Außendämmung zwischen Fachwerk und Stülpschalung?

31.10.2006



Hallo, bin unwissend und ne' Frau, also bitte nicht auf mich losprasseln... :-)

Wir haben unser Fachwerkhaus komplett saniert. Das Haus hat einige Anbauten, der älteste Teil des Hauses ist von um die 1630. Wir haben, da die Balken sehr wüst ausgesehen haben, hier eine kleine Stülpschalung anggebracht. Nur auf einer Seite. Jezt merke ich an kalten Tagen, dass diese Wand total kalt ist, es pfeift sogar der Wind durch die Steckdosen die an dieser Wand angebracht sind. Wir haben uns überlegt zwischen die Hauswand (die noch Altputz drauf hat) und der Schalung eine Dämmung zu installieren. Uns wurde gesagt, dass es so eine Sprühdämmung gibt, die man einfach reinsprüht, und die dann aufquillt, so ähnlich wie Bauschaum. Oder ein paar Bretter abmachen und Dämmwolle reinstopfen. Wir haben unser Haus mit Lehm Putz und Sanierputen "behandelt. Es tut mir weh, jetzt irgendwelche chemikalischen Sprühsachen oder Styropor zu verwenden. Was kann man denn da tun?
Ich muss dazu sagen, vor dem sanieren, war an dieser Wand ca 40 cm dicke Sauerkrautplatten und ca 10 Lagen Tapete.
:-) Meine Oma hat nie gefroren..... es war immer schön kuschelig bei ihr.





Hallo,
ich bin ein Mann, weiß deswegen aber auch nicht mehr.
Ich kann Ihnen an dieser Stelle nur raten, sich einen Fachplaner vor Ort zu suchen.
In diesem Forum gibt es auch eine Suchfunktion, evtl. ist in Ihrer Nähe jemand verfügbar.
Um mögliche Maßnahmen einzuleiten, sollte natürlich der Bestand bekannt sein.
Die von Ihnen beschriebenen Varianten sind gänzlich ungeeignet und es besteht die Gefahr,
daß Sie sich eine tickende Zeitbombe aufschwatzen lassen. Zusätzliche Wärmedämmmaßmahmen
sind immer an den Bestand anzupassen, ein rechnerischer Nachweis ist sinnvoll, manchmal erforderlich.
Steht das Haus denn unter Denkmalschutz?
Ich befürchte, daß die Stülpschalung noch einmal demontiert werden muß, wenn sie diese Wand nachträglich dämmen wollen.
Möglich wäre dann eine Dämmung mit Zellulose und zusätzlicher Winddichtung. Dafür wäre aber eine zusätzliche Unterkonstruktion erforderlich.
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Kibies





Hallo Bernd, danke für Ihre Antwort.
An den Bestand anpassen und ein rechnerischer Nachweis: was genau bedeutet das? Und was ist ein Fachplaner?
Das Haus steht glücklicherweise nicht unter Denkmalschutz. Das haben die Denkmal-Scouts damals übersehen.
Ich habe gerade mal ein bischen nach der Cellulose gegoogelt, und einige interessante Informationen gefunden. Das wird wohl auch eingeblasen. Da die Stülpschalung auf einer Unterkonstruktion angebracht wurde (die Wand ist total schief), besteht vielleicht die Möglichkeit das Cellulose-Gemisch dort auch reinzublasen? Die Winddichtung mit dieser Folie muss nicht sein, da das Gemisch den Wind abhält.
Aber: wenn es mal heftig regnet und das Holz der Schalung (ist zwar mit Leinöl einigemale behandelt worden)die Feuchtigkeit aufnimmt und das das Gemisch weitergibt, kommt doch dann die Feuchtigkeit in's Haus? Muss auch aus diesem Grund die Folie aufgetragen werden? Dann kann gar nix mehr atmen, oder ist das ok? Wir haben grossen Wert auf diffusionsoffene Farben und Putze gelegt.
Bin nicht sicher wen genau ich hier mal anrufen soll. Habe auch mal hier im Forum über die Suchfunktion gesucht, aber eigentlich nichts passendes gefunden. Eigentlich weiss ich auch gar nicht nach wem oder was ich suchen soll.

JEden den ich um Rat frage, gibt mir eine andere Möglichkeit, und verteufelt den Rest. Ist echt schwierig alles immer richtig zu machen.
Danke nochmal für die Antwort und Gruss aus Büdingen C.





Hallo,
Zellulose wird u.a. von der Fa. Isofloc angeboten. Auf der Internetseite werden auch Fachbetriebe angezeigt.
Die zertifizierten Betriebe haben i.d.R. auch sehr kompetente Ansprechpartner, die gerne auch mal zu Ihnen raus kommen und Sie beraten. Diese Erfahrung habe ich mit unterschiedlichen Unternehmungen auf verschiedenen Bauvorhaben gemacht. Eine Taupunktberechnung werden diese Firmen Ihnen sicherlich auch anbieten.
Fragen Sie einfach mal nach. Wichtig sind auch Details und Anschlüsse. Da Ihr Haus nicht unter Denkmalschutz steht, empfinde ich eher als Nachteil, greift hier die Energieeinsparverordnung (EnEv).
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Kibies