Schaumglasschotter/ Bodenplatte

19.03.2015 Anet



Wir möchten unseren Hausneubau mit Streifenfundamenten und Schaumglasschotter begründen. Leider fehlen bisher befragten Unternehmen aus unserer näheren Umgebung Erfahrungswerte. Kennt jemand Firmen welche diese Aufbauform handhaben ?
Freundliche Grüße Anet



Glaschaumschotterfundamente



Ich würde bei den Herstellerwerken nachfragen-
Die können sofort alle Verarbeiter nennen und geben dir auch gerne entsprechende techn Unterlagen und Anleitung zur Anwendung und Verarbeitung.
Einfach dort anrufen geht am schnellsten.
Das nächstgelegene Werk sollte normalerweise wegen geringerer Transportkosten am günstigsten sein-
falls euer Bedarf nicht als Beiladung mitgehen könnte.

Andreas Teich



Gründung



Unter Streifenfundamenten ist SGS nutzlos.
Sinn macht es im Neubau als Gründungspolster bzw. Bodenaustausch unter Punktfundamenten wenn die Tragfähigkeit des Bodens nicht ausreicht und als Gründungspolster unter Bodenplatten; hier als Bodenaustausch, kapillarbrechende Schicht, Wärmedämmung und Frostschürze.



Als Dämmung



habe ich das mal als "warmen Fuß" in einer Wand mit verarbeitet im Bereich der inneren Dämmung des Fußbodens. foamglas ist dann gleichzeit zusätzliche Sperrschicht. Ist aber etwas teuer. Für die Dämmung auf der Bodenplatte würde auch Styrodur reichen.





Vielen Dank für die hilfreichen Antworten. Ich werde beim Hersteller nachfragen. Manchmal steht man auf dem Schlauch, wenn ein frei geplanter Bau ansteht und vieles auf einmal zu bedenken ist.



Alternative zu Schaumglas



Frag bei deinem nächsten Betonwerk nach Schaumbeton, der ist preiswerter und dämmt besser, außerdem kannst Du den selbst verarbeiten.



Wozu...



soll das gut sein? Für Kreativität ist im sichbaren Bereich noch genügend Spielraum. Besonders beim Fundament würde ich eher auf eine gut erprobte Konstruktion vertrauen. Das sind Aufbauten mit SGS nicht unbedingt. Außerdem ist eine Bodenplatte eine schöne Basis für den Fußbodenaufbau im EG.

Genau dafür ist im Übrigen Euer Planer da. Hat der auch eine Meinung?

Grüße

Thomas



Schaumglasschotter



Die Meinung des Planers würde mich auch interessieren (wenn es denn schon einen gibt), denn Gründungen müssen geplant werden.
Das geschieht nicht nach Gefühl sondern anhand des anstehenden Baugrundes und der Spezifik des Gebäudes.



Schaumglasschotterverwendung



Der Hersteller kann natürlich nur generelle Möglichkeiten zur Anwendung und Hinweise auf örtliche Verarbeiter geben.

Da es sich um einen Neubau handelt wird es ja ohnehin einen Planer und Statiker geben, der die örtlichen Verhältnisse und Lasten kennt.

Grundsätzlich gibt es Konstruktionen, bei denen Bodenplatten mit und ohne Frostschürzen auf Schaumglasschotter als Dämmung, als Drainage und zur Nivellierung stehen- insofern hat es durch Mehrfachnutzen nicht nur ökologische Vorteile gegenüber anderen Materialien.

Was jeweils techn machbar und sinnvoll ist ergibt sich aufgrund der örtlichen Bedingungen- das wurde schon in anderen Beiträgen bemerkt.

Techn Daten, Körnungen etc vom jeweiligen Glasschaumschotterhersteller-

Die Dämmwerte sind natürlich nicht wie bei XPS und müssen ggf durch eine größere Schichtdicke ausgeglichen werden.

Andreas Teich



Folgender Link trifft unseren Planungswunsch



http://www.ecoglas.de/anwendungen/hochbau/fussbodenaufbau-ohne-bodenplatte.html



Bodenaufbau mit Schaumglas



Das dürfte doch kein so großes Problem sein eine Baufirma zu finden, die die Hauswände auf Streifenfundamente setzt- was jeder Statiker berechnen kann und eine übliche Konstruktion darstellt.

Betondecken werden ohnehin nur mit 200 kg/m2 Nutzlast angenommen.
Ein Schaumglasschotterbett wird nach Angabe der Bodenpressung etc nun auch sicher so hergestellt werden können, daß es dieser Belastung ohne Setzungen standhalten kann.

Die Glaschaumschotterhersteller stellen doch ohnehin auf Wunsch Techniker, die für unerfahrene Verarbeiter entsprechende Anleitung geben.

Ich finde es ohnehin nicht sinnvoll bei jedem nicht unterkellerten Raum als einzige Standardlösung für einen tragfähigen Boden eine 15 cm dicke Betonbodenplatte zu verwenden , wie dies häufig empfohlen wird.

Die Beschränkung der Betonverwendung auf absolut notwendige Bauteile wäre nicht nur ökologisch sondern auch wirtschaftlich sinnvoll.

Oder aus welchen Gründen wolltest du Schaumglasschotter verwenden?

Andreas Teich



Schmerz...



...laß nach!

