hatte sogar Kartons im Keller gelagert.. Insbesondere den Keller mit dem alten Linoleum habe ich immer als trocken empfunden.

Auf dem Lehmboden hat sich dann innerhalb der nächsten Tage ein "Schimmelteppich" (weiss) ausgebreitet. Ich habe versucht ihn mehrfach mit Alkohol zu bekämpfen, das hat nur ein wenig genutzt, der Boden ist aber an manchen Stellen m.E. dadurch trockener geworden. Wir haben dann je in ein Kellerfenster pro verputztem Raum einen Ventilator eingebaut, der die Lüftung ankurbeln sollte; seitdem laufen diese Ventilatoren. Das in diesen beiden Räumen sind die Fenster geschlossen und die Ventilatoren ziehen Luft an und geben sie nach aussen ab. Außerdem hatten wir für 6 Tage noch einen Bautrockner aufgestellt, der insgesamt etwa 350 Liter Wasser angesaugt hatte.

Mittlerweile ist ein Großteil des Kohleschmutzes und damit auch der Schimmel angetrocknet. Ich will nun den Kohleschmutz abtragen (habe schon einen kleinen Test gemacht; der Lehmboden darunter sieht gut aus. Schimmel hat sich darauf seit etwa 7 Tagen nicht erneut gebildet. Danach möchte ich evtl. Split auffüllen und mit Ziegelsteinen mit Löchern begradigen.

Die beiden Nachbarräume mit dem Ziegelsteinboden machen mir auch Sorgen. Hier hat sich schwarzer Schimmel in den unteren Ecken abgesetzt, mittlerweile bis zu einer Höhe von 1 Meter. Diesen bekämpfe ich zurzeit mit Chlor.

Die neu verputzten Wände haben mittlerweile viele dunkle Flecken bekommen. Was es ist, weiß ich nicht. Könnte es Kondenswasser sein?

Wie bekomme ich nun den Schimmel aus allen Räumen? Wie muss ich lüften? Offenbar habe ich alles falsch gemacht. Soll ich den Lehmboden nach Abtragen der verschimmelten Kohleschicht so belassen oder mit Split und darauf löchrigen Ziegelsteinen begradigen?

Ich bin für jeden Ratschlag sehr dankbar.

Habe einige Fotos beigefügt. Vom Pilzteppich auf dem Lehmboden, von den Wänden der beiden Keller mit schwarzer Schimmelbildung und von den verputzten Wänden. Mehr Fotos jederzeit verfügbar.

Grüsse aus Mainz, Ellen



eine Frage



Was ist denn das für ein Zauberding:?

"(als Vorspritz Kalkklebe- und Armierungsmörtel, dann verputzt mit Kalkhaftputz, alles zementfrei)"

mfG

Florian Kurz



Lüftungsregeln



Guten Morgen,

einen Teil der Ursache für Ihren Schimmelbefall nannten sie schon. Sie haben reichlich Wasser zusätzlich in den Keller gebracht. Überlegen Sie einmal, wie viel Anmachwasser sie allein benötigten. Das alles muss natürlich langsam wieder aus dem Keller heraus gebracht werden.

Des Weiteren wirkte der alte Linoleumfußboden als Feuchtigkeitssperre. Über die Jahrzehnte sammelt sich selbstverständlich unter dem alten Linoleum Feuchtigkeit an. Auch dieses wird nun in den Raum übertragen.

Nun sollten Sie einmal die Luftfeuchtigkeit in den Räumen mit einfachen Hygrometer Aus dem Baumarkt überprüfen. Diese sind zwar nicht allzu genau, teilweise sind die Abweichungen mehr als 10 %, aber sie bieten eine grobe Orientierung.

Zum Lüften: lüften Sie ausschließlich, wenn die Außentemperatur niedriger als die Temperatur im Keller ist. Ist es außen warm und im Keller kalt, wird zusätzlich Feuchtigkeit in den Keller gebracht.

