Fachwerkwand

06.03.2012



Liebes Forum,lang ist es her das ich euch gefunden habe.nun möchte ich auch mal eine (wenn auch blöde Frage)loswerden..vielleicht könnt ihr mir ein paar tipps geben.wir haben eine alte ziegelscheune ca. mitte ende 1700.wir wollen den alten scharm des hauses noch mehr unterstreichen indem wir die wände im fachwerkstil "renovieren".bitte erschlagt mich nicht aber ich dachte bretter an die Wand anbringen dementsprechend bearbeiten hobeln feilen beizen..halt auf alt machen und den Zwischenraum mit Dämmputz füllen.was haltet ihr davon.ich will die beste lösung fürs haus und die preiswerteste für uns^^



Charme eines alten Hauses....



... den erhaltet Ihr, indem Ihr möglichst die Originalität nicht verändert, bzw. wiederentdeckt. Ein künstliches "mehr unterstreichen" hilft nicht dem Anliegen - schadet eher.

Wenn die Scheune ende 1700 gebaut ist, dann hat sicherlich die Denkmalbehörde ein Wörtchen mitzureden.

Anregungen würde ich mir auch über die Interessensgemeinschaft Bauernhaus holen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Alte ziegelscheune



leider gibt es keine wirkliche originalität mehr..über die Jahre wurde hier so viel "rumgemurkst"es sind verschiedene Anbaueten und zigtausen Materialien verwendet wurden.Wenn "wir" unter Denkmalschutz stehen wüßte das sicher schon einer..das haus ist seit mehreren generationen im besitz,werde mich aber trotzdem kundig machen. im grunde hat das haus nur noch den flair seiner geschichte aber ebend nichts sichtbares das ärgert mich von daher wollte ich dem haus etwas "geben" was es wieder atraktiv macht..vielleicht nicht die beste herangehensweise aber mit dem herzen in die richtige richtung gedacht^^mir fällt grade auf wie schön ich charme geschrieben habe...so ist das wenn man gehirnzellen in die muttermilch gibt^^(stilldemenz)





Entweder Bestand herausarbeiten und fachgerecht instandstellen oder dann neu und ehrlich, aber passend, reparieren oder ergänzen.
Neues, das auf Alt macht, gelingt nur selten. Ich finde angedübelte Bretter, die so tun, als seien sie tragende Balken, peinlich, genauso wie vor Betonwände geklebte Bruchsteinmauerattrappen und was es an derlei Scheusslichkeiten noch alles gibt.
Aber jeder muss selbst wissen, was ihm gefällt.
Die Denkmalbehörde hilft vermutlich auch dann auf Anfrage gerne beratend mit, wenn das Objekt nicht geschützt ist.



He Joi ,



gib doch dem Scharm vielleicht im Innern der Scheune eine Schankse ;-)
Nach außen ist gegen ein vollständiges Bretterkleid nichts zu haben , und es gibt keine Angriffspunkte für die Witterung wie bei in jeder Hinsicht aufgesetztem Fachwerk .

Auch mit (Dämm?-)Putz läßt sich arbeiten ; das scheint aber nur sinnvoll , wenn das Innere der Scheune auch bewohnt und eine Dämmung somit nötig wär .

Aber vorher zu überlegen : Wozu dient es ?
Gruß aus Minden
Jürgen Kube
FensterEcke Brüggemann + Kube ZiMMEREi
www.fensterecke-minden.de



Ps .Anmelden hier , kost nix ! Und macht Freu(n)de !



Jürgen Kube
FensterEcke Brüggemann + Kube ZiMMEREi
www.fensterecke-minden.de



alte ziegelscheune



das ist es ja, dass, "Fachwerk" soll ja ins innere..und ich möchte es nicht nur billig drandübeln. möchte auch vorhandene balken sichtbar lassen um wenigstens etwas von dem alten zu erhalten..das meißte wurde leider schon enfernt oder zerstört.will aus dem haus was machen was es schon lange nicht mehr war...ich kann auch nur Tapete dran machen aber dann ist es von innen wie von außen 08/15 und das ist meiner meinung nach nicht das richtige für ein haus mit so langer geschichte.Wozu es dient kann ich dir sagen..es ist unser zuhause..und es muß schon sehr lange generalüberholt werden. wir wollen dieses jahr auf unseren fast 500qm die uralte Elektrik erneuern und da stellte sich nun die frage was an die wand kommt.Ich liebe unsere alten böden, unsere kachelöfen aber das ist auch schon fast alles was aus alten tagen noch vorhanden ist.



alte ziegelscheune



http://community.fachwerk.de/upload/orginal/I2986_2006829201553.jpg

das ist aus eurem forum so in etwa stelle ich mir das auch vor...gut sind nun keine "bretter"...ich merke wie unglücklich ich mich ausgedrückt habe.