"Die Glaschaumschotterhersteller stellen doch ohnehin auf Wunsch Techniker, die für unerfahrene Verarbeiter entsprechende Anleitung geben."

Das ist keine Heimwerkerleistung!

Kopfschüttelnd

Thomas



Ne, ne Heimwerker sind nicht die Zielgruppe



Die Anwendungsberatung ist vorrangig für sogenannte Fachhandwerker. Das Produkt ist noch immer wenig bekannt.Hier im Raum mag kaum ein Maurerbetrieb es zu verarbeiten, geschweige den vorzuschlagen.

Gruß
Detlef



Ganz ehrlich:



Wenn es niemanden gibt, der das verarbeiten will, hat das mit Sicherheit Gründe. Bauen hat mal von weitergegebener (und natürlich auch modifizierter) Tradition gelebt. Vielleicht muß man ja gar nicht an der neumodischen Entsorgung alter Glasreste beteiligt sein?

Mittlerweile wird in immer kürzeren Abständen irgendwas Neues über die Rampe gezerrt. Man könnte sagen, das Baugeschäft hyperventilliert. Wer nicht so genau weiß, was er will, stürzt sich halt immer auf den buntesten Luftballon.

Ich mache nun keine Bodenplatten (und auch keine Streifenfundamente aus SGS). In meinem Revier sehe ich jedoch gleichfalls keinen Anlass, jeden Spleen des Kunden umzusetzen. Das hier ist eine rein technische Frage, und da sollte der Fachbetrieb der Wahl das Verfahren seiner Wahl einsetzen dürfen. Sollte 'mal ein Kunde handgeriffelte ungetrocknete Gummibaumlatten als Unterbau für einen Dielenboden durchsetzen wollen, käme er mit mir auch nicht in's Geschäft...

Ich bin durchaus dafür, daß der Kunde möglichst genau sagen kann, was er will. Es wird aber schwierig, wenn er da bestimmen will, wo er nicht kompetent ist.

Grüße

Thomas



warum ein Streifenfundament ?



Wie ist der Boden - sandig oder lehmig (siehe Wikipedia-Eintrag über Altmark) ? Auf einem sandigen Boden würde ich schon mal kein Streifenfundament machen wollen.

Wenn die Baufirmen in eurer Firma eher mit XPS + Bodenplatte arbeiten, würde ich mich da nicht dagegenstemmen. In der Fläche könnte man statt einer konventionellen Armierung auch Stahlfaserbeton verwenden.

Schaumglasschotter dämmt nicht so gut wie XPS, d.h. es braucht wesentlich mehr Aushub um den gleichen Dämmwert zu erreichen.



Guter Thread



Habe nochmal ein wenig recherchiert, weil hier bei einem alten Haus Geoce*** Dämmung verbaut wurde. Das ist offensichtlich ein neuer Glasschaum mit sehr guten Dämmwerten und nicht so scharfkantig wie die alten... Wir haben bei einem Projekt einmal Blähton verarbeitet, dessen Dämmwerte leider eher mäßig sind. Es kam aber mehr auf die Verottungsgsfestigkeit an, die aber der neue Glasschaum auch aufweist. Scheint eine echte Alternative zu Styrodur zu sein.



Einfach um die Ecke denken



"Scheint eine echte Alternative zu Styrodur zu sein."
Vielen Dank dass du dir die Mühe zur Recherche gemacht hast.
Es bestätigt mir; -das um die Ecke denken- auch Vorteile bringen kann.



'Alternative ' Baustoffe



Wie in einem Forum welches sich "Fachwerkhaus'" nennt tatsächlich XPS und teils ungehemmte Verwendung von Beton etc empfohlen werden kann ist mir ein Rätsel.
Und dann noch sog ' Alternative' Stoffe als per se ungeeignet bezeichnet werden können ebenfalls.

Seit Jahrhunderten kommen Häuser, Burgen, Schlösser, Dome, Brücken etc ohne jede Verwendung solcher Stoffe aus
( auch wenn die Römer hydraulische Zusätze verwendet haben)
da kann man doch nicht im Ernst sagen, daß diese Stoffe zwingend notwendig sind um schadensfreie Sanierungen zu ermöglichen.

Ganz abgesehen davon, daß die Zementindustrie für einige % der weltweiten CO2- Belastungen verantwortlich ist.

Da ist es doch sinnvoll, praktikable und technisch einwandfreie Alternativen
zu fördern oder sich zumindest erst einmal vorurteilsfrei damit zu beschäftigen.

Selbst nur reine gestampfte Lehmböden haben doch eine Druckfestigkeit, die weit über jeder realen Belastung liegt und würden allenfalls eine dünne Estrichschicht benötigen.

Bei einer auf festen Lehmboden ausgelegten Feuchtigkeitssperre würden darauf verlegte Holzbalken als Druckverteilung völlig ausreichen.

Im Zweifel kann das jeder problemlos im Selbstversuch feststellen, der techn Werten nicht vertraut.

Warum sollte verdichteter Glasschaumschotter als Unterbau nicht genügen, während andererseits alle möglichen Schüttungen als Tragschicht empfohlen werden?

Andreas Teich



Jenseits...



des bauphilosophischen Gedöns a la Teich sollte es nicht um scheinökologischen Quatsch gehen, sondern um das beste Material in der optimalen Verarbeitung. Wir reden hier von einem Fundament, die Diskussion erinnert aber an einen Handtaschenkauf. Hier tut sich eine neue Grundrichtung im Hausbau auf. Das gab's schon vorher: ökologisch, nachhaltig, energieeffizient, denkmalpflegerisch oder althergebracht, und nun erleben wir das NAIVE Bauen.

