Blinde Isolierglasfenster reinigen oder austauschen lassen?

08.07.2008



Nach knapp 20 Jahren Durchschauen sind mittlerweile alle Scheiben blind. Jetzt steh ich vor der Alternative, die Scheiben auszutauschen oder reinigen zu lassen. Letzteres erscheint mir weniger Aufwand zu sein, allerdings zweifel ich an der Nachhaltigkeit. Was tun?



Und die Dämmwirkung?



Ich würde austauschen. Bei der Gelegenheit kann man auch gleich Scheiben mit einem besseren Isolierverhalten einsetzen.



Fenster



hab ich das richtig verstanden: Sie putzen alle 20 jahre die Fenster oder denken zumindest darüber nach ?

Grüße





Reinigen, heißt das, es wird gereinigt, mit Gas gefüllt und wieder versiegelt?

Grüße Annette



Reinigen heißt aufbohren, denke ich



Die verschiedenen Anbieter haben unterschiedliche Methoden - meistens wird wohl aufgebohrt, gesäubert (wie auch immer) und die Bohrlöcher danach wieder verschlossen. Die Erfahrungen mit diesen Methoden kenne ich aber nicht und die wollte ich eben hier abfragen.
Danke für den Hinweis mit der Dämmwirkung, ich mach mal einen Kostenvergleich.

Übrgigens: Fensterputzen ist out, heutzutag tauscht man einfach die dreckigen Scheiben gegen saubere :)





*öööhm*...
aufgebohrt???

*grins*...

also beruflich hab ich ein kleines bisschen mit Fensterglas zu tun...

Isoglasfenster werden blind, weil sie nicht mehr ganz dicht sind ;o). Deshalb muss man noch lange nicht neue Scheiben einsetzen, die alten sind doch noch ganz...

So werden Isofenster hergestellt (ganz grob):
Da gibt es einen Rahmen (oft Metall, sieht man, wenn man in die Scheibe reinguckt).
Auf diesen Rahmen werden vorne und hinten Scheiben aufgelegt/geklebt, dann wird in den Scheibenzwischenraum -meistens Gas - geleitet und das ganze außenrum versiegelt. Jetzt ist es dicht.

Wenn eine Isoscheibe nicht mehr dicht ist, ist das, weil das Gas mit den Jahren entweicht.

Wenn Sie neue Fensterscheiben kaufen ist das nichts anderes als jetzt frisch gereinigte, mit Gas gefüllte und versiegelte... nur halt alles in brandneu...

Grüße Annette



forum 95177



Danke für die Einweisung ins Fenstermachen.
Wie füllt man das Gas in den Zwischenraum - muss da nicht irgendwie geöffnet werden (die Firma reklar bohrt)? Ist die Versiegelung danach wieder dicht? Ich stell mir das wie bei wasserdichten Uhren davor, die einmal geöffnet nicht wieder die ursprüngliche Dichte aufweisen...

Werd mal einen Energieberater fragen und Euch auf dem Laufenden halten.
Gruß
Isobi



Ich



kenne im Nachbarort einen, der, ich schätze mal seit fast 20 Jahren, das Reklair System einsetzt. Ich habe bisher noch nichts schlechtes gehört. Also sollte es funktionieren. Habe aber keine Ahnung was sowas kostet, und ob es billiger wäre, die Scheibe gleich zu wechseln. Gruß H. Köhler



Blind werden die Scheiben ja wohl nicht,



weil etwas fehlt (das Gas), sondern eher, weil etwas hinzugekommen ist (Kondenswasser, Schmutz).

Da die Scheibenabdichtungen somit undicht sind, müsste gereinigt bzw. getrocknet, abgedichtet und neubefüllt werden. Das alles, um einen viel zu hohen k-Wert wiederzubekommen.

Ich kann mir nicht vorstellen, das das wirtschaftlich sinnvoll sein kann. Also besser neue Scheiben.

Grüße

Thomas





Es ist ja nicht in allen Scheibenzwischenräumen Gas drin. Aber je nach dem, was da drin ist, hat es u. a. eine Auswirkung auf den Wärmedämmwert.

Warum soll das wirtschaftlich nicht sinnvoll sein?
Versteh ich nicht...

Du schmeißt ja auch Dein Auto nicht weg, nur, weil die Reifen platt sind ;o)

Grüße Annette





PS: ja, ich hab mich falsch ausgedrückt.

Dass der K-Wert nicht mehr der selbe ist wie am Anfang kann deshalb sein, weil das Gas mit den Jahren sich verflüchtigt.

Beschlagen tun sie, weil sie undicht sind...



Gleichnisse sind Unsinn.



Wenn's aber halt auf dieser Ebene laufen soll - der Reifen fliegt schon weg, wenn er kaputt ist. Ich habe nicht zugeraten, das Fenster zu entsorgen.

Der Rest lässt sich mit dem Taschenrechner klären (unter Berücksichtigung der Heizkostenersparnis durch besser dämmende Scheiben), ob das nun alle verstehen oder nicht.

Grüße

Thomas