Lehm statt Schamotte?

04.01.2008



Hallo an alle,

was spricht denn eigentlich gegen den Ersatz von Schamottsteinen durch (z.B. selbst hergestellte) Lehmziegel? Die sind doch auch feuerfest und wahrscheinlich auch genauso formbeständig (wenn man das von Schamotte sagen kann).
Oder was macht Schamotte so unentbehrlich für die Auskleidung von Feuerräumen in Öfen?

Viele Grüße, Michael



Schamotte



Ich denke, die Fragen kann ein Ofenbauer besser beantworten.
Und was den Unterschied zwischen Schamotte und Lehm betrifft:
Tonminerale schrumpfen beim Brennvorgang, einmal durch Entwässerung der Kristalle und durch dichtere Lagerung.
Schamotte macht das nicht.

Viele Grüße



Nun,



jeder Feuerungsraum braucht eine feuerfeste Ausmauerung, und da ist Schamotte das preiswerteste Material. Bei der Verbrennung von Eierkohlen sind Temperaturen von über 1000 Grad normal. Lehmsteine z.B. würden dann zu Klinkern gebrannt. Und durch die dabei entstehenden Risse kommt das Feuer hinter die Ausmauerung und an die Verkleidung des Ofens und kann durch Aufheizung der Aussenschale eine Brandgefahr darstellen. Also Finger weg von irgendwelchen Experimenten. Sonst könnte es mal zu einem lustigen Lagerfeuer im Wohnzimmer kommen. ;-))).
MfG
dasMaurer



Schafft nicht auch das Eichenholz



mit reichlich Sauerstoff beim Verbrennen über 1000 Grad? Jedenfalls glüht die Schamottverkleidung regelmässig und dehnt sich aus. Nach einigen Heizperioden ist der Schamott verbraucht und muss erneuert werden, wenn die Befüllung nicht sorgfältig erfolgte, kann dies auch nach jeder Saison nötig sein. Bei den dort waltenden Kräften verbrauchen auch Roste und Klappen sich, daher ist die reparaturfreundliche Auskleidung mit widerständigen Schamottplatten im Flammenbereich angesagt. Lehmziegel jeder Bauart sind dort eine Fehlbesetzung.



Aha



Ach so geht das hier im Forum. Da muß man eine Antwort schreiben, um daß der Beitrag auch im Forum erscheint und nicht nur "eine Nachricht für ... hinterlassen". Hatte mich nur gewundert, daß meine Antworten nicht hier auftauchten. Gut, wieder was gelernt.