Besonders schön bei einem Fundament:

"Im Zweifel kann das jeder problemlos im Selbstversuch feststellen, der techn Werten nicht vertraut."

Wer sich da selber mit dem Klammerbeutel pudert, sei dahingestellt.

@ Anet

"Es bestätigt mir; -das um die Ecke denken- auch Vorteile bringen kann."

Ähm, welche denn? Mir ist Deine Motivation einfach schleierhaft. Welchen Sinn siehst Du darin, ein ungebräuchliches Verfahren (Streifenfundament SGS) zur Basis Deines Bauprojektes zu machen?

Fundamentale Grüße

Thomas



Recycling



Lieber Herr Teich,
was soll dieses hinterherhecheln irgendwelcher Bautrends die gerade in Mode sind.
Da preisen Sie auf der einen Seite die Tragfähigkeit gewachsener Böden wie Lehm und auf der anderen Seite propagieren Sie den Aushub dieser Böden um dafür Schaumglas einzubauen. dämmen kann ich auch anders. Polymere Dämmstoffe lassen sich mit einem geringeren Anteil des Energieaufwandes herstellen den Schaumglas zu seiner Umformung aus Altglas braucht. Ich halte es für sinnvoller aus Öl oder Gas EPS herzustellen (das dann immer noch als Stoff wiederverwertet oder verfeuert werden kann) als es gleich zu verfeuern um Schaumglas herzustellen.
Wenn Sie schon was von den Römern lernen wollen dann halten Sie sich an deren Pragmatismus:
Die kannten keine pseudoreligiöse Verklärung von Baumaterialien oder Bautechniken. Die nahmen das was für den speziellen Zweck a) am besten geeignet und b) am leichtesten verfügbar war.
Dashalb Schaumglas da einsetzen wo es sinnvoll und ökonomisch ist. Bei Streifenfundamenten als Gründung ist es das nicht.
p.s. Recycling gabs schon immer, auch ohne diese Ökoverklärung.



Schaumglasschotter- GENAU lesen



Wie sich beim genaueren Lesen der ursprünglichen Frage und des angegebenen Links ergibt:

Es ging hier nie um die Frage Streifenfundamente aus Schaumglasschotter o.ä herzustellen,
sondern ein Gebäude auf Streifenfundamente zu gründen (wie immer schon üblich ) und dann für die Fußböden im Innenraum ein Schotterbett aus Glasschaumschotter herzustellen und darauf Zementestrich als Boden zu verlegen.

Zumindest spart ein Estrich als Boden große Mengen an Beton ein gegenüber einer massiven Beton-Bodenplatte.

Da in diesem Forum auch immer wieder empfohlen wird, alte Bruchstein- und Klinkerfundamente (als reine Streifenfundamente) unverändert zu belassen fragt sich doch warum das in diesen Fällen aber nicht im Neubau funktionieren soll.

Der CO2-Ausstoß der Zementindustrie liegt in der Größenordnung von ca
5% des gesamten weltweiten CO2-Ausstoßes-

Da liegt es doch nahe, den Zement-/Betonverbrauch auf technisch notwendige Bereiche zu beschränken.

Es gibt Unterschiede zwischen der Zufügung von natürlichen Hydraulefaktoren wie Puzzolanerde etc zu römischem Kalk-etwa CL 90- und der heutigen Zementherstellung.
Nicht nur die Brenntemperaturen bei der Kalkherstellung von etwa 900 Grad gegenüber ca 1400 Grad (und 2000 Grad Flammtemperatur) beim Zement.

Ob es andere Möglichkeiten als Glasschaumschotter zum gleichzeitigen Höhenausgleich, als Drainage und Dämmung gibt ?

Einzeln sicher aber in EINEM Material kombiniert?

Es muß ja keinen Konsenz zu allen Baustoffen/Baukonstruktionen geben-

Aber die jeweiligen techn. Voraussetzungen und Möglichkeiten genau darzustellen wäre hier sicher sinnvoll, schon aus wirtschaftlichem Interesse, um mit möglichen Einsparungen Verbesserungen auf anderen Gebieten zu finanzieren -Dämmung, ökologische Baumaterialien, denkmalgeschütze Sanierungen zB

Andreas Teich



Argumentationen ...



a la Pippi Langstrumpf ("ich mal mir meine Welt, wie sie mir gefällt...")

"Der CO2-Ausstoß der Zementindustrie liegt in der Größenordnung von ca
5% des gesamten weltweiten CO2-Ausstoßes-

Da liegt es doch nahe, den Zement-/Betonverbrauch auf technisch notwendige Bereiche zu beschränken."

Möglicherweise ist der geringere CO²-Ausstoß der SGS - Industrie darauf zurückzuführen, daß man Häuser und Brücken nicht aus SGS bauen kann? Also einfach weitaus mehr Zement als SGS benötigt wird?

Im übrigen habe als nachfolgendes Gewerk wirklich miese Erfahrungen mit einer SGS-"Bodenplatte" machen müssen. Wenn das Verfahren bei Ihnen bzw. generell nicht gebrächlich ist, steigen Ihre Chancen, eine fehlerhalte Leistung einzukaufen.

