farbgestaltung

15.02.2005



Hallo,
wir haben eine denkmalgeschützte Scheune umgebaut und suchen jemanden, der uns bzgl. der Außengestaltung/Fassade-Feensterbekleidung-Anstrich/Farbgestaltung..etc berät.



Fassadengestaltung sollte in das Landschaftsbild passen



Hallo kroeger,

eine anspruchsvolle Farbberatung aus der Entfernung durchzuführen, ist nicht seriös, dafür sind zu viele Einflussfaktoren zu beachten.

In jeder Region leben einige Malermeister, welche mit Erfahrung, Leidenschaft und Seele regelmäßig gelungene Farbgestaltungen ihren Kunden "liefern". Beobachten Sie Gerüstplanen in Ihrer Region, oder fragen Sie in gelungenen Objekten nach. Mit etwas Übung finden Sie so ihren guten Maler. Auch die regionale Malerinnung wird Ihnen eine ordentliche Empfehlung geben.

Sollten Sie aus finanziellen Gründen einen hohen Eigenleistungsanteil erbringen müssen, drucksen Sie nicht rum, sagen Sie ehrlich, daß Sie es selber machen wollen - gegen ein vorher vereinbartes Honorar werden Sie von fast allen Malermeistern ein Farbkonzept bekommen.


Mit farbenfrohen Grüßen
Peter Seifarth, Malermeister





sollte es sich tatsächlich um ein EINZELDENKMAL handeln, werden sie wohl zudem kaum die freie wahl haben. wenden sie sich doch bitte an die zuständige denkmalschutzbehörde, die berät sie dann auch - umsonst.
machen sie etwas, was deren willen zuwider läuft, haben sie eine menge ärger am hals und verlieren möglicherweise ihre steuerlichen abschreibungsmöglichkeiten.
was mich wundert, ist, dass die denkmalschutzbehörden nicht schon im rahmen der baugenehmigung, die sie haben müssten bei nutzungsänderung, hinzugezogen wurde?

gruß
bettina





@ Bettina Ingenkamp, es gibt solche und solche Behördenmitarbeiter. Manche beraten ohne das speziell gefragt wird. Andere lassen die Leute eben in eine Falle tappen.
Daß der Denkmalschutz einer Umnutzung einer Scheune zu Wohnzwecken zustimmt, ist schon mal bemerkenswert. In der Regel wird von Bauherren ein Originalbefund-Nachweis verlangt. Also muß ein (guter) Restaurator beauftragt werden, der eine Expertise zur Originalfarbgebung erstellt. Doch den wollen/können die Bauherren in der Regel nicht bezahlen.

Für Familie Kröger: In jedem Falle der Denkmalbehörde höflich auf die Schnürsenkel treten und um ihre Meinung, möglichst um eine konkrete Farbvorgabe bitten. Schulterzucken hilft manchmal.
Malermeister Peter Seifarth hat in jedem Fall recht: Ferndiagnosen sind nicht seriös, auch wenn sie gut gemeint sind. Die früher verwendeten Farben sind abhängig vom Alter des Hauses, des "Baustils", der Region und dem Geldbeutel der damaligen Erbauer. Und genau das will die Denkmalpflege, wenn sie ganz korrekt ist, von Ihrem Haus wissen. Und ein altes Haus verrät Ihnen das alles noch, auch wenn scheinbar kaum noch Originalsubstanz vorhanden ist.
Wenn Ihre alte Scheune früher garnicht gestrichen war - sowas soll es ja geben - dann muß eben eine glaubwürdige Vorgabe gemacht werden. Diese ist in jedem Fall von Ihrer Region abhängig.
Viel Erfolg wünscht Ihnen
D.Fr.

PS. Mich interessiert sehr: Vorher - Nachher. Wie haben Sie die Scheune übernommen und wie sieht sie später als Wohnhaus aus?? Das ist bundesweit ein wichtiges Thema für die Interessengemeinschaft Bauernhaus.