Scheune abstützen - Frage zum "Innenfundament"

23.08.2017



Wir haben vor 2 Jahren ein Haus erworben, bei dem an der Scheune vor 20 Jahren eine Sanierung hätte begonnen werden müssen.

Die Südseite ist hinüber, zwei der Querbalken auf dem Sandsteinfundament verrottet und einer der tragenden Balken ist noch vorne "abgerutscht" und schwebt frei, während er die Scheune langsam Richtung Nachbars Garten zieht.

Maße der Scheune: Etwa 12*18*10m, Baujahr Anfang 18hundert

Nun hatte wir bereits einige Firmen da, die sich das beschaut haben. Akute Einsturzgefahr besteht nicht, allerdings wollte auch keiner den Auftrag haben, die Scheune an dieser Stelle zu sanieren. Die eine Firma meinte das kann ein Fass ohne Boden werden und wir sollen die Abreißen, eine andere hat schon mal knapp 45.000€ veranschlagt, allerdings für eine Generalüberholung der gesamten Scheune.

Nun bin ich nicht ganz neu auf dem Gebiet und das ist auch nicht das erste Haus/Scheune, die dringend Hilfe braucht und wir sind mittlerweile bei folgendem Plan:

Da das Fundament (Sandstein, etwa 50-60cm breit, bis zu 80cm über dem Boden, Tiefe unbekannt) noch ganz gut steht und nur das vordere fünften der Scheune das Zeitliche segnet, wollen wir innen das Fachwerk zunächst mit einer eigenen Fachwerkonstruktion abstützen.

Statik steht in groben Zügen für die Holzkonstruktion, aber zuerst muss da das Fundament rein, aber ich überlge noch, welcher Weg der beste ist.

Beton-Sockelfundament pro Balken? Wenn ja, wie tief in den Boden/über dem Boden und in welcher Relation zu den Balken. 50*50*70 war eine Größe, mit der bisher geplant wurde.

Oder lieber ein umlaufendes Betonfundament innen am Sandsteinfundament lang?

Oder besser die drei quadratatischen Räume von 3*3m, die innen von Fundament umgeben sind, komplett ausgießen und damit eine Bodenplatte einziehen?

Etwa drei Meter innen in der Scheune läuft noch einmal ein Sandsteinfundament mit Balkenschwelle lang, so dass sich das theoretisch mit Beton ausgießen lässt. Mit einer Bewehrung, die beidseitig mit dem Sandsteinfundament verhakt wird, könnte man das Fundament theoretisch sogar etwas zugstabiler machen. (Vorschlag vom Zimmerermeister)

Boden ist gestampfter Lehm in der gesamten Scheune

Bin mal gespannt was ihr einziehen würdet.

Es geht erst mal nur um das Abstützen der Konstruktion, un das geht innen wesentlich einfacher als sich außen lang zu arbeiten (ebenfalls Vorschlag Zimmerermeister)



Für eine provisorische



Abstützung würde ich Baustützen auf Bohlenstücke stellen. Für ein langes Provisorium aus Holzbalken würde ich unter die Stützen Schwerbetonsteine, Hochborde, o.ä. verwenden. Einfach auf den Scheunenboden legen.





Vielen Dank für die Antwort, hat leider eine Weile gedauert bis ich auf der suche nach Schwerbetonsteinen fündig geworden bin.
Ich habe nach einiger Suche einen Händler für Schwerbetonsteine gefunden. Es kam aber auch der Vorschlag, dass man theoretisch Schalbetonsteine nehmen könnte, diese bewehrt und verfüllt.

Müsste eigentlich auch gehen, oder bin ich da falsch informiert?



Das ist auch möglich



Dann machst du halt ein "Streifenfundament" aus Schalsteinen.
Und so wächst das Provisorium zu einer Dauerlösung ;-)



Fachwerk abstützen



Fotos wären hilfreich!
In aller Regel genügt es, lastverteilende Bohlen/Balken unter die Stützen zu stellen.
Schwer zu entsorgende und nicht wiederverwendbare Betonteile würde ich vermeiden wenn nicht unbedingt notwendig
oder nicht jahrelanger Einsatz geplant ist.
Bau-/Betonstützen gibt's gebraucht für unter 10,-€/St.,
die können später wieder verkauft werden.
Jeweils unten und oben gegen Verrutschen fixieren- die Gewinde gut Ölen und mit Rohrstück oder Brecheisen hochdrehen.

Bei viel Last sind unter Balken gestellte/geschraubte Wagenheber hilfreich-
nachdem die korrekte Höhe erreicht wurde Baustütze unterstellen.
Immer doppelt absichern!

Andreas Teich





Danke für die schnellen Antworten.

Fotos reiche ich mal nach wenn ich daran denke beim Arbeiten da welche zu machen.

Vielleicht ziehe ich wirklich ein Streifenfundament innen am Sandsteinfundament ein und unterstütze das vorhandene Fachwerk einfach 1:1, also hinter jeden vorhandenen Ständer ein weiterer Balken ähnlicher Stärke und jeden Querbalken ebenfalls, dann habe ich zumindest keinen Zeitdruck mehr... das sollte über den Winter und den Sommer halten ;)