Beheizung einer Scheune die umgebaut wird

07.05.2007



Erst mal Hallo zusammen,

nun mir liegt was auf dem Herzen. Ich bin derzeit mit dem Umbau einer Scheune beschäftigt und die zentrale Frage der Heizung (Wärmeabgabequellen)hat mir bislang noch kein Unternehmer zufriedenstellend bzw. überzeugend beantworten können.
Zum Bauwerk selbst:
Es handelt sich um eine alte Scheune (EG 70er Schieferbruchstein), OG (60er Schieferbruchstein), DG 40 Schieferbruchstein. Direkt neben der Scheune steht das Haupthaus (Bj. 1859) mit Sandsteingewänden. Auf der anderen Seite grenzt giebelseitig ein weiterer Scheunentrakt an, der jedoch nicht genutzt wird. Der Rohbau ist von mir fertig gestellt worden. Die Fenster sind bereits eingesetzt. Das EG wird lediglich als Zugang mit Treppe zu den darüber liegenden Geschossen genutzt. Im 1. OG befinden sich Schlafräume und Bad, im DG wird Küche, Essen und Wohnraum mit Galerie untergebracht. Nun geht’s an die Installationen. Es ist nicht möglich, an der Gebäudeaußenseite eine Dämmung anzubringen, da im EG sich ein Sandstein Torbogen befindet. D.h. der bestehende Außenputz (ca. 20 J. alt) wird so bleiben (auch aus Kostengründen. Das erste OG bereitet mir Probleme, da die Fensterlaibungen wohl am ehesten mit Schimmel bzw. Tauwasser befallen sein werden. Da die Schlafräume, wenn sie geheizt werden sollten (nur wenns knackig kalt ist) nur gering geheizt werden, wird die Oberfächen´-Temperatur an der Innenseite auch nicht sehr hoch sein. D.h. Feuchtigkeitsschäden sind vorprogrammiert, oder? Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Wärmedämmputz von Innen an den Außenwänden und Fensterlaibungen das Problem aus der Welt schafft. Mir stehen max. ca. 4 cm für Material (einschl. Oberputz) zur Verfügung. Ob eine in Klebemörtelbett verklebte Dämmplatte (evtl. Polysterol Hartschaumplatten) Abhilfe schaffen kann, bin ich mir nicht sicher. Einer Wandheizung stehe ich skeptisch gegenüber, da sie nur etwas bring, wenn geheizt wird und sie auf der anderen Seite wohl kostenintensiv sein wird. Bislang hat mir noch niemand was Gescheites mitteilen können. Wer kann mir den entscheidenden Tipp / Vorschlag unterbreiten.

Viele Grüße und schon einmal Dankeschön

Alfred



Hallo erst mal...



zurück,

die Antworten haben Sie sich schon fast selbst gegeben. Die Oberflächentemperaturen sollten auf ein Niveau gebracht werden, welches 1. zu erwartende Bauschäden vermeidet und 2. bei einer Nutzung der Räume eine Behaglichkeit schafft. Letztlich werden die Lösungen im Detail liegen. Diese kann man in einem Forum nicht erwarten. Aber ein altes Gebäude verlangt bei einer Sanierung nicht nur vom Fachmann eine Kompromißfähigkeit, sondern in erster Linie vom Bauherren. Da heißt es auch zu entscheiden, wo die Prioritäten liegen. So bedeuten 4cm für eine energetische Sanierung des Laibungsbereiches jede Menge ‚Holz’. Hier sind verschiedene Lösungen denkbar. Diese sind allerdings immer im Verbund mit anderen Faktoren, wie Wandaufbau, Art und Ausführung der Fenster, usw. zu sehen.

Und im Bezug auf die Wandheizung muß ich Fragen, ob andere Heizungssysteme etwas bringen, wenn sie nicht in Betrieb sind (gut, ein Heizkörper kann man zum Abstellen nutzen…)? Und warum soll sie kostenintensiv sein? Im Vergleich zu was?

Zum Abschluß vielleicht der erwartete ‚entscheidende’ Tip: versuchen Sie sich einen erfahrenen Fachmann ins ‚Haus’ zu holen. Doch zahlreiche, verwirrende Meinungen reichen nicht aus. Am Ende muß die Lösung für Sie verständlich, angenehm und umsetzbar sein. Sie müssen dann damit leben können…

Mit freundlichen Grüßen
Uwe Berghammer