Bei den aktuell gemeldeten Außentemperaturen von deutlich über 20°C und einem ungedämmten Keller, würde sich also ihr Feuchtigkeitsproblem verschärfen. Daher würde ich Ihnen empfehlen, die Fenster zu schließen. Nutzen Sie den Bautrockner, um die restliche Feuchtigkeit aus den Räumen zu entfernen. Haben Sie noch ein paar Ventilatoren zur Hand, stellen Sie diese einfach auf, so dass der Luftaustausch in den einzelnen Räumen schnell erfolgt.

Abschließend sollten Sie überlegen, ob sie den Feuchtigkeitseintrag über den feuchten Erdboden nicht durch eine neue Sperrschicht reduzieren.



Lüftungsregeln



Guten Morgen,

einen Teil der Ursache für Ihren Schimmelbefall nannten sie schon. Sie haben reichlich Wasser zusätzlich in den Keller gebracht. Überlegen Sie einmal, wie viel Anmachwasser sie allein benötigten. Das alles muss natürlich langsam wieder aus dem Keller heraus gebracht werden.

Des Weiteren wirkte der alte Linoleumfußboden als Feuchtigkeitssperre. Über die Jahrzehnte sammelt sich selbstverständlich unter dem alten Linoleum Feuchtigkeit an. Auch dieses wird nun in den Raum übertragen.

Nun sollten Sie einmal die Luftfeuchtigkeit in den Räumen mit einfachen Hygrometer Aus dem Baumarkt überprüfen. Diese sind zwar nicht allzu genau, teilweise sind die Abweichungen mehr als 10 %, aber sie bieten eine grobe Orientierung.

Zum Lüften: lüften Sie ausschließlich, wenn die Außentemperatur niedriger als die Temperatur im Keller ist. Ist es außen warm und im Keller kalt, wird zusätzlich Feuchtigkeit in den Keller gebracht.

Bei den aktuell gemeldeten Außentemperaturen von deutlich über 20°C und einem ungedämmten Keller, würde sich also ihr Feuchtigkeitsproblem verschärfen. Daher würde ich Ihnen empfehlen, die Fenster zu schließen. Nutzen Sie den Bautrockner, um die restliche Feuchtigkeit aus den Räumen zu entfernen. Haben Sie noch ein paar Ventilatoren zur Hand, stellen Sie diese einfach auf, so dass der Luftaustausch in den einzelnen Räumen schnell erfolgt.

Abschließend sollten Sie überlegen, ob sie den Feuchtigkeitseintrag über den feuchten Erdboden nicht durch eine neue Sperrschicht reduzieren.



Ja, das wäre interessant



was genau Ihr für Produkte verwendet habt. Und bei einem hohe Feuchteeintrag durch neuen Putz, sowie durch Lüften bei diesen feuchtwarmen Klimaverhältnisses wird sich vermehrt Kondensat an den kühleren Wänden absetzen. Zumal Kohlenstaub hygroskopisch ist, d.h. er zieht Feuchte an. Ihr solltet zuerst mal alle Wände reinigen und die Fenster in Ordnung bringen. Lüften, nur wenn es draußen kühler ist ( als nachts gegenwärtig- da gibt es auch automatische Lüftungssteuerungen). Wenn ihr den Keller wie beschrieben nutzen wollt, sollte der Lehmboden mit dem Kohledreck raus und gegen Feuchte gesperrt werden. Daher finde ich persönlich Eure Lochsteinidee nicht so zielführend. Das wird durch Dein subjektes Empfinden des Kellerteils, auf welchem das Linoleum lag ( welches als Feuchtesperre fungierte) ja unterstrichen.
Noch eine andere Frage: Auf dem Foto sieht es so aus, als wäre die Wand nicht nur verputzt, sondern auch gestrichen?
Ha, zeitgleich mit Holger geschrieben.



Antwort an Herrn Kurz



Guten Abend Herr Kurz,

bei dem Kalkklebe- und 'Armierungsmörtel und dem Kalkhaftputz handelt es sich um Calcea-Produkte der Firma Otterbein. Auf Firma Otterbein bin ich vor Monaten durch das Fachwerkforum aufmerksam geworden. Ausdrücklich möchte ich aber darauf hinweisen, dass ich hier keine Werbung betreibe, sondern lediglich im Rahmen unserer Kommunikation antworte.

