Scheune zu Wohnhaus umbauen?

05.01.2005



Hallo!
Ich muss gleich vorweg zugeben, von Bautechnik etc nicht gerade viel zu wissen, daher vielleicht einige nicht fachlich richtige Ausdrücke möglich...

Wir haben die Möglichkeit, eine im Familienbesitz befindliche Scheune (Bj.1954), Grundfläche 10*15m, samt Grundstück zu bekommen. Die Scheune steht an einem Hang und ist daher halb "unterkellert", d.h. unten ist ein Eingang mit einem "halben Stockwerk", oben ein Scheunentor. Der Boden besteht nur aus gestampfter Erde, außer den Außenwänden aus "normalen grauen Steinen" sind keine Böden oder Mauern im inneren vorhanden. Im Inneren sind auf Holzbalken-Systemen die Böden aus Holzbrettern vorhanden. Mit dem "Keller" sind ca. 4 Stockwerke vorhanden. Elektro- und Wasserinstallation sowie Kanal fehlen.

Wir überlegen nun, ob es möglich ist, aus dieser "Scheunenhülle" ein Wohnhaus zu machen. Vielleicht kann uns hier jemand Tipps, Ratschläge, Kostenfragen, Fördermöglichkeiten etc geben, die uns diesem Traum etwas näher bringen könnten. Danke!



Kontakt



Schau doch einmal hier in der Plattform nach Nothhelfer, Michael und rufe Ihn an und sag beste Grüße von mir.
Dies ist ein fantastischer Architekt der alten Schule, der auch sehr sensibel und fundiert Lösungen aufzeigen kann.
Ein richtig wahrer Freund, was auch Zusammenarbeit betrifft.

Grüße ins Bayernland





danke schonmal für den tipp!

Ich habe auch hier schon nach diesem Thema gesucht und bisher noch nicht viel passendes auf "meine" Scheune gefunden.

Das Dach ist nicht isoliert, aber vor einigen Jahren komplett neu gedeckt worden. Die Wände sind meines Wissens nach nicht isoliert, nur außen verputzt. Die Holzbalken im Inneren sind sehr gut in Stand. Wie ist das nun mit Isolierung, Dämmung etc.? Dass das Dach isoliert werden muss, ist mir schon klar, und dass ein Estrich gelegt werden muss... Aber wie sieht es z.B. mit der Statik aus? Kann man da überhaupt Böden/Decken einziehen? Hat jemand evtl schon Erfahrung mit solchen Umbauten? Muss das Dach zum Innenausbau wieder abgedeckt werden? oder ist es möglich, zb ein "Innengerüst" aus Stahlträgern zu bauen, auf dem die Decken liegen?
Bis wir anfangen können, werden vermutlich sowieso noch einige Jahre vergehen, bis wir die nötigen finanziellen Mittel aufbringen können. Handwerklich würde ich mich als normal geschickt einstufen, und würde auch alles, was möglich ist, selbst durchführen, bis auf die üblichen Dinge, die vom Fachmann gemacht werden sollen.
Vielen Dank schonmal, Grüße
Ingmar Süß



Scheune zu Wohnhaus



Dachog, a Preiß meint, ja warum denn nicht, wenn man es bezahlen kann. So wie dargelegt muß die die ganze Erschließung gemacht werden. Nachfragen beim Wasser- u. Abwasserverband,Energieversorger usw. was die Erschließung oder ein Anschluß kosten würde. Damit man die Örtlichkeit genau bezeichnen kann, beim zuständigen Katasteramt eine Abzeichnung der Flurkarte bestellen, hat zwei Jahre Gültigkeit und wird auch für einen späteren eventuellen Bauantrag benötigt. Kostet etwa 10 Euro. Haben die Ihren Senf dazugegeben´, sollte man zwei, drei Bauunternehmer nacheinander ranholen, darlegen was man will und fragen für wieviel der oder der das so machen würde. Von denen bekommt man dann auch Hinweise was noch dazu gehört. So hat man dann erstmal einen Anhaltspunkt was der Bau ansich kosten würde. Dazu kommen nun noch die die Bauentwurfs- und -genehmigungskosten. Um auf der sicheren Seite zu sein ca. 10% drauflegen. Dies kostet normalerweise noch kein Geld. Bei den Bauunternehmern aber jammern, daß man drei linke Hände hat, nichts selbst machen kann und es in drei Wochen losgehen soll. Wichtig noch den örtlichen Bebauungsplan einsehen, ob dort überhaubt gebaut werden kann. Meine Meinung. Nu man dralle hen!



"scheunenhülle"



...wundervoller titel!
vor allen überlegungen aber steht die idee, eine vision! soll es nur eine notlösung sein, oder aber traum und wunsch eine vorh. hülle zu füllen? am ende ist alles machbar herr süss!
schöne grüsse
chr. bernard



Erst



zum Bauamt, damit man weiß was rechtlich machbar ist. Dann einen guten Planer und Statiker hinzuziehen, der in der Lage ist die Träume und Wünsche umzusetzen.
Dieser macht eine Kostenschätzung. Erst dann sind die Handwerker dran, indem sie am besten ein vom Planer ausgearbeitetes Angebot abgeben. Nur so kann man wirklich Vergleiche ziehen.
Für die ganze Prozedur bis zum Baubeginn getrost 1/2 bis ein 3/4 Jahr einplanen. Dann ist man vor allem in der Entwurfsphase nicht unter Zeitdruck. Kann sich die Entwürfe an die Wand pinnen, stundenlang anschauen, mit Freunden diskutieren und damit schwanger gehen. Dann wird's eine Gute Sache.



notlösung oder traum?