Grüße

Thomas



Traue nie einer Oekobilanz...



... die du nicht selber gefälscht hast.

Die Energiebilanzdaten von SGS scheinen bei vergleichbarem Dämmwert etwas besser als bei XPS, der Unterschied ist aber nicht gewaltig - vielleicht 30% weniger. Beim XPS könnte man noch optimieren wenn man in der Fläche weniger druckfeste Platten mit besserem Dämmwert verwendet.

Auch zwischen 15 cm Beton und 7 cm Zementestrich ist der Unterschied nicht so gross, wenn die publizierten EPDs (*) stimmen. Eine massive Bodenplatte hat mehr thermische Masse, und bekommt weniger leicht Risse als ein unbewehrter Estrich mit Streifenfundament.

Der von Ecoglas vorgeschlagene Aufbau hat eine Wärmebrücke am Fuss des Streifenfundaments.

(*) http://bau-umwelt.de/hp6253/EPDs.htm



Schaumglasschotter



Wer ein Material nicht kennt-
Warum sich nicht erst einmal ohne Vorurteile mit möglichen Einsatzbereichen solcher Materialien auseinandersetzen?

In manchen Baubereichen gab es oder gibts noch immer dieselben Diskussionen zur Verwendung von Lehm, Stroh, Leinöl, Holzfasern etc und nach einigen Jahren Erfahrung und Überwindung des Trägheitsmoments werden es dann anerkannte Baumaterialien, die einen sinnvollen Einsatzbereich haben können.

Jedes Material verlangt die Einhaltung entsprechender Verwendungs- und Einbauanleitungen- zB entsprechende Korngröße und Verdichtungsvorschriften.

Das ist bei Beton und Holzfaserplatten nicht anders als bei Glasschaumschotter.

Da die Brenntemperaturen von Glasschaumschotter
(900 Grad) deutlich unter denen der Zementherstellung
2000 Grad) liegen und das Rohmaterial als Abfallprodukt reichlich zur Verfügung steht, zudem das Transportgewicht bei 1/10 gegenüber Kies und 1/14 gegenüber Beton beträgt muß der Energieverbrauch erheblich geringer sein.

Nur die Menge an verwendetem Material bedeutet nicht per se schlechte Umweltbilanz- dann stünde Lehm ganz schlecht da- hat aber trotzdem die besten Umweltbilanzdaten.

Wenn jemals ein Rückbau stattfindet, ists einfacher losen Glasschaumschotter wegzuschaufeln und an anderer Stelle zu verwenden als eine massive Betonplatte wegzustemmen zu zerkleinern und dann erst verwenden zu können.

Der Vorteil von Glasschaumschotter ist gerade, daß mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllt werden und dazu vom Material keine Umweltbelastungen ausgehen oder baupysikalische Nachteile entstehen- zudem völlig ungezieferfest,hitzebeständig etc.

Wärmebrücken unter Erdbodenniveau wirken sich bei Temperaturunterschieden von max 15 Grad nur erheblich schwächer aus als darüber- bei Unterschieden von bis 40 Grad.
Wer diese völlig vermeiden will nimmt eine Lage Dämmsteine und sorgt für eine gute Perimeterdämmung.

Der Interessierte findet genügend Infos bei verschiedenen Herstellern und techn. Daten von Prüfinstituten.

Andreas Teich



Jenseits...



der lächerlichen Milchmädchenrechnung (als ob die Brenntemperaturen isoliert betrachtet etwas aussagen) gehen auch von einer Betonbodenplatte weder Umweltbelastungen noch bauphysikalische (oder bauklimatische, baubiologische...)Nachteile aus.

Außerdem gefällt mir eine Dämmung auf dem Unterbeton viel besser, als wenn diese tief eingegraben wird.

Grüße

Thomas



Glasschaumschotter



Nur zur allgemeinen Info:
Die Dämmfunktion von Glaschaumschotter wird bei
Grundwasserspiegel bis zur Bodenplatte nicht erfüllt-alle anderen Funktionen natürlich schon.
Bei hohem Grundwasserspiegel müßten Glaschaumplatten verwendet werden.

Genau die notwendigen hohen Brenntemperaturen sind DAS Problem, an dem die Zementindustrie arbeitet um die Energiekosten zu reduzieren (und etwas die Ökobilanz zu verbessern).
Das von Beton inkl Armierung etc keinerlei Problematik ausgeht muß man dann nur noch Baubiologen, Bautechnikern und Denkmalpflegern klarmachen.

Andreas Teich



Das ist doch Gewäsch, Herr Teich!



Verwirrt Beton die Wünschelrute? Geht von Beton etwa der überaus agressive Echte Betonschwamm aus? Verfälscht Beton etwa die Aura von Veganern?

Daß Sie nicht konkret werden können, ist mir schon klar. Warum dann nicht mal eine Runde rasten?

Grüße

Thomas



Betonverwendung



Die ursprüngliche Frage von Anet sollte Möglichkeiten der Verwendung von Glaschaumschotter aufzeigen-

wie ich verstanden hatte, um die Verwendung von Beton soweit möglich einzuschränken.

Es war wohl nicht die Idee dabei, im Fachwerkhausforum eine Betonlobbyistenabteilung zu gründen.

Soweit Beton nicht sinnvoll zu ersetzen ist- alles ok-gerne verwenden.