Innengestaltung



Das sollte doch machbar sein , alte Balken erhalten und alte Böden etc.
Wenn es um die Außenwände geht , sollte ein Dämmputz machbar sein , kommt aber auch auf den gesamten Wandaufbau an .

Vielleicht läßt sich ja auch etwas mit historischen Fachwerk gestalten oder ggfls Innenwände Freilegen , so vorhanden ?

Jürgen Kube
FensterEcke Brüggemann + Kube ZiMMEREi
www.fensterecke-minden.de



Ziegelscheune



ist nicht nur machbar..sondern schon gemacht..wollte damit nur andeuten das ich hier keine billigen abklatsch von irgendwas machen will..

innenwände gibt es (leider) reichlich..freilegen hatte ich auch schon im sinn mache mir nur sorgen um die hellhörigkeit,pflege...auf dämmputz bin ich duch goog.. gestoßen dort schrib man es seien kleine dämmteile wie Styropor oder ähnlichen drinn.klingt nicht dolle.gibt es auch dämmputz ohne solchen schmarrn.verputzen erscheint mir einfacher als dämmplatten anbringen(macht auch mehr spaß^^)



Dämmputz



goog doch mal nach HAKa Dämmputz , die werfen da Perlite rein , zumindest bei BioTherm , sehr schön zu Verarbeiten .
Jürgen Kube
FensterEcke Brüggemann + Kube ZiMMEREi
www.fensterecke-minden.de



Ziegelscheune



klingt gut..habe was bei goog über haga dämmputze gefunden sind diese denn nur für denn Innenbereich ausgelegt oder gibt es auch dämmputze für außen..ist dämmputz innen und außen eine sinnvolle lösung oder sollte ich mich für eines entscheiden



Moin Joi,



wieso jetzt nicht mal Butter bei die Fische und du stellst hier mal ein paar Bilder ein?

Dann werden Sie konkret geholfen........

Gruss, Boris



Ziegelscheune



ich hab höcchstens ein foto von außen...sieht man aber nicht viel..innen is nichts besonderes noch überall tapete drauf..höchstens den Fußboden und die alten kachelöfen könnt ich zeigen ansonsten ist ja wie gesagt nichts sichtbares mehr da..aber um öfen und Holz ging es ja nicht..werd mal schauen wie ich das hier hinbekomme mit dem bild



Ziegelscheune



so das isses nun was man sieht ist der anbau.rechts sind alles nur alte scheunen und nochweiter rechts unser Garten und dann dahinter unser feld



Ziegelscheune



eine frage hab ich noch, kann man eine tragende wand gegen fachwerk austauschen..muß es dann "gefüllt" sein...sind dann immernoch stahlstreben nötig..wenn ja kann man das mit holz kombinieren.wer außer einem Statiker kann mir bei so einer aktion helfen vor allem bei der richtigen Konstruktion der balken





Ich weiss ja nicht, was ihr alles vorhabt, aber wahrscheinlich wäre etwas Investition in einen altbauliebenden Architekten gut angelegtes Geld.
Hier was verkleiden, dort was auswechseln, da was umbauen ... ohne umfassendes Konzept wird das nichts.
Ich weiss, es ist schwer, sich zurückzuhalten, wenn man Tatendrang hat, aber man sollte sich dem Objekt zuliebe zwingen, die übliche Reihenfolge einzuhalten:

was ist vorhanden
warum wurde es so gebaut wie es ist
was möchte ich am Schluss haben
wie lässt sich das mit (nicht gegen!) der vorhandenen Substanz verwirklichen
was muss repariert, was ersetzt, was geändert werden und in welcher Reihenfolge
was kann ich selber machen
wieviel kostet das
welches sind die Nebenbedingungen (behördliche Auflagen, Nachbarn, usw.)

