Schimmel !!!!!!!!!!!!!




Wohnungsschimmel ist ein Problem was in naher Zukunft leider immer mehr Vorkommen wird. Die meisten Ursachen sind bekannt, meine Frage ist welche Systeme sind ihnen bekannt und welche Erfahrungen,haben Sie damit gemacht. Es geht mir um Langzeitverfahren. Mfg T.Selle



Die feuchtigkeit muss weniger werden



Guten Tag, grundsätzlich muss die Feuchtigkeit reduziert werden, da man nicht sinnvoll an anderen Lebensbedingungen des Schimmels angreifen kann. Deshalb kann ich die Frage nicht ganz nachvollziehen. In der Regel sind Biozide keine Lösung, da sie die Ursache nicht bekämpfen und mit der Zeit abgebaut werden. Für Innenräume also idR nicht zu empfehlen, für Farbbeschichtungen außen gelgentlich sinvoll.
Zu klären ist immer wo die Feuchtigkeit herkommt, also ob ein Bauschaden vorliegt, der Wasser zutreten lässt oder ob es sich um Kondenswasser handelt. Bauschäden müssen natürlich behoben werden. Kondenswasseranfall lässt sich steuern, indem bei Heizung, Lüftung und Wärmedämmung der Bauteile sowie ggf. Dampfsperre und konvektionsfugen eingegriffen wird. Die Lösung, die immer passt wird es nie geben. Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold





Sehr geehrter Herr Selle,

Schimmelpilze sind allgegenwärtig und ein fester Bestanteil unserer natürlichen Umwelt. Entscheitend ist die Konzentration der einzelnen Arten. Die meisten sind harmlos, dagegen sind andere aber wieder für die Gesundheit bedenklich und können bei empfindlichen Menschen zu erhebliche gesundheitliche Schädigungen führen. Natürlich ist Wasser neben Energie und Substanz eine der drei Grundvorratsetzungen für das Leben. Aber die Luftfeuchte ist nicht das alleinige Kriterium für die sichtbaren Schimmelschäden. Wie das Zusammenspiel zusammenhängt wird z.B. auf www.ib-rauch.de/Beratung/schim/schim2_2.html erläutert. Die gesundheitlichen und technischen Probleme, wie geringe Temperierung der Wandoberfläche, die Rolle der Baustoffe, die Rolle der Lüftung /Raumvolumen sowie gesundheitliche Auswirkungen werden in meinem Schimmelbuch erläutert. Hier sind auch die Problembereiche benannt und Lösungen aufgezeigt. Die können vom Bewohner/Hauseigentümer weitestgehend selbst beeinflusst werden. Aber die andere Seite, ist die Politik, die den Energiekonzernen Argumente in die Hände spielen, um die Energiepreise in die Höhe zu treiben. Um zu sparen wird die Heizung abgestellt, leider die meiste Ursache in Verbindung mit zu geringem Lüftungsaustausch und falsche Bauausführung. Ein Berufstätiger kann nicht 5 Mal am Tag eine Querlüftung durchführen und bei einer Einraumwohnung geht das gleich gar nicht. Aber bei der Energieeinsparverordnung muss das Gebäude wie eine Thermosflasche eingepackt werden. Das sind keine Lösungen, das ist fanatischer Unsinn. Sehr geehrter Herr Selle, schauen Sie sich ein solides Gebäude an, welches bis ca. 1955 gebaut wurde. (Nicht gerade die Billigbauten.) Das sind Gebäude, die „biologisch gesund“ sind. Und verwenden Sie auch Beschichtungen, die damals üblich waren.



Wir sprachen bereits am Telefon darüber,



aber da noch mehr Interessenten diesen Beitrag lesen, hier mein Rezept gegen Schimmel!

Ein kluger mittlerweile auch schon recht alter Mann schrieb einst:
"Wer das Erste richtig macht, bekommt das Zweite und Dritte geschenkt!"

Das Erste ist Strahlungswärme!

Eine durch Strahlungswärme warm und trocken gehaltene Gebäudehülle gewährleistet nicht nur Schimmelfreiheit sondern auch den Erhalt der Substanz und ein angenehmes wie gesundes Wohnklima!

Wenn dann noch für einen ausreichenden Luftwechsel zum Beispiel durch nicht absolut dichte Fenster sorgt, gibt dem Schimmel keine Chance!


Was soll/kann nun der Schimmelgeschädigte konkret tun?

Er muß dafür sorgen, daß die Hüllflächen seiner Behausung warm sind.
Luftheizung raus, Strahlungswärme rein!