Einen schönen Abend für Sie. Gruss aus Mainz, Ellen



an Holger



Guten Abend Holger, vielen Dank für Ihre Antwort.

Welche Produkte wir verwendet haben, habe ich in der Antwort an Herrn Kurz beschrieben.

Wir haben ausgerechnet, dass wir für die beiden Räume etwa 800 Liter Wasser zum Verputzen benötigt haben, hinzu käme dann noch die angesammelte Feuchtigkeit unter dem Linoleum, was ich überhaupt nicht bedacht hatte bzw. nicht wusste und die Feuchtigkeit wegen falscher Lüftung. Das weitere Problem ist das Klima - hier in Mainz ist es im Sommer fast immer tropisch und auch sonst herrscht in der Regel eine hohe Luftfeuchtigkeit.
Die Lüftungsregeln werde ich ab sofort umsetzen. Vielen Dank. Mir ist nun auch klar geworden, dass ich den Bautrockner hätte länger laufen lassen sollen. Nun werde ich wohl erneut einen Bautrockner und ein paar Ventilatoren aufstellen, um die restliche Feuchtigkeit loszuwerden (wobei ich hier etwas Angst habe, dass sich die Schimmelsporen noch stärker verteilen könnten).
Nochmals vielen Dank für Ihre aufschlussreiche Antwort.
Einen schönen Abend, Ellen aus Mainz



Antwort an Pope



Guten Abend Pope,

vielen Dank für Ihre Antwort. Welche Produkte wir benutzt haben, habe ich Herrn Kurz geschrieben. Wir haben uns für diese entschieden, nachdem wir schon im Forum darüber gelesen hatten und nachdem wir die Wände mit einem zementfreien Kalkputz, der auch schimmelabweisend und diffusionsoffen ist, verputzen wollten.

Ich wusste nicht, dass Kohlenstaub Feuchte anzieht - aber das ist mir nun gerade klar geworden (Aha-Effekt), denn den Kohledreck sind wir gerade dabei herauszuschaffen. Das ist garnicht so einfach, hat er sich doch so stark verfestigt, dass wir sogar mit einem Meisel arbeiten müssen, um die Schicht zu lockern.

Die Lüftungsregeln werden wir sofort umsetzen, hier hat uns auch Holger heute schon darauf hingewiesen. Das ist mir sehr wichtig. Hierzu müssen auch noch einige Fenster abgedichtet werden bzw. bei 2 Fenstern in den nebenliegenden Kellerräumen müssen wir fürs Erste Styroporeinsätze anfertigen. Auch müssen wir das Katzenloch in der Kellertür (die Katze gibt es nicht mehr) verschließen, wobei die Kellertür nicht ganz dicht ist.

Mit der Lochsteinidee (also nach Abtragen des Kohledrecks und Begradigung des Lehmbodens (muss nicht ganz perfekt sein) wollten wir den Boden so halten, dass er sowohl Feuchtigkeit aufnehmen als auch abgeben kann. Deshalb die Idee eine dünne Schicht Split einzubringen und dann die Ziegellochsteine (ca. 6 cm dicke Steine) daraufzusetzen. Wir dachten, das würde der Funktion des Lehmbodens am ehesten entsprechen, zumal wir auch z.B. Äpfel und Kartoffeln lagern möchten.

Die Wände werden wir nochmals reinigen, nachdem der ganze Kohledreck weg ist. Zu Ihrer Frage noch, die Wand ist nur verputzt und nicht gestrichen.

Nochmals besten Dank für Ihre Antwort und einen schönen Abend noch für Sie. Ellen aus Mainz.



Lagerraum



gut, die Lagerung von Ernteprodukten rechtfertigt eine gewisse Temperatur und Luftfeuchte. Äpfel und Kartoffeln getrennt voneinander lagern, wegen des Reifegases des Apfels.