Ein guter Planer bringt sein Honorar mehrfach ein.

Wenn Ihr keine Erfahrung mit Balkenkonstruktionen habt, würde ich auch nicht gleich mit tragenden Wänden zu üben anfangen.
Nicht umsonst haben Fachleute für solche Gewerke eine mehrjährige Berufslehre zu absolvieren.



Nun ja.....



....die Scheune ist da jetzt nicht so wirklich drauf zu erkennen, da sieht man bei Google-Earth fast mehr...;-)

Fachwerk macht da in meinen Augen jedenfalls keinen Sinn.

Ich würde eher versuchen mit einer traditionellen Putzoptik wieder etwas Charme reinzubringen.

Wie wollt ihr die Scheune zukünftig nutzen?

Gruss, Boris





lieber jens paulsen..meine frage haben sie aber nicht beantworte^^einen architekten möchte ich nicht beauftragen und all die fragen sind schon beantwortet..ich dachte erfahrene mit balkenkonstruktionen würde ich hier finden deshalb auch meine frage..so nun zu dir lieber boris..was möchtest du denn haben.. vielleicht habe ich noch bilder aus vergnangenen tagen in schwarz weiß.nur nochmal nebenbei das nachgemachte fachwerk möchte ich innen (nicht an jeder wand) haben. auch wenn das nicht jeder nachvollzieen kann..habe mich nun ein wenig belesen und bin zu folgendem schluss gekommen..innendämmung kommt nicht in frage ... viele schreiben das es den Taupunkt nach innen verlagert und Schaden will ich dem haus nicht..wegen einer Außendämmung bin ich noch zu keinem guten ergebniss gekommen..es gibt in diesem forum leider keine einheitliche meinung über das was gut ist..wie auch..so zu meinem fachwerk habe ich auch eine lösung..sie werden ein wenig in die wand eingelassen..wenn ich mal viel geld übrig habe werde ich mir alte Eichenbalken besorgen..boris was verstehst du unter einer traditionellen putzoptik..als erstes wollte ich mir alte fensterläden besorgen damit die front ein netteres gesicht bekommt..ach habe ich vergessen zu sagen das wir schon drinn wohnen..leider können wir erst jetzt umbauten in angriff nehmen..naja das liebe geld eben..mehr als alte böden freilegen und öfen reparieren ging leider noch nicht



Ziegelscheune



ich habe noch ein paar fotos ausgegraben einmal mit Anbau einmal ohne



Ziegelscheune



mit anbau



Potemkinsches Fachwerk



Langsam lichtet sich das Dunkel.
Das ist keine Scheune, sondern der ehemalige Gasthof "Ziegelei Schletta", vorher wahrscheinlich das Wohnhaus eines Fabrikanten oder Gutsverwalters.
Das Gebäude ist kein Fachwerkbau, wahrscheinlich sind wie damals üblich die nichttragenden Innenwände in verputztem Fachwerk erstellt worden.
Hier dieses Fachwerk freizulegen oder mit aufgepappten Bretteln nachzuäffen ist etwa so wie in Goethes Wohnhaus am Frauenplan in Weimar Bretter auf die Wände zu schrauben, damit es wie Fachwerk aussieht.
Die Leute die das Haus früher mal so haben bauen lassen waren stolz darauf, sich einen modernen Massivbau leisten zu können. Sie hoben sich damit von den thumben Bauern ihrer Nachbarschaft ab, die noch nach Altvätersitte im Fachwerk wohnten. Nicht weil sie es wollten sondern weil sie sich keine so schönen neuen Häuser leisten konnten.
Geben sie dem Haus besser seinen ursprünglichen Charakter zurück. Versuchen Sie mehr über seine Geschichte herauszufinden, über seinen Bauherren, seine Besitzer. Bei einer behutsamen Entkernung finden sich sicher noch Spuren wie z.B. alte Wandbeschichtungen, die man partiell zur Ansicht belassen könnte. Mit einer entsprechenden Möblierung, den damals im 18.Jhr. gängigen Tapetenmustern und Vorhängen könnten Sie z.B. versuchen, einen Raum im Stil des Hauses nachzuempfinden.
Oder sie Kleben sich ein paar PUR- Balken- und Bretterimitate an Wand und Decke...