Das ist auf jeden Fall ein Lebenstraum von uns! Wir wollten schon immer ein außergewöhnliches Haus/Wohnung haben, eine Fabrik, einen alten Wasserturm o.Ä... Da solche Objekte nicht gerade leicht zu kriegen sind, ist das jetzt natürlich ein absoluter Glücksgriff. Visionen, wie das ganze aussehen soll haben wir natürlich auch schon, wir möchten gerne den Kontrast mit der "alten" Hülle und den Balken im Inneren mit einer modernen, schlichten und zeitlosen Innengestaltung mit viel Glas, Metall und verschiedenen offenen Ebenen. Jetzt fehlt nur noch das nötige Kleingeld, da wir ja keine Notlösung möchten, bei der es nur schnell gehen soll, sondern es soll schon ein Traum verwirklicht werden. Wird dann wohl noch etwas dauern...

Aber vielen Dank für die vielen Hinweise und Tipps!
Grüße







Ein Traum wird wahr.



Hallo,

unser Traum soll Ende diesen Jahres auch fertig werden.
Ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen, aufjedenfall Zeit lassen und nix über´s Knie brechen.
Nachdem das Baumamt und die Nachbarn dem Umbau zugestimmt haben (war nicht einfach wegen Grenzbebauung und Änderung der Nutzung), sind wir jetzt in der Finanzierungsplanung und haben grünes Licht von der Bank bekommen. Mit gesamten Planung haben wir in 2003 begonnen und sind jetzt soweit, dass wir im März anfangen können.
Da ich beruflich sehr eingespannt bin, habe ich leider nicht die Zeit mich selbst um die Bauausführung zu kümmern, damit haben wir den planenden Architekten beauftragt. Ich hoffe das alles gut läuft und nicht zu viele unvorgesehene Herausforderungen auftreten damit aus dem Traum kein Alptraum wird.

Gruß aus Wiesbaden



Scheuklappen



Lieber Ingmar

Ich denke aus einer Scheunenhülle kann ein wunderbares Haus werden. Dies muß aber vor Ort begutachtet und geplant werden. Hol dir wirklich erfahrene Bausanierungsspezialisten, lass dich nicht über den Tisch ziehen und behalte einen klaren Kopf - denn denken solltest du selbst, überlass es bitte nicht Anderen.

So jetzt setz ich meine fachspezifischen Scheuklappen auf:
Lasse die Scheune auf jeden Fall gründlich auf Holzschädlinge untersuchen und zwar von einem Spezialisten. Im Zweifelsfall mach lieber eine Heißluftbehandlung sonst wird aus dem Zweifelsfall ein Verzweiflungsfall.

Gruß


Lutz



Bilder



hier noch ein paar Bilder der Scheune von außen:
http://home.arcor.de/urbaninvasion/urbaninvasionHP/forum/scheune1.jpg
http://home.arcor.de/urbaninvasion/urbaninvasionHP/forum/scheune2.jpg
http://home.arcor.de/urbaninvasion/urbaninvasionHP/forum/scheune3.jpg

Im Moment wird die Scheune als Stellplatz für Boote und einen Campingbus vermietet. Innen ist auch alles trocken, die Balken sehen aus wie neu.





Sehr geehrte Damen und Herren

Ich habe Ihr Inserat gerade gelesen, dass Sie den Scheune auf Wohnhaus umbauen wollen. Wo ist genau der Bauobjekt liegt? Unser Firma Trinkler Express Schreinerei, Weggis werden Ihnen Ihr Haus für Umbauten / Innenausbauten zu unterstützen. Bitte Sie uns Ihr Adresse und Telefonnummer per E-Mail: trinkler-express@gmx.ch



Klappern und Lärmen



Na hier wird ja wieder fleißig geklappert !!

Bitte ein wenig mehr Substanz und weniger Werbung.

Lutz Parisek



probleme...



jaja, so gehen die probleme los... wir haben uns die Scheune jetzt nochmal genauer angeguckt (wir wohnen ca.350km weit weg), und erschreckendes feststellen müssen: der gesamte Dachstuhl und so gut wie alle tragebalken sind von Holzwurm befallen! Da in dem Ort noch kein Kanal liegt, müsste außerdem eine Art "Klärgrube" angelegt werden, was in einem "fertigen" Haus scheinbar sehr schwer einzubauen ist (laut Anwohnern). Daher werden wir vermutlich nicht den gesamten Dachstuhl erneuern, die Wände isolieren/dämmen und das Erdreich fast komplett um die Scheune abtragen für Isolation und "Kanal", sondern wir wollen eher die Scheune abreißen und ein komplett neues Haus dort hin bauen... Laut einem befreundeten Architekturstudenten wird das wesentlich billiger werden, als die Scheune auf das gleiche Level zu bringen, da das neue Haus gleich so geplant und gebaut werden kann, dass es allen Vorschriften entspricht. Und so idealistisch sind wir nun auch nicht, dass wir uns finanziell übernehmen, nur um dieses "alte" (ist ja "nur" von 1960) Haus zu erhalten...
soweit der neueste Stand



Träume



Nun dann scheint sich das Thema ja erledigt zu haben.

Wahrscheinlich hat euer Freund ja auch recht. Wenn es nicht noch etwas anderes gibt, dass massiv für das Gebäude spricht.

Gruß
Lutz Parisek



Das könnte z.B.



der Standort sein. Einmal abgerissen ist der Bestandsschutz weg.