Holzscheune als Wohnhaus

12.08.2005



Hallo, wir haben eine Holzscheune. Wir möchten ein Drittel davon zum Wohnhaus ausbauen. Der Rest der Scheune soll erhalten bleiben (u.a. für unsere 2 Pferde). Es müsste ein Geschoss erstellt werden, weiterhin möchten wir einen Teil als großen Wintergarten in die Scheune integrieren. Wie fange ich am schlausten an?



als



allererstes gehen sie auf ihr Bauamt - denn sie brauchen eine baugenehmigung, da nutzungsänderung. dort klären sie auf dem wege einer kostenpflichtigen Bauvoranfrage oder so von mensch zu mensch (dann allerdings ohne rechtssicherheit), ob sie dürfen, was sie wünschen.
wenn das postiv beschieden ist, beauftragen sie einen architekten/bauingenieur, der ihnen sagt, was geht und was nicht und wie am besten und was es ca. kosten wird. einen Statiker werden sie auch brauchen. für die eigentliche Baugenehmigung brauchen sie eh jemanden, der vorlageberechtigt ist - sie sind es nämlich nicht.



Zweitens



Hallo Katrin

Als zweites prüft ihr den baulichen Zustand des Gebäudes sehr gründlich. Das heißt ihr sucht das Haus an jeder noch so verborgenen Stelle von oben bis unten gründlichst auf jede Art von Schädigungen ab. (Feuchte, Risse, Abplatzungen, Holzwurmspuren etc.)
Diese Schädigungen müssen dann fachlich gründlich bewertet werden (Ursache, Zerstörungsgrad, Gefahrenpotential, Sanierungskonzept)aber dabei helfen wir im Forum auch gerne.

Gruß

L. Parisek



scheunenumbau



hallo,
was war vorher in der Scheune? Gab es auch ein Teil Stallung?
Wenn ja aufpassen wegen Salpeterbildung im Mauerwerk.
Wie schon gesagt erst zum Bauamt gehen Die Sache mit den Abstandsflächen könnte ein Problem werden. Dann eine Kostenkalkulation vorbereiten, nach gepl. Wohn- und Nutzfläche, nach Umbauten Raum (als Vergleich). Das beste ist eine Kalkulation nach Gewerke oder Bauteile, aber dafür brauchen Sie Vorkenntnisse.
In meine Scheunenumbauten habe ich stets bemerkt das am Ende die Kosten die eines Neubaus gleich sind oder manchmal übertreffen! Aber es ist schöner in eine alte Scheune zu wohnen als in einen sterilen Neubau.
Mit freundl. Grüßen
J.E.Hamesse



und Drittens braucht man gute Ideen



Hallo Katrin,

Wie in den vorangehenden Beiträgen dargestellt gibt es verschiedene Blickwinkel für Euer Vorhaben: einen baurechtlichen, einen organisatorischen (Kosten, Abwicklung) und einen technischen (Zustand, Schäden...)

Für den von Euch geplanten Eingriff müssen aber diese Aspekte zusammen mit Euren Vorstellungen in einem Entwurf zusammenfliessen. Hier liegt die eigentliche Herausforderung, die nicht durch eine Diskussion im Forum geleistet werden kann. Die Qualität des Entwurfes zeigt am Ende des Tages, ob Funktion und Architektur dauerhaft überzeugen. dazu bedarf es mehr als das blosse Zusammenfügen von Rahmenbedingungen.

Daher mein Rat: Nehmt Euch frühzeitig einen Architekten, der Erfahrung mit alten Scheunen, Respekt vor historischer Substanz und Kreativität für Neues miteinander vereint.

Gutes Gelingen,



Haus umbauen



Guten Morgen,

außerdem kostet das alles Geld. den ersten Blick hätte ich deswegen aufs Konto geworfen.
das war doch die Frage, oder ?