Viele Grüße



Ziegelscheune/Ziegelei



doch es war einmal eine ziegelscheune oder besser eine ziegelei..warum zweifeln sie daran..ist doch aus dem oberen bild ersichtlich..die ziegelei wurde später von einer familie aufgekauft und die haben den anbau gebaut..es wurde die untere etage als gasthaus genutzt und oben haben sie gewohnt..kurz nach dem bau der Mauer wurde es dann nur noch wohnhaus..und irgendwann sind wir dann hier eingezogen..was ist bitte daran verkehrt verputze fachwerkwände freizulegen..alte wandbemalungen sind vorhanden und teilweise auch sichtbar..auch habe ich nicht vor mir irgendwelche bretter an die wand zu pappen und schon gar keine imitate..wie oben schon gesagt "kennen" wir die ehemaligen besitzer weil es schon immer in familienbesitz war..nachdem es keine ziegelei mehr war..



Moin Joi,



wenn ich irgendwo falsches Fachwerk sehe, frag' ich mich: "was soll das?" , genauso wie ich mal einen Wiederaufbau im Norden gesehen hab', wo ein Architekt 2 alte FW-Häuser + Scheune auf ein viel zu kleines Grundstück gepresst hat: Es bleibt immer das Gefühl: "Hier stimmt was nicht". Viel Geld und Mühe für die Katz'........

Wenn noch nie Sichtfachwerk da war, bleibt in meinen Augen nur Handputz für die Scheune (ein Foto von innen wär' halt hilfreich), so wie's die Bauern früher selbst gemacht haben.

Auch einen Dämmputz kann man in der Oberflächengestaltung "alt" aussehen lassen, indem man ihn nicht über Schienen glatt abzieht und filzt, sondern etwas beulig lässt und nach dem anziehen z.B. mit einem feuchten Pinsel oder Quast nacharbeitet. Kellenschläge sind eine weitere Variante, ob das bei euch "üblich" war, weiss ich nicht.

Ich hatte bei unserem Aussenputz ein längeres Gespräch mit den Gipsern, bis endlich der Groschen gefallen war: "Ach so, Sie wollen dass es so aussieht als hätten Sie es selber gemacht".

Hier noch ein Foto wie so eine Putzstruktur aussehen kann (hab leider kein besseres gefunden):

Gruss, Boris



Ziegelscheune



das ist auch nur nachgemacht..fragst du dich da auch was das soll.ich finds schön..sind alte eichenbalken aus nem schweinestall..so stell ich es mir auch vor..alos bis auf die ordnung(-;





Der gekappte Ständer rechts gleich neben der Türe ist statisch und konstruktiv unsinnig und wäre im Original niemals so ausgeführt worden.
Hier stimmt was nicht.
Mir muss es nicht gefallen.
Viel Spass beim Umbauen



Potemkinsches Fachwerk



Das Haus war NIE! eine Scheune und es wurde auch nicht als Scheune gebaut, auch nicht als Ziegelei!

Viele Grüße



Ziegelscheune



danke wir werden freude am bau haben..hast recht jeder hat seinen eigenen geschmack..danke trotzdem für das rege interesse und die vielen antworten

können sie mir sagen wie sie darauf kommen das das keine ziegelscheune war was ist mit dem uraltfoto auf dem das schild ziegelei schletta steht



doch eine Ziegelscheune



ihre anmerkung das es sich bei unserem haus nicht um das handelt was es ist finde ich unverschämt und ich erhoffe mir noch eine antwort auf diese behauptung..anbei nochmal das bild welches aussagt um was es sich bei meinem haus handelt

falls sie nur meinen blutdruck in die höhe jagen wollten..es ist ihnen gelungen



potemkinsches Fachwerk



Ich könnte jetzt die Gegenfrage stellen woher Sie wissen das dies mal eine "Ziegelscheune" war und welche Funktion diese "Scheune" einmal hatte.
Vielleicht denken sie trotzdem mal darüber nach.

Dann noch ein Anstoß zum Nachdenken:
Nur wenn an einer Gaststätte der Name "Ziegelei" steht heißt das noch lange nicht, das die Gaststätte bzw. das Gebäude um das es geht mal eine Scheune (oder "Ziegelscheune") war.