Ansonsten können wie seit Jahrtausenden Wohnhäuser auch ohne solchen oder nur mit einem stark reduzierten Betonanteil errichtet oder saniert werden.

Wo wird bei einem Fachwerkhaus zwingend Beton benötigt?

U.a. die Branche der Betonsanierer sieht das sicher anders.
Einfach solche u.a. Stichworte eingeben- da kommen dann Unmengen an Ergebnissen

Jetzt helfen eher Alternativen zu Beton weiter

Andreas Teich



Problem nur bedingt gelöst



Interessant, wie die verschiedenen Ansichten im Schlagabtausch auseinander gehen. Habe vieles dazu gelernt.
Wie gesagt ist mein Hauptanliegen eine Firma in unserer Provinz zu finden. Geplant ist die Geschichte SGS durch unsere Architektin, der Bauantrag läuft. Die Planung des Neubaus ist frei, das heißt wir haben alle unsere Wünsche mit der Planerin besprochen. Es wird kein Schuhkartonhaus wie sie hier in Eigenheimsiedlungen zu finden sind und keine sogenannte Stadtvilla. Wir waren kürzlich auf einer Baumesse da viel mir auf, wie sich diese Villen allein durch ihren Namen an den Mann bringen lassen. Das haben die Entwickler geschickt angestellt.
Ein Unternehmer zeigte uns Referenzen von Lehmhausneubauten, was wir uns vernünftiger Weise aus dem Kopf geschlagen haben, da Tonziegel aus dem gleichen Material sind. Ein Lehmputz tuts dann auch.
Eine Brettstapeldecke, Ziegelfliesen- und Dielungsboden sind Details der Planung. Speziell habe ich mir gewünscht die BH der Fenster nur auf 80 cm zu bringen. Meine Fenster will ich ohne Fußbank putzen können. Es wird keinen Handygesteuerten Schnick-Schnack geben unter dem Motto: -was nicht ist, kann auch nicht kaputt gehen-. Auf eine gesteuerte Heizungsanlage mit Solarunterstützung verzichten wir nicht im Alter. Aber Küchenherd und Stubenofen werden mit Holz beheizt.
Weitere Details später. Nun werde ich mich um eine Firma kümmern, die unserem Haus die "Schuhe" verpasst.
Und zu tun ist derzeit genug, der 100Jahre alte Stall wird saniert. FOTO: Vorher -Nachher





Mit der Ökobilanz ist das so eine Sache: Wenn ein Brücke die für Pferdefuhrwerke geplant und gebaut worden war (Römer, in Spanien-Merida) und dann aber mehrere Jahrzehnte 38 Tonner (LKW) aushält dann nenne ich das eine traumhafte Bilanz. Der neue Glasschotter kann auch ohne Streifenfundament als Bodenplatte eingebaut werden, wenn er dann 1000 Jahre hält, ist das besser als jeder Lehm oder Beton, egal welche Energiebilanz.
Ob es den Mehrpreis rechtfertigt, können wir zu Lebzeiten jedoch nicht sagen :-)



oben oder unten ?



Thomas: "Außerdem gefällt mir eine Dämmung auf dem Unterbeton viel besser, als wenn diese tief eingegraben wird."

Warum ? Dämmung auf dem Unterbeton entspricht einer Innendämmung, mehr Wärmebrücken und weniger thermische Masse.

Thermische Masse bedeutet ausgeglichenere Temperaturen. Ueberschüssige Sonnenwärme kann im Boden gespeichert statt weggelüftet werden. Das geht aber besser mit Hartbelag als mit einem Holzboden.

Um zu sehen wie viel (oder wie wenig) das bringt, bräuchte es eine dynamische Analyse, der statische u-Wert reicht da nicht.

Bei einem sporadisch bewohnten Ferienhaus ist die Situation wieder anders, da ist man eher froh wenn man das Haus schnell warm bekommt.

Anet: Brüstungshöhe der Fenster von 80 cm würde ich mir in der Küche gut überlegen, dort gibt Arbeitsflächenhöhe mehr Freiheit bei der Anordnung. Ich muss bei unserem Umbau das Fenster in der Küche ändern, weil es sonst einfach keine anständige Lösung gab.



Die...



...thermische Masse mag bei einem Kachelofen sinnvoll sein, um extreme Wärmespitzen zu verteilen. Die Aufheizung dicker Betonböden oder Wände bietet keinerlei Vorteile. Das Ganze wird nur regelträge und verbraucht deshalb mehr Energie.

Der fette Hartboden ist immer zu kalt (und die Sonnenenergie erreicht ihn nicht), ein Holzboden ist fußwarm...

Liebe Fragestellerin, eine nachvollziehbare Begründung für diese Lösung steht aber noch aus. Betrachte ich Eueren Aufbauvorschlagslink, habt Ihr ja auf dem SGS eine Betonplatte. Wozu dann extra Streifenfundamente, wenn's Häusle komplett auf eine Platte gestellt werden könnte. Das ist einfach nur komplizierter und bietet keinerlei Vorteile.

