Fachwerkhaus zu Grundstückspreis kaufen?




Wer hat Erfahrungswerte?

Ich liebäugle gerade mit einem leerstehenden Fachwerk-Bauernhof.
Es ist zwar ein großes Grundstück, allerdings schlimm zugebaut mit allerlei Schuppen, Hütten und einer großen Scheune, die dem restlichen Grundstück und Haus die ganze Sonne nimmt.
Möchte jemand schätzen (ich weiß dass soetwas pauschal schwierig ist...)was ein Abriss der Scheune und Schuppen kosten könnte (mglw. mit Eigenleistung, aber mit Entsorgen d. Schutts)?

Weiterhin ist ein Raum des Wohnhauses viel zu niedrig, was kommt auf einen zu, wenn man den Fußboden tiefer haben möchte? Darunter ist ein ca.1,50 hoher Kriechkeller.

Und zu guter Letzt (zumindest von den Dingen, zu denen wir noch keine Vergleiche haben...) ist der Dachstuhl brüchig, der Dachboden würde aber sowiso zum Wohnraum umgebaut werden. Wie sind hier eure Erfahrungswerte/-kosten? Grundfläche Wohnhaus ca.12m *8m, mit/ohne Dämmung/Ziegel?

Freuen uns auf viele Antworten,
Fachwerkdutzi



Sanierungskosten



So etwas vom Schreibtisch einschätzen zu wollen geht nicht.
Und was die Sanierungskosten insgesamt betrifft:
Bei richtig schlimmen Zuständen, wie hier wohl vorhanden, kommt man locker auf über 1.000 € pro m² Nutzfläche.
Da sollte man vorher besser erst einmal ein paar 100 € für einen Wertermittler oder Planer investieren, ehe man kauft.
Den m²- Preis des Grundstückes können Sie beim zuständigen Gutachterausschuß tel. erfragn.

Viele Grüße



Huch?! Wir haben doch schon gekauft!



Und ich geb's auch nicht wieder her! ;-)

Oder handelt es sich gar nicht um unsere Hütte?

Ernsthaft: Wir haben das getan. Und bislang klappt die Sanierung recht gut und bleibt finanziell im geplanten, überschaubaren Rahmen. Allerdings
- war unser Haus von vorneherein gut in Schuss und
- haben wir uns reichlich Zeit gelassen.
Bei Euch sieht es anscheinend etwas schlimmer aus. V.a. der Dachstuhl war bei uns fast völlig in Ordnung; wir mussten nur neu decken lassen (inkl. Unterspannbahn usw.). Inklusive eines maroden Giebels, den wir neu stellen lassen mussten, sind wir dafür auf 16T Taler gekommen (16m x 9m).

Auch eine abzureißende Scheune haben wir. Allerdings hatten wir nur einmal eine Abrissfirma da, die erst einen Irrsinnspreis genannt hat (30T) und dann, bei unserer Ablehnung, spontan auf ein Drittel runtergegangen ist. Tatsächlich wollen wir aber gar nicht abreißen i.e.S., sondern von einem Bergehof rückbauen lassen. Und glücklicherweise haben wir endlich auch einen Hof gefunden, der's voraussichtlich machen wird. Falls Eure Scheune auch alt und mithin voller wertvoller Baumaterialien ist, wäre das vielleicht auch für Euch eine Option. Sie ist dann nicht mehr "das Problem", sondern "das Baumateriallager". ;-)

Hoffe geholfen zu haben. Ciao,
Konrad



Wunsch und Wirklichkeit



Bei allen Preisen ist natürlich viel Nebel und Wunschdenken enthalten, wenn man nicht vor Ort mit dem Hammer in der Hand etwas begreifen kann. Auch der Rückbau geschädigter Gebäude ist kein Abenteuerspielplatz und somit selten billig. Es müssten schon sehr gute Baumaterialien enthalten sein und dies ist regional sehr verschieden. Wo steht denn das Traumhaus?



Rückbau durch Bergehof?



Zuerst lieben Dank für eure Antworten.

Das mit dem Rückbau vom Bergehof gefällt mir, aber sind die auch an Teilabrissen interessiert? Es hängt nämlich alles aneinander, die Gebäude sind miteinander verbunden und das Wohnhaus soll ja bleiben. Es handelt sich größtenteils um Ziegelsteinmauern, Gebälk, Bretterwand und Dach. Gibt es hierfür einen Markt?

Schönen Tag noch an alle!



Fragen



Jeder Bergehof entscheidet selbst, was er braucht und was er schafft. Sucht einfach den ersten und fragt; der wird dann andere in der Umgebung kennen und Euch ggf. weitervermitteln.

Prinzipiell sind die Höfe auch an Teilabrissen interessiert, denn sie wollen ja meistens nur das Material, nicht die ganze Konstruktion.

Viel Glück,
Konrad

PS: Wo steht denn die Traumhütte?