Ich kann nur wiederholen was offensichtlich ist wenn man sich die Fotos von diesem Gebäude ansieht:
Das ist ein (höherwertiges) Wohngebäude typisch für den Übergang vom Barock zum Klassizismus, also ab 1. Hälfte 19.Jhr.
Vielleicht steht das Gebäude auf dem Betriebsgelände einer ehemaligen Ziegelei und gehörte dem Besitzer/Fabrikanten.

Steigt ihnen bei dieser Feststellung auch der Blutdruck?

p.s. Noch etwas zur Erläuterung: Krüppelwalm und Mansarde waren typische Erscheinungen dieser Periode.
In reinem Fachwerk würde man bei einer Ziegelei wohl kaum so ein Gebäude errichten immerhin saß der Besitzer/Erbauer ja an der Quelle.
Der Anbau/Umbau zur Gaststätte stammt offensichtlich aus der Zeit um 1910 bis etwa 1930, der Architekt hat mit ein paar Versatzstücken des Klassizismus wohl auf das Baualter des Bestandsbaues verwiesen.

Viele Grüße



Ziegelscheune



sie haben recht das die gaststätte um 1900 ist um genau zu sein 1920 in dem jahr hat die familie pf... die ziegelei gekauft und zum wohnhaus/gaststätte "umfunktioniert".und damit meine ich sie haben einen anbau an die bestehende ziegelscheune gebaut...woher ich weiß das mein haus eine ziegelscheune ist? sicher nicht weil ich mal eben auf ein foto geschaut habe..ja und an dem einen foto erkennt man die gaststätte...aaaaber auf dem anderen ist nur die ziegelei ohne anbau inklusive einem großen schild was davor steht mit dem namen ziegelei schletta..wären sie aufmerksam gewesen wäre ihnen das nicht entgangen.desweiteren besitzen wir alle originalurkunden von diesem haus,und auch ohne diese sieht man das hier eine ziegelei war...die vielen fotos die noch exsistieren,eine wiese die nur aus ziegelerde besteht,der alte brennofen der in unserer scheune steht und und und..

von einem mann mit so einem profil hätte ich keine so voreilige unbedachte unverschämte äußerung erwartet...



potemkinsches Fachwerk



Tja, wie sind Sie denn nun darauf gekommen das dies eine Ziegelscheune ist.
Das weiß ich immer noch nicht.
Auf dem Schild von 1900 steht jedenfalls nichts davon drauf. Vielleicht ist das ein Ortseingangsschild, vielleicht steht da noch drauf wann der nächste Gottesdienst in der Kirche anfängt oder einfach nur Schlettaer Hof und da drunter die Bier- oder die Zimmerpreise... keine Ahnung.
Dann wäre es nett wenn Sie zu meiner Bildung etwas beitragen könnten und mir nun endlich erklären was eine Ziegelscheune ist.
Und was dieses Wohnhaus um das es geht damit zu tun hat.

Viele Grüße





Können Sie bitte ein Bild vom Brennofen einstellen? Würde mich interessieren, wie der aussieht.
Wenn die Ziegelproduktion zu Beginn des ersten Weltkrieges noch in Betrieb war, müssten die Gebäulichkeiten und der Ofen ja riesig sein (auf http://de.wikipedia.org/wiki/Ziegelei gibt es eine Vorstellung davon, was so um die vorletzte Jahrhundertwende Stand der Technik war).
Es ist durchaus üblich, dass Gastwirtschaften nach Betrieben benannt werden, die in der Nähe sind oder dort früher einmal waren ("Zur alten Mühle", "Zur Schmiede" oder eben "zur Ziegelei"). Das bedeutet nicht, dass im also benannten Gebäude selbst dieser Wirtschaftszweig je ausgeübt wurde und es sich daher nur aufgrund der Namensgebung zwingend um eine Umnutzung bestehender Gebäudesubstanz handeln muss.
Eine Ziegelscheune als Gebäude, das der Lufttrocknung handgeformter Ziegel vor dem Brand dient und zu diesem Zweck gebaut wurde, sieht anders aus als Ihr Haus.
Deshalb die Nachfragerei.