Fußbodenaufbau in umgebauter Scheune

18.06.2012



Moin.Moin
Habe einiges hier gelesen und da, wie im Forum geschrieben, jeder Fall ein eigener ist hier meiner:

Das Haus, das heißt die Mauerfundamente und Teile der Grundmauern sind über 100 Jahre alt, Es gibt keine, ich glaube das heißt Perimeterdämmung, weder an den Außenwänden noch unter den Haupthausböden deren obere Schicht Estrich ist, bzw. Fliesen auf Estrich. Vor etwa 20 Jahren mal gemacht. Was unter dem Estrich ist, ist unbekannt und für meine Fragen wahrscheinlich auch nicht wichtig. Keine Keller.

Zum Objekt:
Scheune mit Verbindung zum Haupthaus (wie bei einem Reihenhaus) wurde vor ca. 20 Jahren aus und umgebaut. Die Bodenfläche beträgt ca. 80 qm. Wie geschrieben Mauerfundament, welches etwa 80 cm tief in festem, trockenen sandigen Mutterboden steht. Die Außenmauern ab Bodenhöhe ebenfalls vor 20 Jahren neu errichtet. In den Mauern ist eine Feuchtigkeitssperre verbaut. Diese Folie ragt innen ringsum lediglich ca. 2 cm aus der Mauer. Es ist sozusagen ein „steinalter“ Rohbau. Das Dach wurde auch neu gemacht, – der Erdboden der Scheune blieb.
Der Boden:
Eine 80qm große, unebene, quadratische Bodenfläche, fester, trockener, sandiger Mutterboden. Keine Feuchtigkeit, kein drückendes Wasser. Es soll nun ein nicht lasttragender Boden(keine Fußbodenheizung) oben OSB oder Holzdielen (15 – 20 mm) entstehen. Diese auf einer Unterkonstruktion, Holzlattung von ca. 10cm mit Zwischenraumisolierung. Im Forum gibt es einige Vorschläge für diese obere Schicht.
(wenn man statt einer Holzunterkonstruktion die OSB Platten oder Dielen auch auf Styrodur Hartschaumplatten oder ähnlichen legen kann, wäre ich nicht abgeneigt)
Meine Fragen:
Wie tief sollte der Mutterboden beim jeweiligen Aufbau raus und wie würde dieser Aufbau in Schichten ab Mutterboden aussehen?
Gibt es Arten des Aufbaus ohne Beton und wie sähen diese ab Erdreich aus? Wie ist das mit dem Anschluss an die horizontale Sperre?
Wenn Beton, gibt es Aufbauten nur mit Unterbeton, würde der Unterbeton direkt auf das Erdreich gegossen und wie geht’s dann weiter bis zum Holzboden?

Und vielleicht, wie sie es machen würden.

Lieben Dank



Bodenaufbau nach Rohbau?



Ihren Zeilen folgend nehme ich an, dass es sich um einen Rohbau der 1990er Jahre auf einem älteren Fundament handelt, bei dem noch keine Bodenplatte eingebaut wurde (?)
Wenn Sie einen feuchtigkeitsempfindlichen Boden (Dielen auf Lagerhölzern) einbauen wollen, empfiehlt sich die vorherige Errichtung einer Feuchtigkeitssperre. Diese basiert am einfachsten auf einer einfachen Beton-Bodenplatte und einer darauf aufgebrachten Abdichtung aus Bitumenbahnen.



Bodenaufbau



Ja, so könnte man sagen. Nach einem Brand sind Dachstuhl und Großteil der alten Mauern ersetzt worden, innen wurden noch Kalksandsteine an die bestehenden Außenmauern gesetzt. Der Boden ist nun gut 30cm abgetragen, darauf sollte eine Bauplane, dann der Beton und darauf die Bitumenbahnen verschweißt werden. Diese dann an die Horizontalsperre der Mauern angeschlossen. Darauf 100 – 200mm Styrodur für Böden (je nach zur Verfügung stehender Aufbauhöhe), dann 10mm Holzfaserplatte und 18 – 22mm OSB Platten. Alternativ Styrodur, Lagerhölzern und Dielen.
Zum Beton.
Die Bodenplatte hat keine tragenden statischen Aufgaben. Ich wollte hier Beton (KF = flüssig) nehmen direkt bis an die Mauern gegossen. Über die Höhe und ob mit Bewehrung bin ich unsicher, da mir alles Mögliche geraten wurde: 15 cm mit Bewehrung, bis 10 cm ohne, von Stahlfaserbeton bis Magerbeton. Wenn ich das Gelesene und Gesagte abwäge wären ca. 10 - 12 cm Beton 20/25 oder 25/30 (keine Bewehrung) der Mittelweg.
Hier könnte ich noch etwas Rat brauchen.