Ausbau einer Fachwerkscheune

11.01.2006



Guten Tag, ich habe die Möglichkeit eine Fachwerkscheune auszubauen. Das EG besteht aus Backsteinen und darauf ist das Fachwerk aufgesetzt. Denkmalschutz besteht nicht. Das Gebäude ist in gutem Zustand und nicht unterkellert. Leider kann ich über Tiefe und Beschaffenheit des Fundaments keine genauen Aussagen machen. Eventuell sollte die Ausfachung erneuert werden, da sie aus Bruchsteinen besteht. Das Satteldach ist relativ neuwertig. Die Abmessungen sind 8x8 m mit 2 Vollgeschossen. Ausreichend Platz für evtl. Anbauten besteht an allen 3 Seiten. Für die Heizung könnte der Ölbrenner im Hauptgebäude verwendet werden, da die Leistung ausreichend wäre. Bedingung wäre die Verwendung von umweltfreundlichen Baumaterialien. Wer hat Erfahrung mit solchen Fachwerkausbauten und kann mir Tipps geben, bzw. wie kann ich die Kosten dafür schätzen?



Hallo,



um einen Kostenvoranschleg, ob für Eigenleistung oder Firmenleistung, benötigt mann ein Baukonzept. Dieses sollte mit ihnen und einem Planer erstellt werden. Da man die Bedürfnisse der neuen Bewohner mit den Möglichkeiten der Scheune in Einklang bringen soll. Wenn sie mit natürlichen Baumaterialien bauen möchten, Rate ich ihnen zu einem baubiologisch veranlagten Planer oder Baubiologen oder Lehmbauer, die sich auf das erstellen komplexer Konzepte spezialisiert haben.



Stimmt, mit Einschränkung.



Planer ist richtig, aber es braucht einen mit Bauvorlageberechtigung. Das ist eine Umnutzung und dafür wird eine Baugenehmigung erforderlich.
Grüße aus Leipzig von
Martin Malangeri



Hallo Martin



für ein Baukonzept mit welchem mann zu einem Planer geht braucht mann nur einen erfahrenen Handwerker der die Probleme dieser Bausubstanz kennt. Denn meine erfahrung mit Planern ist leider die, das sie aus Berührungsangs vor diesen Baustoffen zu schnell Beron und Gipskart. einsetzen. Lieber mit fertigem Konzept zu einem Bekanten gehen der Eingabeberechtigt ist. Es sei den mann findet einen der wenigen Archit. die sich bereits seit 10 Jahren und länger mit gesundem nachhaltigem Bauen beschäftigt. Gruß Martin



Wie immer!



Es gibt solche und solche...
Ich kenne auch beide Wege und habe in meinem Bekanntenkreis diverse Archis und Ingenöre die mit Gipskarton und mit Lehm (jeweils als Beispiel) umgehen können und genau das zeichnet ja einen guten Planer aus. Er muß es nicht Verarbeiten aber er sollte soviele Parameter über die Verarbeitung kennen, dass er planerisch damit umgehen kann. Dagegen fallen mir Handwerker, die auch von Architektur und Raumplanung Ahnung haben, deutlich weniger ein. Das kann mit persönlichen Erfahrungswerten zusammen hängen, aber alleine hier im Forum gibt es haufenweise Planer die z. T. jahrelange Erfahrung mit alter Bausubstanz und biologischen Baustoffen haben.
Grüße aus Leipzig
Martin



Erfahrene Fachleute



gibt es doch hier im Forum genug. Eifach mal lesen, was die so schreiben, und dann einen aus der region ansprechen.
Oder bei der IGB nachfragen.

Viel EWrfolg wünscht
jh