Machbar ist einiges: direkte oder indirekte Wandheizungen, Öfen mit keramischer Oberfläche, im Bad tut es auch ein großer Handtuchheizkörper!
Ich selbst schwöre auf Heizleisten, sie sind leicht und ungefährlich auf Putz zu installieren, erfordern keine großen Umbauten, sind zum Teil mittlerweile bezahlbar und ebenfalls zum Teil auch selbst zu installieren!
Auch ist es möglich, an bereits bestehenden Anlagen raumweise Umrüstungen vorzunehmen!


Nun wohnt wohl der größte Teil der Schimmelgeschädigten in einer Mietwohnung.


Wenn der Vermieter nichts gegen die Abstellung des Schimmelproblemes hat, es vieleicht sogar bezahlt, ist es gut. Interessiert es ihn nicht, gibt es auch andere Möglichkeiten.
Wir produzieren nicht nur wasserversorgte sondern auch kleine direkt elektrisch beheizte Heizleisten. Diese kann man dann an den Problemzonen einfach anschrauben und mittelns Strom aus der Steckdose versorgen.
(Empfehlenswert ist dies nicht nur an Schimmelecken, sondern auch dort, wo "Mutti" abends immer mit untergezogenen Füßen in Ihrem Sessel sitzt oder am Arbeitsplatz, der sich in einem zügigen Büro mit Klimaanlage befindet!)


Wenn dann noch genügend Frischluft in die Wohnung kommt (schließen Sie die Fenster einfach nicht ganz fest oder schneiden Sie kleine Stücken vom Dichtungsgummi heraus!), wird auch die Luftfeuchte sinken. Die Voraussetzungen für das Entstehen von Schimmel sind dann nicht mehr vorhanden!
Die Installation von ebenso teueren wie ungesunden Zwangslüftungsanlagen können Sie dann ebenso sparen wie Biozide!

Sind die Wände dann warm und trocken, und die Luftfeuchte gesunken, können Sie die vom Schimmel befallenen Stellen sanieren. Neuen Schimmel wird es nicht geben!

Mit den besten Grüßen von der Ostsee


Der Ingo



Foto:
Eine gerade raumweise von Heizkörpern auf radiatherm-Heizleisten umgerüstete Heizungsanlage!
Die radiatherm-Heizleisten können durch ihr snap-on System auf handeslübliche 22 mm Cu-Rohren genau dort installiert werden, wo die Problemzonen sind, in diesem Falle in die Hausecke an der viel kalte Wand mit wenig warmer Luft in Berühung kam.

Selbstverständlich wurden die radiatherm Heizleisten zwischenzeitlich verkleidet!





Die Vorschläge von Ingo sind richtig. Dort wo sie realisierbar sind, schlage ich ähnliche Varianten vor. Die Strahlungsheizung ist die eindeutig bessere Heizung. Problem ist nur, als Mieter hat man keinen Einfluss bzw. der ist sehr gering. Vor 10 Jahren hatte ich einen Beitrag zur Wirkung der Heizung geschrieben und einige Heizungsbauer verärgert. Die Redaktion hatte mir auch noch einige Ergänzungen eingebaut, aber ich denke der erste Teil verdeutlicht den Unterschied zwischen Konvektions- und Strahlungsheizung. ( www.ib-rauch.de/artikel/heizung.html)



Genau! Die Mieter sind auch ein großer Teil unserer Kunden!



Hallo Peter!

Eben diesen Kundenkreis haben wir mit unseren direkt beheizten Heizleisten für uns erschlossen!

Der Kunde kann von uns kleine komplette Einheiten (zu neudeutsch units) bekommen, und diese mit Strom aus der Steckdose versorgen. Sicher muß der Mieter mit dem Schimmelproblem sich diese selbst kaufen!
Aber in Anbetracht des Gewinnes für die Gesundheit und das Wohlbefinden sind diese Ausgaben wohl gut zu verkraften.
Man könnte Sie auch unter Ausgaben für Wellness verbuchen!

Ansonsten lassen Sie uns weiterhin die Rufer in der Dunkelheit sein, so wenige wie man gelegentlich denkt sind wir gar nicht!!!!


Der Ingo



Alkalische Baustoffe und Peroxycarbonsäuren nutzen!



