Was kostet mich mein Lieblingshaus?

11.06.2005



Hallo,

ich schmökere schon seit einiger Zeit in Eurem Forum und werde mir immer sicherer - Ihr habt bestimmt eine Idee zu meiner Frage!
In meiner Stadt wird von der Stadt selbst eine denkmalgeschützte Scheune zum Kauf gegen Höchstgebot angeboten. Die Scheune ist in einem absolut unbewohnbaren Zustand und muss erst komplett hergerichtet werden. Sie steht in einem "bevorzugten" Stadteil, wo der m2 etwa 350,-Euro kostet. Das Grundstück ist etwa 415 m2 groß.
In welchem Bereich könnte ich bieten, ohne direkt daneben zu liegen? Und habt ihr eine Idee wieviel mich eine Komplett-Sanierung und -Renovierung nach den Auflagen des Denkmalschutzes kosten könnte (grobe Angaben langen völlig aus, wobei ich natürlich weiß, dass auch die schwer sind ...).

Vielen Dank und liebe Grüße,
Sabine



die



antwort haben sie sich doch schon selber gegeben: wert: grundstückswert. als bank würde ich dann noch sagen: minus abrißkosten (auch wenns keiner abreißen will)
für die privatperson: alles was es einem wert ist, genau diese scheune in genau diesem stadtviertel zu haben. und das hängt zuförderst von ihrem finanziellen vermögen ab.
und da sie ja planen, schon für das grundstück eine menge Holz zu lassen, sollte der Architekt auch mit drin sein, der kann dann vor ort beurteilen, wieviel "rohbau" tatsächlich vorhanden ist, welche Mehrkosten die auflagen des denkmalschutzes verursachen und wie das zu einem Neubau im verhältnis steht - denn unter rein rationalen gesichtspunkten müsste man das auch betrachten.
und beachten sie bei der von ihnen in den raum geworfenen zahl auch, ob es sich um erschlossene oder nicht erschlossene grundstücke handelt und gucken sie, was bei der scheune da noch kommen könnte. und ob die zustimmung zur Nutzungsänderung (soll ja sicher Wohnhaus werden), verbindlich zugesagt ist.
übrigens, wer bei einer auktion gewinnt, hat immer zuviel bezahlt, das ist ein unumstößliches gestz :-) muss einen nicht traurig machen, ist aber so.



Für die Sanierungskosten gesamt



würde ich mal mit ca. 2000 - 2300 EUR/qm Nutzfläche rangehen. Dann bleibt vielleicht so viel nicht übrig zum Steigern.

Wenn Sie das mit den Erwerbskosten für beziehbare Wohnfläche in dem Stadtteil vergleichen, werden Sie etwa auf ähnliche Werte kommen.

Und danach rechnen Sie das mal um auf ersparte Miete unter Berücksichtigung Ihrer Abschreibungsmöglichkeiten (Steuerberater) und Anlagenziele. Gibt es Zuschußmöglichkeiten? Vorher abfragen bei Landesamt für Denkmalpflege in Schloß Seehof und Abt. Städtebauförderung in Kommune.

Danach können Sie sich immer noch entscheiden.

Wobei es bei den Baukosten natürlich schon sehr drauf ankommt, wie stark man sein Geld später mit Blödsinnsmaßnahmen wegschmeißt.

Viel Erfolg!