Mir erscheint seltsam, daß Euere Planerin da so eine Idee (SGS)wie ein blaues Band durch den Frühling flattern lässt, und Ihr Euch um die Firmen kümmern dürft. Meine Vermutung: Die Frau hat "was ökologisches" für Euch herausgesucht und davon selbst keine Ahnung. Hätte Sie Erfahrung damit, hätte Sie schon mit Firmen solche Realisierungen hinter sich, und Ihr hättet diese Frage gar nicht stellen müssen. Also Vorsicht! Jede Baukasse ist begrenzt und als Holzdielenverleger erlebte ich schon Kunden, die am Anfang voller Euphorie das Geld verschießen, in dieser Phase von mir ein Angebot für eine schöne Dielung wollen, und hinterher leise weinend Laminat aus dem Sonderangebot für dreifuffzig selber verlegen, und in einem vermisteten Grundstück hocken (für den GaLa-Bauer war kein Geld mehr da und Papa mit der Schubkarre hat die Nase voll).

Also wählt vielleicht besser für die nichtsichtbaren Teile eine einfache und solide Lösung - die viele Firmen ausführen können. Das senkt die Preise.

Grüße

Thomas



Glaschaumschotter



In dem gen. Link ging es um eine Konstruktion, bei der der GSS nur innerhalb der Fundamentwände verwendet wird und darauf nur eine stärkere Estrichschicht kommt- erspart die komplette Bodenplatte und minimiert den Betonverbrauch.

Die Alternative wäre es, den GSS unter der kompletten Bodenplatte und noch ca 50 cm darüber hinaus zu verteilen und sich bei dieser Konstruktion dann die Frostschürzen sparen zu können( bei den entsprechenden Voraussetzungen)

Wenn es mehrere Innenwände geben soll ist die Version ohne Bodenplatte eher unwirtschaftlich, da jede Wand dann ein separates Fundament benötigt- außerdem können später keine zusätzlichen Wände erstellt werden- man ist also nicht so flexibel in der Gestaltung.

Um Wärmebrücken am Fußpunkt der Wand zu vermeiden sollten Dämmsteine in den ersten Lagen verwendet werden und die Außenseite der Wand gut gedämmt werden.
Dafür wird keine innenseitige Bodendämmung mehr benötigt und es gibt relativ viel Masse.
Es ließe sich nach einer Feuchtigkeitsabdichtung zB ein Holzboden auf Unterkonstruktion aufbringen mit geringer Aufbauhöhe.

Bei der Variante mit Bodenplatte, die dann unterseitig und wandaußenseitig gedämmt wäre könnte auch auf die Innendämmung des Bodens verzichtet werden-
Wegen der enormen Masse wäre das aber nur sinnvoll wenn es entweder komplett unbeheizt bleibt oder bei ständig gleichbleibenden Temperaturen eine Nutzung als Wohnraum vorgesehen ist.
Oder wenn von der Süd- oder Westseite große Fensterflächen sehr viel Hitzeeintrag bewirken- wobei die Bodenplatte dann zur Pufferung als Wärmespeicherung dienen könnte.

Insgesamt ist mir aber nicht klar warum jemand bei der Verarbeitung und Anwendung von Glasschaumschotter Schwierigkeiten haben könnten.

Planum herstellen und Schotter verteilen wäre dasselbe bei allen Baustoffen und die 30 % Verdichtung wird mit üblichen Baumaschinen vorgenommen. Zudem kommt ein Wunsch ein Werkstechniker zur Einweisung.
Es ist ja auch sinnvoll, daß sich Planer mit neueren Baustoffen befassen- sonst hätte es vor einigen Jahren auch keine Holzfaser- und Lehmbauplatten gegeben-
irgendwann war jeder Baustoff neu und unbekannt.

Andreas Teich



regelträge



"Das Ganze wird nur regelträge und verbraucht deshalb mehr Energie."

Wenn das der Fall wäre, wären Massivbauten mit Aussendämmung verboten, und wir würden alle in Leichtbaubaracken wohnen.

Einen Mehrverbrauch kann ich mir nur vorstellen wenn die Heizung schlecht eingestellt ist. Beispiel: starke Nachtabsenkung, dann läuft die Heizung am Morgen mit Vollgas in einem schlechten Arbeitspunkt um wieder aufzuheizen. Bei ausreichender Dämmung wird sich über Nacht mit besagter thermischer Masse aber nicht viel tun.



Das Vorstellungsvermögen...



ist persönlich unterschiedlich geschmeidig.

Wir sind uns aber schon einig, daß das Aufwärmen einer großen Masse mehr Energie als das einer geringeren Masse benötigt? Diese Energie wird auch dann abgegeben, wenn Sie nicht gebraucht wird, zum Beispiel weil der Tatort vorbei ist und alle schlafen. Oder auch dann noch aufgenommen, wenn man es z.B. morgens warm haben möchte.

Deshalb sind u.a. auch Holzhäuser für ihr ausgezeichnetes Wohnklima bekannt, avantgardistische Betonhäuser hingegen eher gegenteilig.

Die Argumentation mit der Gesetzeslage ist grenzwertig blöd. Wann hätte je in all dem politisch und lobbyistisch geprägten Herumgestümpere reales Sachwissen eine Rolle gespielt (Glühlampe, Feinstaub...)

Das Märchenland ist schon lange Sperrgebiet.