Hier möchte ich noch zwei wichtige Hinweise nachreichen. (1) Schimmelpilze kommen mit alkalischen Baustoffen nicht zurecht. Beispiele: Silikatfarben, Kalziumsilikat-Dämmplatte.
(2) Eine moderne Schimmelbeseitigungsstrategie nutzt Peroxycarbonsäuren. Schimmelpilze sehen Fruchtsäuren als Nahrung an und öffnen in diesem Milieu Ihre Zellmembran. Wenn die Fruchtsäuren zugleich kleine Mengen von Sauerstoffperoxyd enthalten, wird dieses in das Zellinnere mit eingeschleust. Nach 20 Minuten ist der Schimmelpilz sterilisiert. Peroxycarbonsäuren haben den großen Vorteil der Ungiftigkeit für Mensch und Tier. Weitere Informationen gern über mein Büro.
Baubiologisches Büro Dr. Eiserhardt
D-22399 Hamburg, 040-6062953
www.GuteOrte.de



Alkalische Milieu nicht überschätzen



Guten Tag,
prinzipiell hemmt ein alkalisches Millieu Schimmelwachstum. Das sollte man aber nicht überschätzen, da ja immer Staubablagerungen usw. auf den Oberflächen sind (Auch im reinlichsten Haus), dann wird die Staubschicht vom Schimmel "vernascht". Ich schließe mich meinem Vorredner insofern jedoch an, dass alkalische Baustoffe das Risiko etwas verringern. Mit Peroxycarbonsäuren kenne ich mich nicht aus, diese organische Säure wird aber doch den pH-Wert verringern oder sehe ich das falsch? D. h. ich neutralisiere meine alkalische Oberfläche. An der eigentlichen Ursache, die wohl in ungeeigneten Feuchtebedingungen liegt, hätte ich nach Behandlung einer schimmelbefallenen Oberfläche mit der Säure nichts unternommen. Über kurz oder Lang wird also das gleiche Problem wieder auftreten, bloß dass die Oberfläche saurer als vorher ist.
Deshalb kann ich mir nicht vorstellen dass diese Behandlung mehr als eine flankierende Maßnahme sein kann.
Ich lasse mich gern von Dr. Eiserhardt belehren und weiter informieren. Ich habe nicht den Anspruch die Weisheit gepachtet zu haben, im Moment erscheint mir der Verweis auf die Säure aber als nicht ausreichende Maßnahme. Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold



Peroxycarbonsäuren und alkalische Baustoffe



Die Reihenfolge muß stimmen.

(1) Vorhandenen Schimmel mit Peroxycarbonsäure entfernen.
Die Säure ist das Lockmittel, der Aktiv-Sauerstoff die tödliche Waffe.
(2) Feinreinigung der Wohnung (HEPA/K1 Sauger, Staubbindetücher usw.)
(3) Ursachen ggfs. erhöhter Baufeuchte suchen und beseitigen.
(4) Schaffung eines baustofflich alkalischen Milieus.
(5) Innenraumquellen beseitigen (geeignetes Müll- und Vorratsmanagement, Blumentopf-Erde tauschen, Verzicht auf Hydrokulturen, usw.)
(6) Angemessenes Raumklima einstellen (Temperatur, Luftfeuchte, Luftwechselraten optimieren)

Wenn bereits gesundheitliche Beeinträchtigungen von Bewohnern gegeben sind, sollte zunächst (vor der Beseitigung und Sanierung) ein spezifisches Luftkeimprotokoll erstellt werden - damit der Umweltmediziner weiß, mit welchen biogenen Störfaktoren sein Patient vergesellschaftet war.
Weitere Informationen gern über mein Büro.
Baubiologisches Büro Dr. Eiserhardt
Am Bronzehügel 86
D-22399 Hamburg
Tel.: 040-6062953
www.GuteOrte.de



Also....



Es wird ein Fehler gemacht, vieleicht auch mehrere!

Falsche Bauweise, falsche Fenster, falsche Heizung!
Hinterher wird dann versucht mit viel Aufwand und Geld diesen begangenen Fehler abzumildern, die Ergebnisse des Fehlers erträglich zu gestalten.

Es werden ständig unnütze Dinge erfunden, durchgeführt, gekauft... nur weil der Anfang falsch war!

Ein kluger, mittlerweile recht alter und immernoch starrsinniger Mann sagte einmal sinngemäß:
"Wer das Erste richtig macht, bekommt das Zweite und Dritte geschenkt"

Wir, (ich nicht!) leben in Häusern, die falsch geplant, gebaut und oder saniert wurden.
Luftdicht, feucht und mit allerlei Baustoffen und Chemikalien durchsetzt!

Einfach, übersichtlich (in Größe, Bauweise sowie Art und Anzahl der verwendeten Baustoffe), gesund!

So sollten Häuser sein.


Wenn es schimmelt muß die Luftfeuchte runter und die Temperatur des befallenen Bauteils hoch!
Offene Bauweise, und Strahlungsheizung.

Ziegel, Kalk, Lehm und Holz sind die Baustoffe denen ich den Vorzug gebe.