Brauche Hilfe beim Verlegen von Rauhspund

05.12.2009



Hallo!

Ich habe vor, in meiner geamten Wohnung (außer Badezimmer) Rauhspund als Boden zu verlegen. Dazu habe ich nun diverse Fragen, da mir Baumärkte, Bekannte etc jeweils unterschiedliche Informationen gegeben haben. Gekauft habe ich 2,5m lange Latten mit ca 19mm Dicke.

Zur Zeit liegt überall Teppichboden, darunter eine Lage Linoleum, das auf Sperrholz verklebt ist und darunter scheinen alte Dielen zu liegen. Oder nochmal Sperrholz, das kann ich nich genau erkennen, da alles bombe miteinander verklebt ist. der Boden ist merklich uneben und quietscht, was mich nicht stört. Nun meine Fragen:

- brauche ich bei dem ganzen kram darunter noch eine Dämmung bzw Trittschall?
- benötige ich zwingend eine Unterkonstruktion? Wenns später uneben ist oder
knarzt und quietscht ist es mir egal, es geht mir eher um Schäden am Holz.
- bei Bauhaus sagte man mir, ich soll alle 60cm Nägel von oben in den Boden
haun. Ein Bekannter meinte, ich soll die Nägel schräg durch die Feder in den
Boden schlagen...
- wie lang sollten die Nägel sein? Ich hab jetzt 40mm genommen,
weil ein Bekannter nen Nagler hat, der halt nur bis 40mm schiessen kann :-)
- wenn ich per Hand nagle, besteht dann nicht die Gefahr, dass ich überall
Kitschen reinhaue? Die Nägel sollten ja schon versenkt sein und das Holz
ist ja unbehandelt verdammt weich...
- sollte ich Nut und Feder zusätzlich verleimen?
- wenn ich den Kram am Boden festnagel, kann das Holz dann überhaupt noch
arbeiten? Vom Parkettverlegen weiß ich, dass man ordentlich Platz zur Wand
lassen muss, gilt das auch, wenn ich nicht schwimmend verlege?

Danke für Eure Hilfe!

LG Christina

Behandeln werde ich das Holz übrigens mit Lasur und versiegeln mit Kork- und Parkettversiegelung, in der Küche Bootslack. (Tip von Bauhaus)



wenn



du die mit der hand reinhaust besteht eher die gefahr das du dir auf die fingerchen haust,messer gabel Hammer scher und Licht ............

was soll den an behandeltem holz "härter" sein



Rauhspund



Hallo Christina,
ich halte das für keine gute Idee, der Baustoffdeponie auf Deinem Fußboden noch eine weitere Schicht hinzu zu fügen.
Ich schlage vor, das Du über einen richtigen Fußbodenaufbau nachdenkst.
Das beginnt mit der Ermittlung des Aufbaues und des aktuellen Zustandes der Fußbodenkonstruktion; also mal etwas Archeologie betreiben!
Wenn das bekannt ist, gibt es sicher auch hier im Forum konstruktive Tipps.

Viele Grüße

p.s. Mir graut jetzt schon vor den Tipps des freundlichen Bauhaus- Mitarbeiters für den Badfußboden!
Ach so, noch was: Wem gehört die Wohnung?

Viele Grüße



Aufbauhöhe?



Hallo Christina,

hätte auch noch eine Frage: wieviel Platz hast Du denn noch unter den Zimmertüren, oder bekommst Du da neue? Ansonsten müßtest Du da jetzt mindestens 2 bis 3 cm Luft für den geplanten Einbau haben.

Und meinst Du wirklich Rauhspund? Dann hast Du ja noch eine Menge Schleifarbeiten vor Dir, bis der Boden wohnungstauglich ist.



ich denke



dass das, was Du so auf die schnelle vor hast, gründlich in die Hose geht. Werder Deine Verleimung Nut/Feder, noch das Schießen der 40er Nägel und auch Dein Bootslack-Vorhaben werden Dich glücklich machen. Alle alten Beläge weitestgehend raus, die Lage der Balken erkunden und eine solide Verlegung. Wie das geht - steht schon im Forum.





Rauspund aus dem Baumarkt... da Rate ich dir ganz ernst von ab, dieses Holz hat noch eine Restfeuchte von über 20 %, wenn die Brettchen verlegt sind ,sieht alles ganz toll aus, spätestens nach 5-6 wochen fängt das Holz an zu trocknen und du hast riesige Fugen zwischen den Brettern, und dann knarzt der Boden bis zum umfallen, da hilft auch kein verleimen und vorallem keine 40er Nägelchen. Trotz alledem, wie die anderen schon geschrieben haben, wenns ordentlich sein soll, erstmal den ganzen alten krempel rausreisen, sehen was überhaupt drunter ist und erst dann einen schönen Aufbau Planen. Du Ärgerst dich grün und blau wenn jetzt auf die schnelle irgendwas draufgeballert wird.



Bootslack?



...der arbeitet nicht umsonst im Baumarkt, für was Anständiges hat es warscheinlich nicht gereicht. Vielleicht empfiehlt er das nächstemal fürs Bad, wie Herr Bötcher schon befürchtet, den Boden zu teeren.

