Schimmel im Gewölbekeller nach Bau einer Regenwasserrigole




Liebe Fachwerkhaus- und Gewölbekellerexperten,

meine Familie bewohnt seit Jahrzehnten ein Fachwerkhaus (Bj. 1835), das über einen aus Bruchstein gefügten Gewölbekeller verfügt. Die Wände sind gekälkt. Der Boden besteht aus unverfugt verlegten Ziegelsteinen. Der Keller war seit jeher zwar feucht, es gab allerdings keinen Schimmel.
Seit dem Bau eines Neubaus in unmittelbarer Nähe des Hauses sowie dem Bau einer Regenwasserrigole, die das gesamte Wasser einer Stichstraße aufnimmt und sich ca. 5 m vom Haus entfernt knapp unter Höhe der Kellersohle befindet, haben sich im Keller große Stellen mit schwarzem und grünem Schimmel gebildet. Es richt muffig und sandig. Was ist zu tun?

Herzlichen Dank für alle Tipps!

Thomas Rauh



Schimmel im Keller



So etwas in der Art sehe ich in diesem Sommer häufig; das Ergebnis wenn sich das Wetter in kurzer Zeit von kühl auf warm bis schwülwarm ändert.An kühleren Bauteilflächen kondensiert überschüssige Luftfeuchte, Staub auf den Wandoberflächen bildet die Nahrungsgrundlage für Schimmel. Wenig Licht, wenig Zug, Temperaturen um die 18- 20°C- ideale Wachstumsbedingungen für Schimmel. Kalkanstriche helfen nur bedingt; wenn sie durchcarbonatisiert sind wirken sie nicht bzw. kaum.
Wie wird der Keller genutzt?
Vo wo aus erfolgt der Zugang, über den Flur also vom Haus oder von außen?
Bei größeren Flächen sollten Sie den Schimmel bekämpfen und entfernen.



Rigole



hallo Thomas,

eine Regenwasserrigole hat die Aufgabe das Regenwasser zu sammeln und es versickern zu lassen. Wenn das in Eurer Nähe gemacht wurde ist der Boden sicherlich feuchter gesättigt als früher. Im Gegensatzt zu einem Regenüberlaufbecken wird hier nicht nur gepuffert und der Kanalisation wieder freigegeben sonder es wird gepuffert und soll versickern. Ob der Schimmel wirklich dadurch kommt kann man per Ferndiagnose nicht einschätzen. Schwierig wird auch sein zu beweisen das es erst nach dem Rigolenbau zur Schimmelbildung geführt hat. Vielleicht lässt sich im Gespräch mit der Stadt ev. durch einen Pumpensumpf etwas regeln. Interessant wäre ob es auch weitere Probleme mit mehr Feuchtigkeit in der Nachbarschaft gibt.

VG Hüpenbecker