Gewölbekellerboden...

14.10.2008



da sich schon einige Fragen über Fachwerksanierung in anderen Bereichen aus diesem Forum beantwortet haben, bleibt mir jetzt noch eine Frage zu unserem Keller. Der Boden ist relativ trocken und auf der rechten Seite wurden längs zum Keller Steinkanten aus Sandstein gelegt auf denen ich Holzbalken und darauf querliegende Bretter vorgefunden habe. Ein altes Holzfass steht sogar noch darauf. Beim Saubermachen und entrümpeln (altes Messiehaus) habe ich nun überlegt ob ich die Lehmschicht zwischen den längsliegenden Sandsteinen rausschaufele, oder ob diese eine Bewandnis hat... Sorry, falls nun einer lachen muss, aber im laufe dieser Hausrenovierung fiel mir sehr oft auf, das die alten Hausbauweisen sehr intelligent waren und meist einen bestimmten Hintergrund hatten. Kann ich diese Schicht drinn lassen und das Obst auf den Bretterkonstruktionen gut über den Winter kriegen?
P.S.
Wie alt sind eigentlich Schwartentüren mit Holzscharnieren?
Vielen Dank im vorraus
Doris



Gewölbekellerboden...



Hallo,
Die Lehmschicht ist vielleicht ein "Kulturschicht":Mit dem Einlagern von erntefrischen Kartoffeln,Rüben,oder Möhren blieb immer etwas Erde im Keller liegen.
Über Jahrzehnte , Jahrhunderte ? kam ganz schön was zusammen.
Machen Sie doch mal eine Probeschürfung, vielleicht finden Sie einen Sandsteinboden?
viele Grüße



Holzscharniere???



Das sollte ein Foto wert sein. Wenn Sie sich als Community-Mitglied anmelden (geht schnell, kost nix), können Sie Fotos einstellen.

Grüße

Thomas





Hallo und lieben Dank für die promte Antwort,

habe beim weiter Entrümpeln folgendes bemerkt:

Boden scheint Betonplatte zu sein, läuft an den Rändern ca. 20cm vor den Wänden (Sandstein) nach unten aus. Bis zur Wand befindet sich der Lehmboden. Unter den Obststiegen ist diese Schicht 1,20cm breit. Vielleicht um die Feuchtigkeit nach oben zu lassen? So nehme ich jetzt einfach das "Kulturgut" ab und belasse den Rest da wo er ist.
Der Keller befindet sich unter unserer Scheune die erst 1954 gebaut wurde, so dass die Feuchtigkeit die an den Wänden hochsteigt (tut sie (in Maßen) trotz der Lehmfuge)keine großen Auswirkungen hat.
Holzscharniere: dachte mir, dass dies interessant sei ;-)
Also die Türen (zwei) sind komplett aus Holz (kein Metall) sind mit dem hintersten Brett (ca. 8cm dick), an denen an den Enden runde Zapfen herausstehen, in den oberen und unteren Holzbalken (Aussparungen) eingelassen. Querrüber gehen zwei dicke Riegel die mit Holznägeln befestigt sind.
Fotos gern an private E-Mail

Gruß

Doris



Das wäre dann also...



...folgende Adresse:

mail(et)restauratio.com

Bin gespannt

Thomas



Sehr interessante Fotos.



Zum Alter lässt sich aber wenig sagen. Solch einfache Konstruktionen sind typisch für's ländliche Bauen und können im 16. wie auch im 19.Jh. ausgeführt worden sein.

Grüße

Thomas