Schaumglasschotter und Feuchteabdichtung

13.06.2017 Sese



Hallo Leute,

ich hab da mal ein Problem, vielleicht kennt das der ein oder andere und hat ein paar gut Tips. Zum Hintergrund, altes Bauernhaus von ca. 1920 was wir total kernsanieren. Alten Bodenaufbau raus, da unterschiedliche Höhen und neue Anordnung von Abwasserverlauf. Ausgekoffert mit SchaumGlasSchotter wieder aufgefüllt bis -15cm/ -10cm FOK. Dann soll neuer Fußbodenaufbau kommen mit Holzfaserweichplattensystem mit FBH (4cm) und Dielen (2cm).

Aber wie habt ihr:
A) den SGS gerade/eben hinbekommen?
B) Welche Folie auf den SGS und wie habt ihr die Folie an die Horizontalabsperrung (Dachpappe) angebracht?

Zu A); Bin kurz davor eine Vlies und/oder EPDM Folie auf den SGS zu legen eine feine Schüttung (Cemwood/Perlitt/Schaumglasgranulat) einzubringen, damit ich ein gescheites Niveau für die letzten 6 cm Aufbau habe l Irgednwas, was man abziehen kann. Aber die Preise von solchen Ausgleichschüttungen sind nicht gerade günstig.

zu B) Ist Teichfolie EPDM als Trennschicht zur Feuchteabdichtung auf SGS überhaubt geeignet oder muss ich erst noch ein Vlies einbringen? EPDM finde ich immer nur fürs Dach nie für den Bodenaufbau. Und wie zur Hölle mach ich z.B. eine EPDM Bahn an ein der alten horizontalen Bitumbahn/Dachpape in der Wand fest, wenn diese gerade weniger als 1 cm rausschaut?Einfach einputzen ?

Freu mich auf eure Tips



Fußbodenaufbau



- etwa bis -20 Zentimeter unter Oberfläche Fußboden schachten,
- Rohrgräben für Entwässerungsleitungen schachten,
- Leitungen in Sand verlegen, Rohrgräben damit auffüllen,
- Folie als Trennlage verlegen,
- etwa 5 Zentimeter Estrichbeton 0-4 oder 0-8 als
Sauberkeitsschicht eben und glatt einbauen,
- Abdichtung montieren (Folie oder Dichtschlämme),
- Dämmung aus trittfesten Holzfaserplatten verlegen,
- in die obere Dämmlage Lattung zum Fixieren der Dielung bündig einbetten,
- Dielung montieren.

Die Dielung liegt vollflächig auf der Dämmung auf, die Latten fixieren nur.
Fußbodenheizung unter Dielen ist machbar aber teuer, wenig fehlertolerant und aufwändig. Dielen sind beim Laufen komfortabel was die Dämmung betrifft, sie fühlen sich ohnehin schon fußwarm an.
Fußbodenheizung ist effektiver unter Fliesenbelag und Massivestrich, dem im Erdgeschoss üblichen Aufbau.



Bodenaufbau



Wurde schon ausgeschachtet oder wie ist der jetzige Stand?
Warum erst alles ausgraben und dann wieder auffüllen???

Foto hilft weiter
Ich würde auch eher Holzdielenboden ohne Fußbodenheizung vorsehen-statt dessen Wandheizung oä und lieber mehr Dämmung oder weniger tief Ausschachten.

Andreas Teich



Kein Polystoryl...


Kein Polystoryl...

Hallo zusammen,

ich wollte kein Polystyrol weil ich von dem BASF kram nicht überzeugt bin. Außerdem wollte ich einen kapillar brechenden, dämmenden, tragfähigen Aufbau. Im Nachhinein wären foamglas Platten vielleicht besser und schneller gewesen. Aber jetzt ist es zu spät. Knapp 40cm Sand aus dem Haus raus und 40cm SGS wieder rein. War einiges an Arbeit aber jetzt ist es drin.

Werde mir morgen noch einmal eine Rüttelplatte ausleihen und schauen ob ich den SGS gerade hinbekommen (+/-1 cm) . Denn die letzten male musste ich den SGS mit einem Rüttelstampfer einbringen, da die Platte mit 70kg immer so tief eingesackt ist, dass sie nicht gefahren ist. Der "Hoppser" kam besser aus dem SGS wieder nach oben. Daher hab ich derzeit +/- 6cm durch die kleiner Rüttelfläche. Da ich jetzt nur noch eine geringe Höhe ausgleichen muss hoffe ich mal, dass es mit der Platte funktioniert.

Ich weiß, dass Dielen und FBH keine gute Kombi ist, aber meine Freundin ist ne Frostbeule und will auf keinen Fall kalte Füße haben. Deswegen kommt zur Absicherung eine FBH unter die Dielen (Wohnraum EG) und in die Bäder. Soll eher eine Fußbodentemperierung werden, denn den Rest machen wir mit Wandheizung. Wärmebedarfsberechnung ist gerade beauftragt.

Da ich gerne im Trockenbau den Fußbodenaufbau erledigen möchte, wird die FBH in 40mm Holzfaserweichplatten verlegt werden. Zwischen den HFW-Platten und dem SGS brauch ich nun 1. eine Abdichtung und 2. eine Ausgleisschicht damit die HFW flächig aufliegen.

Idee war ein Geovlies zu legen zum Schutz der Folie. Dann eine EPDM oder PVC Folie zur Abdichtung, darauf eine Sandschicht zum Höhenausgleich vom SGS. Dann die HFW-Platten mit FBH und dann Dielen (bzw. Trockenestrich und Fliesen im Bad).

Wird die EPDM Folie einfach nur am Rand hochgezogen und kurz unter FOK abgeschnitten oder sollte man diese irgendwie an der Wand fest machen, damit kein Feuchtigkeit am Rand entweichen kann.

Vielen Dank für eure Antworten, Meinungen, Tips und Anregungen...



Fußbodenaufbau



Ich hoffe das arme Haus übersteht dieses Strippen der Streifenfundamente in Verbindung mit einer Rüttelorgie.



Hat alles überlebt....



Hallo Herr Böttcher,

ja Haus hat es gut weggesteckt.... Keine Risse zu sehen weder innen noch außen. Bin auch nicht über die Fundamente gefahren, das wäre sicherlich nicht positiv gewesen... Nach anfänglichen Problemen mit der Rüttelplatte hab ich es dann doch noch geschafft mit +/-2 cm eine einigermassen gerade Ebene hinzubekommen auf die der weitere Aufbau kommt.

Vlies (Schutz für Folie)
Folie (Feuchtigkeitssperre)
Sand (zum Nivellieren)
Holfaserplatten/Lagerholz mit FBH/Alublech (fixierung von FBH und Dielen)
Dielen

Bleibt noch die Frage von Folie und Sand. Folie nur hochlegen oder an Außenwand fest machen, wenn ja wie? Und Sand als Ausgleichsschüttung mit max. 4cm Höhe. Der Preis für Sand ist einfach unschlagbar günstig mit 23€ Tonne. Denn anderen Ausgleichsschüttungen kosten ca. das 10fache und bei ca. 45 qm kommt doch einiges zusammen!

Danke Gruß



Fußbodenaufbau



Ich meinte mit den Fundamenten das einseitige Freilegen der Fundamentflanken in Verbindung mit den Vibrationen. Wenn nach ein einigen Wochen ein paar Türen anfangen zu klemmen wissen Sie warum.
Es war auf jeden Fall eine hochriskante Aktion die Sie da durchgezogen haben, eine Art russisches Roulette.
Überflüssig, teuer und gefährlich.

http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/fussboeden.html