Grüße

Thomas



Vielen Dank für dieses Lehrkapitel



@ yogumon Anet: Brüstungshöhe der Fenster von 80 cm würde ich mir in der Küche gut überlegen, dort gibt Arbeitsflächenhöhe mehr Freiheit bei der Anordnung. Ich muss bei unserem Umbau das Fenster in der Küche ändern, weil es sonst einfach keine anständige Lösung gab.
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Wir planen unser Haus von 'Innen nach Außen', heißt; die Möbel im jetzigen Haus haben alle schon ihren Standort im Neuen. Noch genauer: mein alter Eichentisch wird am Fenster stehen und der ist 76 cm hoch.


@Thomas
Liebe Fragestellerin, eine nachvollziehbare Begründung für diese Lösung steht aber noch aus. Betrachte ich Eueren Aufbauvorschlagslink, habt Ihr ja auf dem SGS eine Betonplatte. Wozu dann extra Streifenfundamente, wenn's Häusle komplett auf eine Platte gestellt werden könnte. Das ist einfach nur komplizierter und bietet keinerlei Vorteile.
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Lieber Thomas, eine Betonplatte ist es nicht, lediglich eine Estrichschicht für das heutzutage schnelle, unkomplizierte Aufbringen von Fliesen oder Laminat. Genauso könnten Lagerhölzer und Dielung drauf.
@Thomas
Mir erscheint seltsam, daß Euere Planerin da so eine Idee (SGS)wie ein blaues Band durch den Frühling flattern lässt, und Ihr Euch um die Firmen kümmern dürft. Meine Vermutung: Die Frau hat "was ökologisches" für Euch herausgesucht und davon selbst keine Ahnung. Hätte Sie Erfahrung damit, hätte Sie schon mit Firmen solche Realisierungen hinter sich, und Ihr hättet diese Frage gar nicht stellen müssen.
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Andersherum "das ökologische" ist auf unserem Mist gewachsen. Die Planerin bemüht sich schon sehr und scheint auch sehr kompetent zu sein. Jedoch endet ihre planerische Arbeit bei der Leistungsbeschreibung. Die sogenannte Ausschreibung mache ich selbst. Weil Firmen gibt es im Bekannten und Freundeskreis zu hauf. Nur eben keine kompetente, wagemutige und unserem Preislevel entsprechende, die sich an SgS rantraut. Welcher Unternehmer geht schon gern von seiner altgewohnten Bodenplattenkostruktion ab, womit er schneller sein Geld verdient, als sich um Neuerungen Gedanken zu machen.
"Bei Geld hört die Freunschaft auf" sagt ein Sprichwort.
@Thomas
Also wählt vielleicht besser für die nichtsichtbaren Teile eine einfache und solide Lösung - die viele Firmen ausführen können. Das senkt die Preise.
- einfach und solide heißt also in deinem Sinne -Bodenplatte-.

@Andreas Teich
Die Alternative wäre es, den GSS unter der kompletten Bodenplatte und noch ca 50 cm darüber hinaus zu verteilen und sich bei dieser Konstruktion dann die Frostschürzen sparen zu können( bei den entsprechenden Voraussetzungen)
- Darüber gibt es schlaue Filme auf youtube.
Vielen Dank für die ausführliche Aufbaubeschreibung!!!



Dann...



...lebt mal Eueren Wagemut. Mein Eindruck: Wer das Risiko nicht kennt, handelt töricht. Als letzteres betrachte ich es auch, wenn Ihr als offensichtliche Laien ab Baugenehmigung alles selber machen wollt. Ihr werdet mehr Geld verballern (für überzogene Preise, Doppelarbeiten, Rückbau, Zeitverlust) als der Architekt gekostet hätte.

Aber Ihr findet hier ja genügend Google - Künstler, die sich mit Wissen aus dritter Hand spreizen.

Große Erfolge wünscht also

Thomas



Hoppla



Hallo Thomas, bitte nicht zu nahe treten mit falschen Eindrücken undd mit Argumenten wie "offensichtlich Laien" herumfeuern. Dazu kennen wir uns zu wenig. Ich möchte hier auch nicht meinen gesamten Lebenslauf aufführen, um dir Gegenteiliges zu erklären. Nur soviel unser erstes Haus haben wir 1987 gebaut, damals war ich 24 und die Hütte steht noch. Damals gab es nur Material auf Kontingent, um an schwer erschwingliches Material zu kommen, haben wir Spargel und Pfifferlinge gegen harte Devisen an der Transitautobahn Rasthof Börde vertickt.



Glasschaumschotter-Laie???



Anet@- als 'Laie' bezeichnet zu werden kenne ich auch-
das ist noch einer der netteren Ausdrücke...

Andere abzuwerten dient natürlich auch der eigenen Erhöhung-
Ohne vermeintliche eigene Überlegenheit wäre man ja auch nicht in der Lage ein Urteil über andere abzugeben.( oder sollte das nun eine gänzlich falsche Interpretation sein ???)
Vielleicht noch andere Erklärungen dazu?

Bei zahlreichen Seminaren wurde uns als Teilnehmern allerdings auch öfters mitgeteilt, daß es gerade die Laien als Auftraggeber sind, die Fachleute wie Architekten und Handwerker dazu zwingen sich mit neuen und ökologischen Materialien und Konstruktionen zu befassen da es ein starkes Beharrungsvermögen und häufig Beratungsresistenz Neuem gegenüber gibt.

Glaschaumschotter ist kaum als hochriskantes Hightech-Produkt zu bezeichnen, daß wahnsinnig hohe handwerkliche oder intellektuelle Anforderungen an den Verarbeiter stellt.

