der richtige Fußbodenaufbau im Erdgeschoß von Fachwerkhäusern

13.05.2003


Ich habe eine Frage zum Fußbodenaufbau in einem nichtunterkellertem Erdgeschoß. Mein alter Holzfußboden ist an den Rändern zur Außenwand verfault! Und zwar sieht der alte Aufbau folgendermaßen aus: Feinsandige Schüttung so hoch wie der Sockel (80cm), darin Kanthölzer in 30cm Abständen,dann Dachpappe, darauf Lattung (durch die Dachpappe in die Kanthölzer genagelt und darauf Parkett. Die Kanthölzer sind teilweise von Erde nicht mehr zu unterscheiden. Damit in Zukunft nicht mehr das gleiche Dilemma entsteht, möchte ich gerne bei dem neuen Fußboden auf Holz ganz verzichten. Leider liegen die Schwellenbalken zu 3/4 unter Fußbodenoberkante, was ihnen nicht so gut bekommen ist.
Wie geht man bei Fachwerkhäusern vor? Sollte man auf feuchtigkeitssperrende Elemente (Folie, Dachpappe) ganz verzichten, damit die Feuchtigkeit nicht in die Fundamente umgeleitet wird? Könnte man auf die feine Sandschicht der Füllung (ca.80cm über dem Erdreich) direkt einen Estrich, bzw. Fließestrich legen? Und wie gestaltet man den Übergang vom Estrich zu den Schwellenhölzern? Eine schmale Lücke lassen, die dann mit einer Fußleiste von oben verschlossen wird? Oder muß die Lücke mit einem Mittel ausgeschäumt werden? Ich bin in dieser Sache völlig ratlos und hoffe, daß es hier jemanden gibt mit Erfahrung im Fußbodenaufbau.
viele Grüße aus Norddeutschland



schaumglasschotter



hallo fachwerkler

Ich habe ein aehnliches Problem in meinem Haus und will es folgendermassen loesen:

* Parkett und alles Holz zunaechst entfernen; (falls das Parkett wie bei mir geklebt war kann man das mit einer entspreckhenden Kreissaege in streifen schneiden und so transportieren)
* Den Boden ca. 40cm ausheben
* es gibt einen Stoff den nennt man Schaumglasschotter; den will ich im Weiteren verwenden. Er spart einige Sperrschichten;
* den Schotter schuettet man zunaechst auf und verdichtet ihn dann nach Heerstellerangabe
* auf die so entstandene Schicht kommt nur noch der gewuenschte Estrich ggf. mit Fußbodenheizung/El.-Instal.
* fertig

Hinweis: Ich bin gerade beim Ausheben des Boden; Habe also noch keine Langzeiterfahrung. Fuer diese Faelle immer den Fachmann fragen!


mfg Kay



fussboden



Auf jedem Fall belüften, nicht mit Silicon oder Beton sperren. Eigentlich sollte der Fussboden nicht höher als der UK Schwelle liegen. Jede Abdictung des Fussdodens bedeutet Umleitung der Feuchte in den Wände. Ich vermute dass eine Horizontale Sperre nicht vorhanden ist. Ich habe vor kurzem Schaumglasschotter in einem Projekt in Sachsen-Anhalt eingebracht. In einem Raum ohne Fussbodenheizung, der andere Raum (Bad) mit Fussbodenheizung in Form von Rücklaufschleifen. Der Einbau ist gelungen, jetz heißt es Abwarten wie die ganze Sache sich verhält. Allerdings habe ich eine horizontale Sperre eine Rollschicht unter der Schwelle einbauen lassen. Schaumglasschotter ist Tragfähig weil die Teile ineinander gekeilt sind, und ist kapillarbrechend.
Aber, wie mein Vorgänger es bereits geschrieben hat muss man den Boden ausheben, ca 30cm ohne Fussdodenheizung, ca 40 cm mit Fussbodenheizung, weil dort eine Zusätzliche Dämmschicht unter den Leitungen kommt.



Schaumglasschotter



Das bereits erwähnte Material "Schaumglasschotter" ist eines unserer gemeinsamen Fachbereiche und wir sind auch Fachbetrieb zu diesem Materialeinastz.
Trotzdem sollte eine genaue Begutachtung der Vor-Ort-Situation erfolgen, um gegebenenfalls die effektivste Lösung zu finden und zu deffinieren.
Diffussionsoffenheit ist eine der sinnvollsten Lösungsvarianten, denn viele andere Lösungen zeigen uns heute Ihre gravierenden Nachteile nach kürzester Zeit auf.
Zu Beratungen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Freundliche Grüße
Jannasch LehmHandWerk




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