Frage



Guten Morgen,
vielen Dank nochmal für die Antworten. Mittlerweile habe wir in dem einen Kellerraum den Kohledreck und auch eine Lehmschicht von 10-15 cm abgetragen. Gestern haben wir zusätzlich den Lehmboden mit Weißkalkhydrat bestreut. Diese Woche wollen wir noch den zweiten Kellerraum vom Kohledreck befreien.

Nun überlegen wir doch eine Feuchtesperre auf dem Boden einzubringen. Die ursprüngliche Absicht, Split einbringen und dann Lochbacksteine auf dem Boden verlegen, haben wir zurückgestellt. Natürlich muss der gesamte Keller noch trockener werden - das braucht Zeit. Bezüglich Feuchtesperre haben wir einen Artikel in einem Nachrichtenmagazin entdeckt (in Kürze):

1. Den Boden nur soweit abheben, bis das alte Fundament zur Mauer reicht - und nicht weiter.
2. Die erste Lage des neuen Kellerbodens ist dann 5 cm Kies oder Magerbeton.Anschließend eine mind. 3 cm dicke Schicht aus Beton draufgießen.
3. Wenn Beton getrocknet ist, eine Dampfsperre aus Kunststoff aufbringen. Das gibt es in Form eines flüssigen Kunststoffes oder einer Folie. Wichtig ist, dass man diese bis an die Wand zieht.
4. Dann folgt die Dämmung mit gewöhnlichen Styroporplatten.
5. Bevor der Estrich aufgetragen wird, kann man noch eine weitere Kunststofffolie als Dämmung auftragen.
6. Estrich schnell aufbringen, damit keine Unebenheiten im Boden entstehen.
7. Ist der Estrich trocken, kann man den Boden mit PVC oder Laminat belegen.

Das scheint mir äußerst aufwändig zu sein, ich würde mich daher über Kommentare und Ratschläge freuen. Welche Möglichkeiten gäbe es noch, eine Feuchtesperre auf dem alten Lehmboden aufzutragen? Wo geht die Feuchtigkeit bei einer Feuchtesperre hin?

In den beiden anderen unverputzten Kellerräumen bestehen die Böden (seit 1908) aus Vollziegelbacksteinen und sind verfugt. Sie sind mal trocken, mal feucht, aber insgesamt eine saubere Sache.

Viele Grüße aus Mainz, Ellen



Weitere Fragen



Hallo,
besten Dank nochmal für die bisherigen Antworten von vor ca. 2 Wochen. Mit der Umsetzung der Empfehlung, die verschimmelte Kohleschicht und teilweise Lehrmschicht abzutragen, haben wir sofort begonnen. In beiden Kellern haben wir mittlerweile eine etwa 10-15 cm dicke Schicht entfernt (insgesamt ca. 3 Tonnen). Auf Anraten eines Nachbarn haben wir den Lehmboden dann mit Weisskalkhydrat bestreut, da schimmelhemmend und dampfoffen. Nun wollen wir hier erst mal abwarten, wie sich das weiter entwickelt.
Als nächstes wollen wir die neu verputzten Wände reinigen. An wenigen Stellen gibt es oberflächliche schwarze Schimmelpunkte, insgesamt ist der Putz mittlerweile aber sehr fleckig, außerdem schimmern die Ziegelsteine an manchen Stellen rötlich-bräunlich durch. Zum Reinigen wollen wir die Wände mit einem Staubsauger mit HEPA-Filter absaugen, so dass der Schimmel und unsichtbare Schimmelsporen entfernt werden. Wäre das eine Möglichkeit?
Nach der Wandreinigung (Schimmelentfernung) wollen wir nochmal einen Bautrockner oder zumindest Luftentfeuchter und zwei oder drei weitere Ventilatoren (einer läuft bereits) aufstellen, um weitere Feuchtigkeit wegzubringen. Ich habe jetzt schon viel im Forum gelesen. Insgesamt dauert es wohl sehr lange, bis das durch das Verputzen eingetragene Wasser verschwindet.
Für weitere Ratschläge und Kommentare wäre ich sehr dankbar.
Gruss aus Mainz, Ellen