Es sind wenige techn Parameter zu beachten, ansonsten nur verteilen und verdichten.

Jeder der eine Schaufel, eine Rüttelplatte und einen Zollstock bedienen kann, dann noch die mathematische Operation beherrscht:
Fertighöhe (nach Verdichtung)+ 30% = Ausgangshöhe (vor Verdichtung)

ist -bei erstmaliger Anwendung- unter Anleitung eines Technikers des Herstellers in der Lage den Schotter fachgerecht einzubauen.

Interessanter wären da eher die Fragen, ob Glasschaum-Schotter unter der Bodenplatte oder nur unter dem Estrich und wie sich das dämmtechnisch, kostenmäßig und heiztechnisch verhält und welche Vor- und Nachteile das gegenüber anderen Bauweisen mit sich bringt.

Andreas Teich



@ AT



Auf Ihr Gesülz gehe ich nicht ein. Nur soviel: Das NEUE ist nicht deshalb gut weil es neu ist - sondern es ist dann gut, wenn es tatsächliche Vorteile gegenüber dem ALTEN hat. Diese kann ich hier nicht erkennen.

@ Anet

Ich habe lange genug beobachten dürfen, was auf dem Bau alles so passiert. Und schon viel Bastelwerk (von Firmen wie auch Laien) herausgerissen.

Ich kenne Euch nicht und weiß über Euere Fähigkeiten nur, was Ihr hier schreibt. Und das kommt halt laienhaft daher. Da wir Jeder auf den meisten Gebieten Laien sind, ist das auch kein Schimpfwort. Ich gebe kein "Urteil über Andere" ab, wie der hyperventilierende Herr AT glaubt, sondern über das, was Ihr hier schreibt. Und das klingt nicht so, als ob Ihr vertiefte Bauerfahrungen habt. Wenn Euer erstes Haus noch steht, dann sicher deshalb, weil Ihr konventionell gebaut habt (und dazu ganz viele Erfahrungen und Hilfen in Euerer Umgebung abgreifen konntet), statt das Fahrrad neu zu erfinden.

"Nur eben keine kompetente, wagemutige und unserem Preislevel entsprechende, die sich an SgS rantraut."

Wagemut hat auf dem Bau nichts verloren. Es geht um die größte Investition Eueres Lebens und nicht um eine Backpacking - Tour durch Nordkorea. Und deshalb wird gerade eine gute Firma nur etwas anbieten, das sie auch beherrscht. Offensichtlich zwingende Vorteile des Verfahrens sind nicht zu erkennen, weder konstruktiv, noch ökologisch. Es wird nur ein Öko-Spleen bedient. Eine solide Firma zeigt da keinen Wagemut, der nach Euerer Auffassung auch noch billig sein soll. Ihr werdet also möglicherweise einen Ausführungsbetrieb abbekommen, der keine Aufträge hat, aber mit dem Schlachtruf "Hauptsache Arbeit" das macht, was der Kunde will - statt das, was er kann. Solche Firmen haben selten Substanz, um eine Gewährleistung leisten zu können, und sind oft schon weg vom Markt, wenn's interessant wird.

Wir hatten gerade erst einen wagemutigen Schmierfink hier im Forum, die missgglückte Ölfarbenbeschichtung durch einen Ölfarbneuling. Das ist in entspannter Form eine Aufgabe für's Gericht, es sind nur Fenster. Hier geht es um eine Gründung.

Wenn etwas bei der Gründung schiefgeht, müsst Ihr sehr viel Spargel verkaufen um das zu kompensieren; nur ist das Westgeld inzwischen nichts mehr wert.

Ich bin selbst schon in Brandenburg durch einen Estrich in's GSS - Schotterbett gebrochen. Ob der Herr Teich dem Material so nahe gekommen sein mag? Er schreibt gern und überzeugend über Sachen, die er anderswo liest. Beauftragt Ihn doch einfach mit diesem Projekt. Dann verlängert sich seine Qualifikationsauflistung um "Glasschaumschottereinbauexperte" und die Gemeinde kann von realen Bauerfahrungen profitieren. Wagemut scheint ja vorhanden. Und Zeit hat er offenbar überreichlich.

Solltet Ihr zu einem späteren Zeitpunkt einen Dielenfußboden wollen, der ganz ohne Wagemut einfach korrekt liegt und auch liegenbleibt, beachtet bitte:

"lediglich eine Estrichschicht für das heutzutage schnelle, unkomplizierte Aufbringen von Fliesen oder Laminat. Genauso könnten Lagerhölzer und Dielung drauf."

Da müßt Ihr Euch vorher entscheiden, sonst stimmt die Aufbauhöhe nicht.

Ich denke, die Schaumglasparty kann auch ohne mich weitergehen.Wir kommen nämlich bald in die Wiederholungsrunde, weil keiner mehr weiß, was oben schon geschrieben wurde.

Viel Spaß, und bleibt schön alternativ

Thomas





Nun nenne ich doch mal den Hersteller und den zur Bodenplattenerstellung gültigen Link:

http://www.geocell-schaumglas.eu/de/footer/downloads/einbaurichtlinien/

Jeder halbwegs versierte Maurer- Betonbetrieb sollte das bauen können. Der Baustoff ist zugelassen... Ob es sich preislich rechnet ist eine andere Frage, aber die beantwortet der betroffene Bauherr stets für sich.

Herzliche Grüße
Matthias Rauer