Wenn Du den Rauspund schon gekauft (Baumarkt) hast und auf Nummer sicher gehen willst, lässt Du die in der Wohnung gestapelt mit Lattchen pro Schicht, trocknen. Den alten "Qualitäts"-Mehrschichtboden würde ich auch rausnehmen und dann einen ordentlicher Aufbau. Wenn der Boden am End geschliffen ist öl diesen dann einfach.



Wozu Diele auf Diele?



Wenn darunter tatsächlich Dielen liegen , dann leg die doch lieber frei und schleif und öl sie.....bei uns war auch PVC auf Spanplatte, aber durch diesen "Trittschutz" waren die Dielen drunter noch wunderbar und nicht durchgescheuert.

An einer Ecke mal freigraben und die Schichtdicke ermitteln, dann mit ner Handkeissäge (genaue Schnitttiefe einstellen) in handlichen Stücken rausschneiden. Falls ab und zu ein Schnitt doch in die Dielen geht....kriegt man i.d.R. beim Schleifen runter, Hartöl drauf und die Patina vom alten Holz geniessen....

Gruss, Boris



Wo liegt das Problem



kompletter vorhandener Aufbau runterruppen und neu aufbauen.

Bodenausgleich schaffen und Rauspund unsichtbar verschrauben, nicht nageln (wegen Klitschen und Dellen), bei sorgfältiger verarbeitung kann man diesen auch als fertigen Boden verwenden.

Boden im Fachhandel besorgen und nicht im Baumarkt, vorallem da keine Tipps holen, die haben nicht die Ahnung wie ein Fachhandel.

Warum den Rauhspund verleimen ??
Ob Parkett oder Rauhspund Luft muss man immer lassen.



warum kein bootslack?



wenn die küche ständig unter starker uv-bestrahlung liegt und außerdem das salzwasser zum spaghettikochen permanent überkocht? ich würde gleich eine antifoulingfarbe nehmen!
und das ganze auch noch auf rauhspund....
heiliger obi-wan kenobi!
amüsierte grüße von einem begeisterten besucher sämtlicher baumärkte und deren findiger mitarbeiter!
gruß, carmen



Schiff Ahoi



den Bootslack nehmen wir für unsere Boote und nicht für den Küchenboden.
Ausserdem sollte der Küchenboden nicht mit Kochwasser geflutet werden, es sei denn, dass die Küche auch noch als Schwimmbad dienen soll.
ähm wieso starke UV-Bestrahlung???
Antifoulingfarbe kenn ich, die ist gut, geht aber nicht in kombination mit Bootslack.

köstlich lachende Grüsse

Pepi



@ pepi



meines wissens enthalten manche bootslacke immer noch biozide und/oder fungizide. also wird das nix mit der muschelzucht oder dem algenanbau in der küche....wobei einige arten der letzteren ja neuerdings hoch im kurs stehen, kochtechnisch ;-)
und bei antifoulings sollte man erst recht gucken, was drin ist!
ich weiß natürlich nicht, was der ebenso hilfsbereite wie kreative mitarbeiter des baumarkts empfiehlt, aber ich würd mal zur vorsicht im Innenbereich generell raten, da das interesse eines baumarkts für gewöhnlich nicht der handel mit öko-baustoffen ist, und zum lesen der datenblätter.
hier mal ein link unter vielen zum thema:
http://www.ibn-online.de/w-info/Antifouling-Verzeichnis.pdf
bootslack ist hoch uv-beständig. man bräunt ja schließlich auch viel schneller auf dem schiff ;-)
mit ganz unfachmännischem gruß, ahoi, carmen



Die ewige Mär vom Bootslack...



Das hört sich immer nach grundsolide und unkaputtbar an, bringt aber meiner Erfahrung nach im Wohnbereich wenig bis nix.

Ich hatte meinen Bauwagen-Fichtenboden damit lackiert in der Hoffnung mal wenigstens ein Jahr lang nen schönen Eingangsbereich zu haben - hats nicht gebracht. Weichholzboden bleibt Weichholzboden, da hilft auch der Bootslack nix.

Gruss, Boris



Die wichtigste Frage ist erst mal, ob die Wohnung tatsächlich...



... eine Eigentumswohnung ist. Sonst muss alles mit dem Vermieter schriftlich geklärt sein.

Wenn es Deine eigene Wohnung ist, dann wünsche ich Dir, dass Du bleibende Werte schaffst. Mit 19mm Rauhspund auf unklarem Untergrund geht das nicht.

Die angedachten, billigen Schnellschuss-Lösungen werden sich rächen. Später wirst Du feststellen, dass sie mehr Mühe und Geld kosten, als wenn Du gleich was Gediegenes angehst.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Rauspund



Hallo,
möchte Dir meine Erfahrungen die ich mit einem Rauhspundboden gemacht habe gerne mitteilen.
Rauhspund ist weiches Holz (Fichte,Tanne)also für Böden im Wohnbereich nicht zu empfehlen,denn er ist sehr empfindlich und sieht nach 1-2 Jahren sehr unansehnlich aus.
Das weiche Holz arbeitet auch ständig,so das Du immer ärger mit Rissen haben wirst.
Noch ein Tipp, Benutze auf keinen Fall Lack,egal welchen,besser ist es um die Holzoberfläche zu versiegeln Öl und Wachs.
Aber wie schon gesagt,ich würde das Holz wieder zurück bringen und Parkett verlegen.
Viel Spaß und nette Grüße Anke