Hallo Ellen



ich lese jetzt wieder eine neue Variante der Kellerbodengestaltung heraus. Ich nahm an, Ihr wollt nun doch die Lochziegelvariante umsetzen, wegen der lebensmittellagerung. Nun sieht aber der Artikel aus dem Nachrichtenmagazin wieder ganz anders aus.
Eine Feuchtesperre geht am besten mit EPDM-folie. Dazu sollte der Untergrund eben und frei von spitzen Steinen sein, also geglätteter Lehmboden ist gut geeignet. Das spart die ganze Betongießerei. Dann mit der Dämmung weitermachen.



Antwort an Pope



Guten Abend Pope,

besten Dank. Nachdem Holger und Sie empfohlen haben bzw. zu überlegen, eine Feuchtesperre einzubringen, haben wir die Lochsteinvariante nach hinten gestellt, insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass wir keinen Schimmel mehr haben möchten, und das geht wohl nur, wenn es möglichst trocken ist - so wie es war, als das alte Linoleum noch auf dem Boden war.
Mittlerweile haben wir ja die verschimmelte Kohleschicht zusammen mit einer Lehmschicht (ca. 10-15 cm dick) abgetragen und auf Anraten unseres Nachbarn den Boden dann mit Weißkalkhydrat bestreut. Nun wollen wir warten, wie sich alles weiter entwickelt. Als nächstes steht die Reinigung der verputzten Wände, und zur Sicherheit auch die Wände der beiden anderen unverputzten Kellerräume (mit Ziegelsteinboden) an. Wir wollen mit einem Staubsauger mit HEPA-Filter arbeiten, es sei denn, es gibt noch eine geeignetere Möglichkeit.
Nach Reinigung der Wände wollen wir einen Bautrockner oder Raumluftentfeuchter und Ventilatoren aufstellen. Vom Lüftungsprozess her, sieht es ja aufgrund der gefallenen Temperaturen ganz gut aus.
Insgesamt hat sich das Kellerklima etwas verbessert (etwas trockener, etwas kühler) - zumindest habe ich zurzeit ein besseres Gefühl, wenn ich in den Keller gehe -.
'Aufgrund unserer neuen Erfahrungen mit dem Kellerverputzen, wollen wir die anderen beiden Kellerräume, erstmal unverputzt lassen (alten Putz hatten wir ja entfernt). Nun haben wir allerdings viel Kalkputz übrig, der vom Baustoffhändler nicht zurückgenommen wird.
Ich wünsche einen schönen Sonntagabend. LG Ellen aus Mainz



Kalkputz



Kalkputz, richtig gelagert, hält lange. Ich selber schaue, wenn ich etwas Baumaterial brauche, vor allem kleinere Mengen, auch gern mal bei Ebay Kleinanzeigen. Vielleicht wäre das Anbieten dort für Euch auch eine Möglichkeit wenn Ihr alle Baustellen abgeschlossen habt. Für den Keller lohnt sich vielleicht auch die geringe Anschaffung von Thermometer und Hygrometer, so müßt Ihr Euch nicht mehr nur auf Euer Klimagefühl verlassen, sondern könnt mal eine veritable Datenerhebung machen.



Kalkputz



Hallo Pope, vielen Dank für den Hinweis mit der Haltbarkeit/Lagerung von Kalkputz. Wir lagern ihn in unserem Fachwerkschuppen (ehemalige Schusterwerkstatt); der ist sehr trocken und luftig. Lt. Hersteller soll er innerhalb von 6 Monaten verarbeitet werden. Ich werde es dann bei Ebay Kleinanzeigen probieren.
Wir haben mittlerweile Hygrometer und Thermometer in jedem Kellerraum. Ja, das wird am besten sein, wenn ich hier täglich die Werte erfasse, damit ich vergleichen kann.
Gruss aus MZ, Ellen




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